Kamera in Neuseeland verloren?

19 Dez 10
Sonntag, 19. Dezember 2010

Zahlreiche Tweets auf Twitter und Postings in verschiedenen Foren wiesen heute auf eine merkwürdige Geschichte hin. Per Bild mit einem Kommentar wird nach Personen gesucht. Der Text des Kommentars lautet:

Ich habe in Neuseeland (auf dem Franz Josef Gletscher) einen Fotoapparat gefunden, auf dessen Speicherkarte sich mehr als 1.500 Aufnahmen – aus Neuseeland und Australien – befinden.

Jetzt ist es mir ein großes Anliegen, die Bilder und die damit verbundenen Erinnerungen dem Eigentümer zu übermitteln, jedoch habe ich leider keine eindeutigen Hinweise finden können, die zu diesem führen. Die eingestellte Menüsprache ist Deutsch, somit beginne ich meine Suche in Deutschland.

Dieses Gruppenbild ist eine der angesprochenen Aufnahmen. Solltest Du jemanden erkennen, freue ich mich sehr, wenn du mich kontaktierst.

Vielen Dank für deine Hilfe !!!

Andreas
[…]@gmx.de

Hier hat also angeblich jemand eine Kamera gefunden. Das Fundrecht in Neuseeland unterscheidet sich nur unmaßgeblich von dem in Deutschland. Fundsachen sind dem Empfangsberechtigten, also dem Eigentümer, anzuzeigen. Kennt man diesen nicht, so hat man sie der entsprechenden Behörde, in Neuseeland der Polizei, zu melden und die Fundsache dort abzugeben. Der angebliche Finder der Kamera hat es allerdings vorgezogen, sich die Fundsache gesetzeswidrig anzueignen, genau zu untersuchen und die Inhalte auszuwerten. Mehr noch, er veröffentlicht jetzt private Bilder Dritter, die er angeblich auf diesem Fotoapparat vorgefunden hat. Detailvergrößerungen der Gesichter liefert er gleich mit. Er bittet um Identifikation der abgebildeten Personen und um die Mitteilung der Indentitäten an eine anonyme E-Mail-Adresse. Seine eigene Identität gibt er freilich nicht preis.

Dieses mysteriöse Bild mit einer Art Fahndungsaufruf wurde nun also in wenigen Stunden gleich von mehreren hundert netzaktiven Personen auf Twitter und in verschiedenen Internetforen weiterverteilt. Man gibt sich hilfsbereit, klar. Aber mag wirklich niemand eine so dubiose Geschichte hinterfragen? Erscheint es wirklich so vielen Menschen richtig, in einem Hype sonntagabendlicher Nächstenliebe dazu aufzurufen, Daten über unbekannte Dritte an eine ebenfalls unbekannte Person zu übermitteln? Noch dazu, wenn diese Person sich nachweislich mindestens schon einmal des Diebstahls (an einer Kamera oder zumindest des Speicherinhalts) und der Urheberrechtsverletzung (durch Veröffentlichung der gefundenen Bilder) schuldig gemacht hat?

Sorry, aber mir erscheint es als äußerst leichtsinnig, eine derartige Aktion zu unterstützen, ohne mich vorher über die Hintergründe ausführlich informiert zu haben. Oder sehe ich das zu eng? Danke für eure Kommentare!

61 Antworten
  1. AndreasP says:

    Da die Fotos nun wirklich nicht kompromittierend sind, ja: zu eng.

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  2. Michael says:

    Ich sehe das genauso, der Finder hat gegen das Gesetz in Neuseeland verstoßen und wir sollen ihm helfen? Ggf. hat er schon Bilder von der Kamera irgendwelchen Bilddatenbanken verkauft?

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  3. Mik says:

    Ja, definitiv zu eng. Sehr zu eng sogar. Hier will nur jemand helfen. Ist das so schlimm ??

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  4. Basadai says:

    Hm, vielleicht ist es auch ein Kopfgeldjäger, der die Möglichkeiten des Social Media entdeckt hat. Wer sagt denn, dass die Geschichte stimmt? #Paranoia

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  5. beingmenow says:

    Ich habe dieses Bild auch retweetet in der Hoffnung, dass vielleicht sogar der oder die Betroffene selbst erreicht wird.
    Dennoch finde ich Deinen Gedanken nicht unwichtig: Ich wäre selbstverständlich nie auf die Idee gekommen, Daten von Dritten an den Absender weiter zu geben, wenn ich jemanden auf dem Bild erkannt hätte, sondern hätte denjenigen informiert, so dass er sich selber melden könnte, wenn die Sache wirklich stimmt.

