Männig

Tag: Kultur

Einmal Hightech und zurück – Eine kleine Kulturgeschichte der Müllverwaltung

Episode 1 – Bauer L. und sein Traktor Es dürfte eine meiner frühesten Erinnerungen sein: Hinaus auf die Straße zu spingen, wenn der Müll abgeholt wurde. Denn dann war endlich mal was los, in dem süddeutschen Kleinstädtchen, in dem ich aufwuchs. Mülltonnen gab es noch nicht in der ersten Hälfte der Sechzigerjahre des letzten Jahrhunderts, zumindest nicht dort. Der Müll – freilich unsortiert – wurde einfach in Kisten, Kartons oder …

Streetart

Eine neue, äußerst erbauliche Kunstform lässt sich in letzter Zeit vermehrt im öffentlichen Raum beobachten: Die Fotos auf den allgegenwärtigen Aushängen, mit denen nach entlaufenen Haustieren gesucht wird, werden mit Fußball-Sammelbildchen überklebt.

Herzlich oder herzlos?

Die Bundeskanzlerin beehrt am 15. Mai 2013 auf Einladung der CSU ein Festzelt in der bayerischen Landeshauptstadt, wo sie eine Rede hält. Zum Abschied überreicht man ihr als kleine Geste des Dankes ein Lebkuchenherz.

Fahrradkultur

Mikael Colville-Andersen auf copenhagenize.com: We don’t have bicycle culture. We just have vacuum cleaner culture. We all have one, we all have learned to use it, we use it. End of story. We don’t buy vacuum cleaning clothes at a specialty store, we don’t wave at other vacuum cleaning enthusiasts on the street, we don’t keep 7 vacuum cleaners polished in our shed. It’s not a hobby or a fetish …

Lieblingssachen: Leitner_6

Irgendwann im Leben eines Mannes kommt der Moment, in dem er sich in Wohnung und Büro nicht mehr in erster Linie mit Ikeamöbeln umgeben möchte. Für mich war dieser Zeitpunkt am 3. März 1993 gekommen. An diesem Tag, also vor fast genau 20 Jahren, schickte ich nämlich eine Bestellung an die Leitner GmbH – per Fax, wie es zu jener Zeit üblich war. Als jemand, der sich bis dahin schon …

Journalistischer Ethos

Wir schreiben das Jahr 2013. Print-Publikationen verzeichnen dramatisch sinkende Abonnenten- und Käuferzahlen, Internetauftritte großer Verlagshäuser werden drastisch verkleinert oder ganz eingestellt. Immer mehr Journalisten, die aus Kostengründen von den Verlagshäusern freigestellt wurden, schreiben im Internet unter der eigentümlich-tautologisch klingenden Selbstbezeichnung Medienjournalisten über die Zukunft des Journalismus.

Die Nase des Thomas Mann

Jeder Münchner kennt sie, die Löwenköpfe an der Ostseite der Residenz, links und rechts der Zugänge zum Kapellen- und Kaiserhof. Und immer, wenn man vorbei kommt, gilt es, flink mit der Hand über eine der Löwennasen zu streichen. Das bringe Glück, so sagt man. Unter den Touristen, die die Nasen der Bronzelöwen fast ebenso eifrig rubbeln, geht die Sage, man würde dadurch sicher stellen, bald wieder nach München zurück zu …

Ältere Artikel »
Seite 1 von 9