Männig

Tag: Selbstbestimmung

Push

Schnell haben die Teilnehmer gemerkt, dass es sich bei dem kostenlosen Marketingseminar, zu dem sie exklusiv eingeladen wurden, eigentlich um eine Verkaufsveranstaltung handelt. Um so mehr legt sich der etwa sechzigjährige Agenturinhaber im feinen Zwirn bei seiner Präsentation ins Zeug. Eine Powerpoint-Folie nach der anderen serviert er den mehr oder weniger gebannten Zuhörern, während sein wohltrainierter Redefluss niemals abbricht. Doch auf einmal, bei Folie 32, tritt ein Schmunzeln auf das …

→ Your favorite Thursday sandwich

Marco Arment über bequeme und omnipräsente, cloud-basierte Dienste – und die Problematik der Abhängigkeit davon: In this business, expect turbulence. And this is going to be increasingly problematic as (no turbulence pun intended) we move so much more to “the cloud”, which usually means services controlled by others, designed to use limited or no local storage of your data. Always have one foot out the door. Be ready to go. …

Datensparsamkeit

Das auflagenstärkste wie unbeliebteste, täglich erscheinende Druckerzeugnis der Republik hatte Geburtstag und versprach jedem Haushalt ein Gratisexemplar frei Briefkasten. Die Aufregung unter den Gegnern des Boulevardblatts war dann auch entsprechend groß: Rechtsanwälte stellten Musterschreiben für den Widerspruch ins Netz und auf der Webseite eines Vereins von Online-Aktivisten konnte der Print-Verächter per Online-Formular Namen und Adresse eingeben, die dann in Widerspruchsform an den Verlag des Periodikums weitergeleitet wurden.

Akzeptanz von Briefkastenwerbung

Nicht erst, seitdem der Axel-Springer-Verlag ganz Deutschland mit einer Jubiläumsausgabe seiner Bildzeitung beglücken möchte, ist die Briefkastenwerbung – gleich ob durch Prospekte, Flugblätter oder kostenlose Werbezeitungen und -Zeitschriften – ein schier unerschöpfliches Diskussionsthema. Werbewirtschaft und Kleinunternehmer halten Werbemittel, die direkt und unadressiert im Briefkasten des Verbrauchers landen, für ein unverzichtbares Mittel zur Ankurbelung der heimischen Wirtschaft. Auf der anderen Seite empfindet jedoch eine immer größere Zahl der potenziellen Empfänger die …

Adieu, Klout!

Ich bin ja nun eitel. Deshalb google ich auch bisweilen, wenn auch lieber mit meiner bevorzugten Suchmaschine DuckDuckGo, nach mir selbst. Oder ich schaue zum Beispiel nach, wer mich bei Twitter wieder mal in irgendwelche Listen gepackt hat. Bei dieser Gelegenheit stellte ich vor einiger Zeit fest, dass ich auf einer Liste namens Klout Germany Top Influencers gelistet war. Noch erstaunter war ich allerdings, dass ich sogar über einen eigenen …

Kindlekram

Damals, als von Digital Natives noch keiner sprach, sondern als man sich noch Sorgen um die technikfeindliche Jugend machte, damals also, irgendwann in der ersten Hälfte der Neunziger, wurde ich Kunde bei einem Unternehmen namens ABC Bücherdienst. Plötzlich war es möglich, zunächst über BTX, dann, wenn ich mich recht erinnere, auch via CompuServe und schließlich, mit der Öffnung des WorldWideWeb, auf der Domain telebuch.de Bücher zu bestellen. Endlich musste man …

Der unsoziale Webbewohner

Es heißt übrigens gar nicht "Datenschutz" sondern "Datensouveränität", alles andere wäre ja auch offensichtlicher Unsinn. – Benni Bärmann auf Twitter Die neuen Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingungen der amerikanischen Google Inc. haben die Wahrnehmung der Netzöffentlichkeit ein weiteres Mal verschoben. Konzentrierten sich die Datenschutzbedenken über längere Zeit auf die übermächtige Webplattform Facebook, so ist der Suchmaschinenriese mit der Veröffentlichung des Vorhabens, die Nutzerdaten von über 60 seiner Angebote im Netz zusammenzufassen und …

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