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  6. lisa says:

    man sollte erstmal selbst in diese situation kommen bevor man so urteilt.
    ich habe z.b mal ein handy in der ubahn gefunden und habe über die simkarte den besitzer informieren lassen.ihm wurde ein brief geschickt mit meiner telefonnummer.
    warum?
    meine schwester hat mal ihr handy im bus verloren und meine mutter hat natürlich beim fundbüro und der VAG nachgefragt.
    nichts.
    1 1/2 jahre später kam dann ein anruf aus dem Fundbüro wir könnten das handy abholen :D

    also lieber mitnehmen und sich drum kümmern

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  7. ichhebgleichab says:

    Tja – im ersten Moment hatte ich ähnliche Gedanken wie Du. Mir war unwohl dabei, ungefragt private Fotos weiter zu verbreiten. Dann wurde der gleiche Aufruf ein weiteres mal in meine Timeline gespült. Und dann dachte ich: Hey, die anderen retweeten es doch auch. Das Foto ist unverfänglich, ich glaube einfach an die gute Absicht.
    Mag sein, es ist ein mieser Trick, vielleicht auch nicht. Mißbrauch ist immer möglich. Aber deshalb nirgendwo mehr mitmachen? Nicht mehr spenden? Nicht mehr retweeten?
    Ich weigere mich einfach, mich dem Mißbrauch zu beugen.

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  8. Carsten says:

    Das siehst Du absolut nicht zu eng. Schön, dass vor dem reflexartigen Verbreiten von solchen H(oax)ilferufen noch mal jemand sein Hirn einschaltet. Da die Zielgruppe nicht so riesig ist hätte “Kamera Typ X am … auf dem … Gletscher gefunden” doch wohl auch gereicht. Dann Seriennummer abgleichen, eintüten und weg damit. Außerdem schaut man sich keine fremden Fotos an.
    Mahlzeit

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  9. Leo says:

    Sehr berechtigter Einwand!

    Ich hab da auch mit gemacht und geretweetet und wäre auch nicht im Ansatz auf deine Gedanken gekommen. Ich hoffe zwar nach wie vor das die Nummer kein Fake oder Scherz oder sonst was ist und hoffe auch das sich alles aufklärt, aber das zeigt mir mal wieder das ich erst denken sollte bevor ich den Retweet Button benutze!
    Danke für den Denkanstoß!
    Nur das mit der Straftat würde ich, wenn die Sache echt ist nicht so eng sehen…

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  10. Rona says:

    Angenommen der besitzer wird gefunden, dann wird er sich selber bei dem “Absender” melden und ja sicher wissen, ob er die Kamera nun verloren hat oder nicht. Wenn es den Besitzer oder die Kamera nicht gibt, wird er sich auch nicht melden. Und wenn einer der Leute sich auf dem Bild erkennt und die Geschichte ist nicht wahr, dann wird er sicherlich die Polizei informieren.
    Somit ist doch das Risiko des Absenders viel zu groß um sich eine “Lügengeschichte” auszudenken.
    Er wird einfach ein schlechtes Gewissen haben, wenn er die Kamera behält, hofft aber vielleicht drauf, dass sich niemand meldet und kann dann sagen “ich hab`s zumindest versucht”. Und es bei der Polizei abzugeben wäre sicher der richtige Weg, aber könnte auch “Verschwendung” sein, wenn sie dort vergammelt, in dem unwahrscheinlichen aber möglichen Fall, dass keiner wegen der Kamera eine Anzeige aufgibt.

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  11. Lilli Marleen says:

    Ich habe es auch weitergeschickt und finde, dass Du das zu eng siehst.
    Die Geschichte klingt plausibel, es sind keine kompromittierenden Bilder und wenn jetzt jeder User beim Absender zurückfragt, ob seine Geschichte auch stimmt, scheint mir das noch abstruser.
    Klar, kann das ein Hoax sein oder Schlimmeres.
    Wenn ich auf einem Berg oder weiss ich wo in freier Natur meine Kamera verliere, wäre die Polizei oder das lokale Fundbüro wirklich der letzte Ort, an dem ich nachfragen würde.
    Wäre doch fein, wenns klappt.

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  12. ellen says:

    ich finde, du siehst das zu eng! glaubst du wirklich wenn man in neuseeland in irgendeinem ort am ende der welt eine gefundene kamera abgibt, ist die chance größer, daß der richtige besitzer sie wieder bekommt? tut mir leid, ich glaube das nicht!
    ich finde die aktion gut… wenn ich informationen hätte, würde ich natürlich nicht gleich namen und/oder adressen weitergeben, sondern erstmal etwas vom finder wissen wollen… aber ihn gleich als missetäter zu verdächtigen finde ich persönlich irgendwie miefig und kleinkariert (nicht böse gemeint!)
    “Noch dazu, wenn diese Person sich nachweislich mindestens schon einmal des Diebstahls (an einer Kamera oder zumindest des Speicherinhalts) und der Urheberrechtsverletzung (durch Veröffentlichung der gefundenen Bilder) schuldig gemacht hat?”
    du hast vertrauen zu behörden und gesetzeshütern, oder?
    das hab ich nicht wirklich- mein vertrauen gilt- ebenso wie das des ominösen kamerafinders- eher den zwischenmenschlichen beziehungen…
    davon abgesehen, was könnte denn schlimmes passieren, wenn jemand den kontakt zwischen besitzer und kamerafinder herstellt? – oder sollte der angebliche finder ein stalker sein, der finstere pläne schmiedet, irgendwelche leute zu verfolgen und zu quälen wenn er nur deren identität erst kennte!?

