In letzter Zeit fallen mir vermehrt Menschen auf, die, wenn sie mit der Münchner S-Bahn unterwegs sind, in Panik verfallen, weil sie an einer Haltestelle die Tür des Zuges nicht öffnen können. In München sind ja nun ausschließlich S-Bahn-Züge der Baureihe 423 unterwegs, in denen sich der Türöffner wie folgt darstellt:
Unten der eigentliche Türöffner, ein Sensorfeld, um das grüne Leuchtdioden angeordnet sind. Diese leuchten auf, sobald die Türen vom Fahrer freigeschaltet werden. Da offenbar schon immer einige Fahrgäste Probleme hatten, die eigentlich doch recht einleuchtende Systematik zu verstehen, hat man über dem Türöffner-Knopf noch einen Aufkleber angebracht, der die Funktion erläutern soll. Nun beobachte ich aber immer öfter Personen, die versuchen, die Tür so zu öffnen:
Gedrückt wird also nicht auf den Türöffner selbst, da mag der LED-Ring so grell leuchten, wie er will, sondern auf dem Erläuterungs-Aufkleber darüber – was die Tür natürlich nicht öffnet und dann zur bereits beschriebenen Aufregung führt. Das Interessante dabei: Dieses auffällige Verhalten konnte ich inzwischen zwar schon häufig, jedoch ausschließlich bei Frauen offenbar ostasiatischer Herkunft beobachten.
Hat jemand eine Idee, welche kulturellen Zusammenhänge oder anderen Sehgewohnheiten in jenem Kulturkreis zu diesem besonderen Verhalten führen könnten?
ullli23
Ganz einfach: Der Finger zeigt auf den grünen Punkt, nicht auf den LED-Leuchten-Kreis! Ein Skandal ist das!
Irene
Also ich hätte gedacht, dass jetzt ein Insider-Trick kommt, irgendein Entriegelungs-Hebel an der Unterseite der Tür oder so. Das ist das erste mal, dass mich ein Blogeintrag hier enttäuscht ;-)
Jens Arne Männig
Wenn du einen Tipp möchtest: Es schadet zumindest nie, in einer S- oder sonstigen Bahn einen 8-mm-Innenvierkant-Dornschlüssel dabei zu haben. Der erschließt einem manchmal Freiräume, die für die Fahrgäste eigentlich nicht vorgesehen sind.