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  13. Abwaschbaer says:

    Kannst du bitte auf deine Kamera deinen Namen schreiben? Falls du sie verlierst und ich sie finde möchte ich wenigstens sichergehen, dass du sie definitiv nie wieder siehst.
    Liest du eigentlich auch, was du von dir gibst oder genießt dein Verstand das schöne Wetter draußen im Schnee?

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  14. Hans Huber says:

    Ich halte die Geschichte für a) plausibel und b) durchaus nicht unehrenhaft, auch wenn vielleicht der eine oder andere Paragraph etwas verbogen wird…

    Apropos Paragraph: Jemanden eines Diebstahls zu bezichtigen (der hier eindeutig nicht stattgefunden hat), kann ganz schnell einmal nach hinten losgehen.

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  15. Chillihead says:

    Zu eng!
    Das ist mal wieder typisch Deutsch! Man könnte dem Verunglücktem bei der Reanimation ja die Rippen brechen, da lass ichs lieber!
    Mensch Leute! Das hier ist ein kleiner Funke in einer düsteren Welt! Hier handelt es sich nur um ein nichts aussagendes Bild. Es ist ja nicht so, dass hier noch Namen und Adressen mit veröffentlicht werden.
    Den Finder anzuschwärzen ist in dem Fall unterste Schublade. Dieses Verhalten hat dazu geführt, dass heutzutage Leute verletzt in der Notaufnahme verbluten, oder auf der Straße erfrieren/verhungern ect.
    Man sollte doch noch Mensch bleiben…

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  16. JK says:

    Ich vermute mal, du kaufst nichts bei ebay, vermutlich NIE im Internet. Denn hier dürftest du viel eher auf Betrüger stoßen. Außerdem, wer sagt mir denn, dass du selbst moralisch richtig handelst? Vielleicht bist du eine gesuchter Straftäter der sich auf dem Bild erkannt hat und will jetzt die Spuren verwischen weil er befürchtet über diese Aktion entdeckt zu werden? Du merkst durch meine Ironie vielleicht wie abstrus deine Ausführungen aussehen können?
    Ich jedenfalls wäre Froh wenn ich so eine verlorene Kamera wieder bekommen könnte. Meine Meinung, du siehst das nicht nur zu eng sondern eher verklemmt. Eben typisch deutsch. Erst mal meckern und das schlimmste vermuten. OK, eine gewisse Skepsis und Vorsicht sollte man schon haben. Ich halte es hier für zu viel.
    Ach ja, es gibt diese Diebe und Urheberrechtsverletzer wie du sie nennst sogar im großen Stil. Unter ifoundyourcamera.net wohnt das organisierte Verbrechen.

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  17. Jonas says:

    Du siehst es definitiv viel zu eng. Ich schließe mich Chillihead an- typisch deutsch!!!

    Nutzt doch mal euren Verstand und schaut wer da die Anzeige veröffentlicht hat.
    Ich poste hier jetzt keine Details- da müsst ihr schon selber hin kommen, aber es IST so das diese Person im Netz als durchaus vertrauenerweckend erscheint und sich aufgrund ihres beruflichen Status bestimmt nicht absichtlich in Gefahr bringen möchte.

    So, und nun lasst doch einfach mal das Gute im Menschen sein.

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  18. Bargi says:

    Du siehst das nicht nur zu eng, du bist richtig biestig und bestätigst nur mal wieder die Vorurteile gegenüber Deutschen, dass sie nicht hilfsbereit sind und lieber streng nach Gesetz als nach dem Herzen handeln.
    Hätte ich meine Kamera verloren und jemand würde so eine Aktion starten, würde ich mich freuen – wie wahrscheinlich 99% aller Menschen, mal abgesehen von euch engstirnigen Besserwissern, die immer was zu meckern haben und selbst den bestgemeinten Hilfsaktionen immer noch etwas schlechtes unterstellen müssen. Euch muss das Leben wirklich übel mitgespielt haben, dass euch so jede Hilfsbereitschaft und der Glauben an das Gute verloren gegangen ist. Aber mit eurer Einstellung wird euch auch wenig Gutes widerfahren, Menschen wie euch meidet man besser. In diesem Sinne – Adé.

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  19. Andreas says:

    Mein Name ist Andreas und ich habe diese Kamera am 13.11.2010 in Neuseeland gefunden.

    Die hier ins Leben gerufene Diskussion stimmt mich ein bisschen traurig und überrascht mich ebenso, wie die zahlreichen POSITIVEN Zuschriften, die mich erreicht haben. Ob ich richtig gehandelt habe, indem ich das Foto veröffentlichte? Ich weiss es nicht, aber zumindest habe ich gehandelt! Das Fundstück in Neuseeland der Polizei zu übergeben, wäre sicherlich eine Möglichkeit gewesen, aber was passiert mit der Kamera, wenn sich niemand meldet? Werden sich die Ordnungskräfte – bei einer gebrauchten 100 EUR Kamera – tatsächlich die Mühe machen, den Eigentümer ausfindig zu machen? Darüber hinaus sei erwähnt, dass ich die Kamera nicht in Auckland, Wellington oder Christchurch gefunden habe, sondern am Gletscher, abseits jeglicher Zivilisation. Dass meine E-Mail-Adresse nicht meine persönlichen Daten enthält, bitte ich zu entschuldigen, jedoch sei erwähnt, dass es hier nicht um mich geht, sondern um die Kamera und die Bilder, die ich dem Eigentümer zurückgeben möchte.

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    • Jens Arne Männig says:

      @»Andreas«
      Von der kaum erreichbaren Lage des Franz-Josefs-Gletschers, abgeschnitten von jeglicher Zivilisation, kann man sich beispielsweise auf dieser Karte (PDF, 721 kB) ein gutes Bild machen. Aufgrund seiner Abgeschiedenheit wird der Gletscher ja auch nur von bis zu 2.700 Touristen am Tag besucht, die sich unter Entbehrungen und schier unglaublichen körperlichen Strapazen den mehrere hundert Meter langen Weg vom Großparkplatz zum Aussichtspunkt an der Gletscherzunge emporquälen.

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  20. Sven says:

    Moin und Gruß aus dem Norden,

    Ich fand gerade diesen Eintrag im Reeder und wusste einfach, ich müsse die Kommentare lesen, um am Morgen gleich mal etwas Spaß zu haben.

    Wäre ich auf diesem Bild veröffentlicht worden, ich hätte natürlich den Besitzer informiert. Und ich hätte dem Finder eine saftige Mail geschrieben. Sollte die Geschichte wahr sein, ist es ja ein nettes Ziel, doch die Persönlichkeitsrechte Dritter zu verletzen, geht mal gar nicht. Abgesehen von Urheberrecht und Eigentumsrecht an der Kamera.

    Und dann die Kommentare: Es sei so typisch deutsch… Herrlich…

    Nehmen wir mal an, die Geschichte sei wahr. Dann heiligt der gute Wille nach Meinung vieler Kommentarschreiber also die Gesetzesverstösse. Dann heiligt also auch der gute Wille eines Politikers (ich will einen schnellen Straßenbau für meine Bürger) die Bestechung? Dann heiligt also auch der Wunsch nach ein fluffigen Weihnachtsgeschenk die illegalen Tierimporte und das qualvolle Tierleben der Welpen aus/in dem ehemaligen Ostblock?

    Gesetze sind nicht dazu da, dass eine Person sich aus Nettigkeit mal eben so massiv darüber hinweg setzt.

    Wobei ich mich ja auch frage, was passiert eigentlich mit Kamera und Bildern, wenn der Eigentümer nicht gefunden wird? Wenn er und sein Umfeld zu dem “kleinen” Teil der Nicht-Social-Media Gemeinde gehört? Wird die Kamera vernichtet? Auf eBay verkauft? Die Bilder gelöscht?

    Gruß, Sven

    Antworten
  21. Marcus says:

    Wäre ich der Verlierer und würde ich auf so eine Art und Weise wieder an meine Fotos (und evtl. die Kamera) kommen, wäre ich wahnsinnig glücklich.

    Man macht nicht jedes Jahr Urlaub in Down Under. Die 1500 Aufnahmen sind dem Verlierer wahrscheinlich mehr wert als der materielle Wert der Kamera. Warum sollte ich mich darüber aufregen, wenn ich so an meine Erinnerungen komme?

    Was würde denn passieren, wenn der Finder die Kamera einfach so in einem Fundbüro in Neuseeland abgegeben hätte? Nichts. Der Verlierer ist wahrscheinlich schon wieder zu Hause, ein Fundbüro macht nichts, um den Eigentümer ausfindig zu machen, was soll es auch machen, wenn der Eigentümer nicht gerade Name und Adresse in seiner Kamera irgendwo abgespeichert hat. Für den Eigentümer wären die Kamera und die Erinnerungen für immer verloren.

    So besteht wenigstens noch eine kleine Chance für den Eigentümer wieder an Fotos und Kamera zu gelangen.

    Und ja, auch ich finde es typisch Deutsch, hier erstmal an Diebstahl und Urheberrecht zu denken. Die angesprochenen Vergleiche (Politiker/Bestechung etc.)hinken gewaltig.

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  22. Anke says:

    Hallo.
    Also ich finde die Idee der Suche nach den Besitzern klasse und finde, dass es erschreckend und traurig ist, dass so eine warmherzige Idee so mit Füßen getreten wird. Wo ist denn die Nächstenliebe vor lauter Paragraphenreiterei geblieben? Ich bin wirklich nicht gläubig oder so, aber ein paar moralische Werte sollte man in der heutigen Zeit schon bewaren.

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  23. Manfred says:

    Keine Frage, natürlich könnte das ganze ein Fake sein, wie alles in den Medien. Im Interesse des Verlierers gehen wir mal von der Wahrheit aus.
    Andreas’ Vorgehensweise ist wohl die einzige Möglichkeit, den Verlierer überhaupt zu ermitteln. Wer die Personen auf dem Foto erkennt, sollte sich natürlich primär an diese wenden, nicht an Andreas.
    Ärgerlich finde ich, daß einige Griesgrämer hier Gesetze dazu mißbrauchen, eine Problemlösung zu verhindern. Sie sind es, die einem das Leben zunehmend unerträglich machen.

    Antworten
  24. sven says:

    Also ich denke, wenn der Finder sie in Neuseeland abgegeben hätte, dann hätte er sie sicher gleich mal in den Müll werfen können oder auf dem Gletscher lassen können. Die Wahrscheinlichkeit, dass dort jemand in Fundüro geht ist doch eher gering, gerade weil man damit wirklich den ganzen Urlaub vergeudet und oftmals auch keine Ahnung hat, wie die Lokalen Gepflogenheiten dafür sind.
    Gesetz (oder Befehl) hin oder her, manchmal bin ich der Meinung, der Mensch sollte seinen Grips gebrauchen und nicht immer irgendwas hinterherdackeln, was daraus werden kann, hat man vor ca. 60 Jahren gesehen.

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  25. Sven says:

    Interessant, dass den Vergleichen ein Hinkebein vorgeworfen wurde. Das ist ja bekanntlich bei allen Vergleichen so.

    Nichts desto trotz finde ich es spannend, wie hier argumentiert wird. Ich selbst sehe in vielen gesetzlichen Regeln eher Schwachsinn verborgen, nichts desto weniger muss ich mich daran halten.

    Nehmen wir mal ein fiktives(!) Beispiel: Was, wenn eine der auf dem Bild abgebildeten Personen nicht will, dass man weiß, dass sie in NZ war? Was wenn irgendwer, aus irgendwelchen Gründen ein Problem damit hat, dass sein Gesicht im Netz damit in Verbindung gebracht wird, dass es in NZ war? Und nun? In die Öffentlichkeit gezerrt, keine Chance sich zu wehren, keine Chance das Bild wieder aus dem Netz zu bekommen?

    Und wie gesagt – bislang keine Stellungnahme, was denn mit den Bildern und dem Eigentum eines Fremden passiert, wenn sich niemand meldet.

    Es geht mir hier gar nicht um das Reiten auf Paragraphen. Es geht mir darum, dass es berechtigte Gründe gegen eine Veröffentlichung gibt.

    Klar, es gibt auch berechtigte Gründe, für den Einsatz, die Bereitschaft den Verlierer zu finden. Und ja, hätte ich meine Cam verloren, würde ich mich auch über einen ehrlichen Finder freuen.

    Deshalb versehe ich auch mein Eigentum mit einer Emailadresse über die man mich im Fall der Fälle erreichen kann, keine Realdaten, da dies zu unsicher wäre. So kann mir dann auch niemand vorwerfen, ich hätte nicht alles getan.

    Ich wüsste jedenfalls, was sich der Kamera-Verlierer anhören dürfte, wenn er meine Bilder so (indirekt) ins Netz gelangen lässt.

    Dazu müssen keine Persönlichkeitsrechte verletzt werden, kein Urheberrecht (den Punkt mit dem Diebstahl ignoriere ich, weil ich, annehmend, das die Aktion ehrlich gemeint ist, darüber nochmal hinwegsehen könnte).

    Stellt Euch mal vor, nur rein theoretisch, der Finder wäre BILD-Redakteur. Würde auf Bild.de einen Aufruf veröffentlichen, mit Bild und allem drum und dran. Würdet Ihr, wenn Ihr auf dem Bild wärt glücklich sein Euch in so einem Umfeld wieder zu finden?

    Rein grundsätzlich reden hier alle, die für diese Aktion sind, jeglichem Persönlichkeitsrecht und jeglichem Datenschutz die Existenzberechtigung ab. Wird nur ein “netter” Grund geliefert, dann sollen wir also
    a, alle die Hosen runter lassen, und
    b, auf jegliches Gesetz sch…en?

    Antworten
  26. Uli says:

    Diejenigen, die hier am lautesten “Persönlichkeitsrechtsverletzung” schreien sind auch die Gleichen, die an einem Unfall ohne zu helfen vorbeifahren da man für eventuelle Fehler ja auch rechtlich belangt werden könnte. Oder?

    Antworten
  27. Maren says:

    ” Uli sagt: Diejenigen, die hier am lautesten “Persönlichkeitsrechtsverletzung” schreien sind auch die Gleichen, die an einem Unfall ohne zu helfen vorbeifahren da man für eventuelle Fehler ja auch rechtlich belangt werden könnte. Oder?”

    Provokant, aber richtig. Was für eine alberne Diskussion, sorry!

    Antworten
  28. Chris says:

    Also ich hätte kein Problem damit, wenn jemand meine Kamera findet und versucht, mich ausfindig zu machen, um mir 1.500 (!) Fotos wiederzubeschaffen. Es sind Urlaubserinnerungen, über die ich mich als Besitzerin freuen möchte. Wenn das auch nach dem Verlust einer Kamera noch funktioniert, umso besser. In dem Fall wurden zwar Bilder veröffentlicht, aber dazu keinerlei Daten.

    Kurzum: Ich wäre dem Finder dankbar, wenn er mich auf diese Weise findet.

    Wenn das alles wahr ist. Ich möchte allerdings auch noch an die guten Absichten glauben können und nicht jedesmal in Panik verfallen, wenn jemand versucht zu helfen.

    Antworten
  29. Roswitha says:

    Die Gesetzeslage mal völlig bei Seite lassend; finde ich es unglaublich, wie hier über die Persönlichkeitsrechte Anderer hinweggetrampelt wird.
    Da wird Respektlosigkeit gegenüber der Privatsphäre mit Gutmenschengehabe gerechtfertig, und denen, die sich für die Wahrung ihrer Rechte aussprechen, wird sogar die Unterlassung von Hilfe unterstellt.
    Jede/r hat ein Anrecht darauf, selber zu bestimmen, ob, welche und wo Fotos von ihm ins Netz gestellt werden. Vllt typisch Deutsch, darum nicht automatisch negativ.
    Der Finder hätte genausogut ohne Veröffentlichung von Fotos suchen können, mit Ortshinweis und zeitlicher Eingrenzung. Die meisten wissen, wann und wo ihre Bekannten, Freunde, Familie in Urlaub sind.
    Das Dummheit und Naivität nicht tot zu kriegen sind, ist nichts Neues. Aber mit welcher Dreistigkeit manche hier in den Kommentaren das Ignorieren der Privatsphäre Anderer fordern… Da muß man sich über nichts mehr in diesem Land wundern.

    Antworten
  30. Textzicke says:

    Lieber Jens,

    Deine Ehrenhaftigkeit in allen Ehren *gnihihi*, aber DAS siehst Du in meinen Augen wirklich zu eng.

    Hätte ich am Popo der Welt eine Kamera mit wertvollen Erinnerungen verloren, wäre es mir SOWAS von wurscht, ob EINES der Fotos darauf zur Wiederfindung verbreitet würde! Viel wichtiger wäre mir, die Kamera wiederzubekommen. Der Autor des Aufrufs hat ja nun auch wirklich ein völlig harmloses Foto ausgesucht, und NATÜRLICH hat er die darauf befindlichen Gesichter zwecks besserer Erkennung vergrößert … nein, echt, ich finde dieses Vorgehen sogar ziemlich clever.

    Bei einem gefundenen Handy ruft man ja auch die zuletzt gewählte Nummer an und fragt die Person, die drangeht, ob sie die Anrufernummer kennt. Ist das auch verwerflich? Nö, finde ich nicht.

    Dass dies ein Hoax ist, kann ich mir überdies kaum vorstellen. Und ich fände es total stark, wenn die Aktion zum Kameraverlierer führt und der sich nen Ast freut, seinen Besitz wiederzubekommen. :)

    Trotzdem danke ich Dir dafür, dass Du derartige Dinge immer wieder hinterfragst – generell hast Du ja recht damit, dass man vieles zu blauäugig (oder blond, *g*) hinnimmt.

    Liebe Grüße
    Lilian

    Antworten
  31. Andreas says:

    @ Sven

    Sollte ich den rechtmäßigen Eigentümer – trotz meiner Bemühungen – nicht finden können, so werde ich sie so lange behalten, bis der Eigentümer an meine Tür klopft. Und sollte dies in den nächsten 67 Jahren nicht passieren, wird mein Nachlasspfleger sicher das richtige tun.

    Ich finde es erstaunlich, wie viel Zeit Du investiert, um mein Handlungsweise zu kritisieren. Spontan hätte auch ich hier vermutet, dass es eine deutsche Eigenschaft ist, erst einmal “Bedenken” vorzubringen. Jedoch habe ich in den letzten Stunden hunderte von eMails bekommen (auch von Deutschen), die mein Vorgehen
    begrüßen.

    Einige Deiner Punkte, die Du hier als Bedenkenträger vorgetragen hast, sind sicherlich erwähnenswert, aber ich bin – nach Abwägung der Vor- und Nachteile – gerne bereit, dass Restrisiko zu tragen.

    Antworten
  32. Oleg says:

    Paragraphenheinis…

    Antworten
  33. JK says:

    Sven schrieb: “Ich wüsste jedenfalls, was sich der Kamera-Verlierer anhören dürfte, wenn er meine Bilder so (indirekt) ins Netz gelangen lässt.”

    Und ich wüsste was ich als ehrlicher Finder deiner Kamera machen würde, wenn ich von dir als Besitzer rund gemacht würde: Vor deinen Augen die Karte formatieren.

    Antworten
  34. Frank says:

    Hallo Jens, ich finde auch, dass du das zu eng siehst. Vielleicht macht mich aber auch nur der permanente Zufluss von Glühwein und Lebkuchen weichherziger als sonst;-)

    Antworten
  35. Ttyssi says:

    Der Franz-Josef-Gletscher in Neuseeland ist ein (öder) Touristenmagnet. Es ist schier unglaublich, wie viele Busladungen an Touristen dort einfallen. Wenn ich eine Kamera gefunden hätte, selbst wenn es weiter oben gewesen wäre, wo die Gehfaulen sicher nicht sind, hätte ich sie unten abgegeben, was nahe liegend ist. Jeder mit Hirn sollte dies getan haben. Denn hätte ich eine Kamera dort verloren, würde ich sie genau dort anfragen, zur Not telefonisch! Ich käme sicher nicht auf die bescheuerte Idee, im Internet nach meiner am Gletscher verlorenen Kamera zu suchen. Außerdem wäre es mir peinlich, wenn jemand ohne mein Wissen von mir geknipstes Material ausstellt.

    Antworten
  36. Commander! says:

    Also vorausgesetzt, es ist kein Hoax – “nachweislich des Diebstahls”. Was für eine oberverkrampfte Blockwartmentalität ist das denn bitte? “Diebstahl”, wenn er die Kamera zurückgeben wil.

    Hätte er es beim neuseeländischen Fundbüro abgegeben…. ja geil… in welcher Stadt denn? Die Kamera lag ja im Gelände rum. Wie wahrscheinlich ist, dass der Kamerabesitzer genau da nochmal auftaucht? So ein Quatsch.

    Deine Denkanstöße zu den Persönlichkeitsrechten, und dass es überhaupt ein Hoax sein könnte finde ich ansonsten ganz gut. Oder halt ein Viral. Abwarten und Tee trinken.

    Antworten
  37. Kigana says:

    Ich bin mal glückliche Besitzerin eines ultrateuren Fernglases geworden, weil ich mich brav an die Gesetze hielt: beim Fundbüro abgeliefert, Maul gehalten, Aufbewahrungsfrist abgewartet, Fundsache gegen Gebühr abgeholt. War geil. Ich hätte es natürlich auch behalten + Zettel an die Bäume kleben können: “Fernglas gefunden, hat ein deutliches Merkmal, wer mir das beschreibt ist der Besitzer und kriegt’s wieder” … das hätte mit nicht zu kleiner Wahrscheinlichkeit dazu geführt, dass der Besitzer einen der Zettel gesehen + sich das Glas bei mir abgeholt hätte. Da Fundbüros aber praktischerweise so hübsch diskret sind … *grins* *händereib* *diebischfreu* *meinsmeinsmeinsmeins* *hachwofürGesetzejaauchgutsind* *Juristensindjasowasvonbescheuert*
    Bllllllllll! So.

    Antworten
  38. Enno says:

    Das ist eben auch Post-Privacy, dass man mit Männigs Meinung in der Minderheit ist – wenn jemand meine Kamera finden würde, möchte ich *nicht*, dass jemand die Bilder im Netz veröffentlicht. Und wenn da 1000 x nur meine Oma beim Kuchenessen drauf ist…

    Antworten
  39. Kai says:

    Diebstahl? Wenn schon klugscheißen, dann richtig.
    An Daten kann kein Diebstahl begangen werden.
    An der Kamera jedoch fehlt es an dem gesetzlichen Merkmal der Wegnahme. Diese setzt den Bruch fremden und Begründung eigenen Gewahrsams voraus.

    Der Eigentümer wird ja wohl kein Gewahrsam mehr über seine verlorene Sache besitzen. Dies setzt nämlich wenigstens das Wissen darüber voraus, wo sich der Gegenstand befindet.

    Davon abgesehen ist nicht mal zweifelsfrei deutsches Recht anwendbar.

    Fail, mein Lieber!

    Antworten
  40. OliverJ says:

    Ich warte auf den ersten geldgeilen Anwalt, der eine Abmahnung versucht…

    Fundbüros stammen aus einer Zeit, in der es die heutigen Möglichkeiten noch nicht gab. Und auch deren Mitarbeiter müssen unter Umständen in Geldbeutel oder Taschen “stöbern”, um den vermeintlichen Besitzer zu verifizieren.
    Warum sollte man das Web 2.0 und die Social Media nicht mal für etwas sinnvolles benutzen?
    Ich persönlich finde, das hier der mögliche Nutzen die mögliche “Straftat” überwiegt…

    My two cents

    Antworten
  41. Lisa says:

    Also bei http://www.ifoundyourcamera.net/category/success-stories/ scheint die Freude über die zurückerhaltenen Bilder bei den Betroffenen zu überwiegen. Ob es das rechtfertigt? Keine Ahnung. Aber das Thema ist jedenfalls alles andere als neu.

    Antworten
  42. luke says:

    Das ist doch offensichtlich ein Gag. Die Geschichte ist total unglaubwürdig, aber lustig.

    Antworten
  43. Theo says:

    Lieber Jens Arne Männig. Vielen Dank für die Aufklärung. Ich selbst kenne die leidige Problematik von Hoax-Mails durch meine frühere Tätigkeit als IT-Administrator. Ich habe unzählige Mitarbeiter aufgeklärt und Rundschreiben darüber verfasst. Allerdings ist eine Voraussetzung eines Hoax, dass der ursprüngliche Absender nicht bekannt ist. Ich habe zwischenzeitig Kontakt mit Andreas, es gibt ihn wirklich und er meint es nach meinen Eindruck auch ehrlich. Persönlichkeitsrechte sind wichtig, aber es gibt in der deutschen Gesetzgebung auch das wichtige Merkmal des Verhätnismäßigkeitsprinzips. Mir persönlich wäre es verhältnismäßig egal meine Urlaubsfotos im Netz zu finden, wenn ich dadurch wieder an all die schönen Erinnerungen meines Trips gelangen würde. Falls ich völlig falsch liege, werde ich mich gerne bei den Urlaubern entschuldigen.
    Bis dahin wünsche ich Andreas viel Erfolg bei der Suche nach den Besitzern. Schließlich ist ja bald Weihnachten :-)
    http://www.hoppraus.de/2010/12/fotoapparat-in-neuseeland-gefunden/

    Antworten
  44. Andreas says:

    @ Mister Männig

    Wow, da hast Du ja ganz tolle Karte ausgegraben! Respekt! Hier kann der interessierte Betrachter doch tatsächlich den Eindruck gewinnen, ich hätte die Kamera in “Disney Land” gefunden. Deinen Äußerungen kann ich entnehmen, dass Du noch nicht vor Ort warst oder aber eine der vielen Bustouren gewählt hast, die Dich trocken und ohne jegliche Anstrengung zu einer der Aussichtsplattformen gebracht haben. Was ich jedoch mit Gewissheit sagen kann: Du weißt nicht, wovon Du hier redest! Damit meine ich lediglich das Gelände rund um den Gletscher und den winzigen Ort, der aus ein paar Unterkünften, Geschäften und Restaurants besteht. Deine Denkansätze zum Thema Persönlichkeits- und Urheberrecht sind sicherlich nicht unangebracht, mich jedoch des Diebstahls zu bezichtigen, ist schlichtweg eine Frechheit. Ob diese Aktion – mich hier öffentlich zu denunzieren – wirklich notwendig war, möchte ich an dieser Stelle übrigens auch in Frage stellen, wo Dir doch meine private eMail Adresse vorliegt.

    Antworten
    • Jens Arne Männig says:

      @»Andreas«
      Es fällt schon etwas schwer, mit einer anonymen E-Mail-Adresse eines Massenanbieters zu diskutieren. Hättest du oder ihr den sicherlich mit Bedacht konstruierten Schutzschirm der Anonymität verlassen, dann hätte dies sicherlich sehr dazu beigetragen, den guten Willen hinter dieser Aktion glaubwürdig werden zu lassen. Dies hätte natürlich nichts an der Tatsache geändert, dass ich es für ethisch höchst fragwürdig halte, sich den verlorenen Besitz anderer Menschen anzueignen und außer Landes zu bringen. Dass man Zweifel an der Integrität von Personen äußert, die es offenbar für völlig normal halten, 1.500 Fotos aus dem Privatleben völlig unbekannter Menschen zu durchforsten und dann auch noch auszugsweise zu veröffentlichen, halte ich geradezu für eine moralische Pflicht. Ich gehe davon aus, dass es nicht allein mein Bestreben ist, auch im Internetzeitalter die Privatsphäre seiner Mitmenschen zu wahren.

      Was die örtliche Situation rund um den Franz-Josef-Gletscher betrifft, muss ich zugeben, dass ich seit Dezember 1993 nicht mehr dort war. Zu jener Zeit war allerdings der kleine Gletscher einer der Top-Touristenmagneten des Landes, und es war sogar noch möglich, mit meinem alten Honda Civic durch das planierte Schotterbett des Waiho River bis ziemlich nah an die Gletscherzunge heranzufahren. Nun lebt die wirtschaftlich Bedeutende neuseeländische Tourismusindustrie ja maßgeblich vom Schlagwort Adventure, was allerdings nicht darüber hinwegtäuschen sollte, dass die angebotenen Aktivitäten sich trotz ihrer verbalen Dramaturgie eher im massenvermarktbaren und damit anspruchsloseren Bereich bewegen. Der wohl erschlossene Franz-Josef-Gletscher ist dabei keine Ausnahme, sofern man nicht seine besondere Herausforderung im Umgehen der Massen von Turnschuhtouristen sieht.

      Die Polizeistation, in der man eine Fundsache richtigerweise abgegeben hätte, befindet sich übrigens in der nahe gelegenen Ortschaft Franz Josef gleich auf der linken Seite der Hauptstraße. Gar nicht zu verfehlen, man kommt auf der Tour entlang der Westküste zwangsläufig an diesem Haus vorbei.

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  45. Art4 says:

    Mit Ausnahme der Anmerkung, er hat sich die Kamera gesetzeswidrig angeeignet, stimme ich dem auch voll zu. Der Weg über das Fundbüro hätte wahrscheinlich sehr lange gedauer.
    Statt dem Bild hätte man den Kameratyp, Fundort und Zeitpunkt verbreiten sollen, aber auf keinen Fall ein Bild aus der Kamera.

    Kettenmails sind kein adäquates Mittel, um ein seriöses Anliegen zu verbreiten. Stattdessen hätte man lieber eine Info-Seite erstellen können und um Verbreitung der URL bitten können. So könnte sich jeder über den aktuellen Stand informiert können, damit die Verbreitung aufhört, wenn der Besitzer gefunden wurde.

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  46. Sven says:

    KEIN FAKE!

    Um herauszufinden ob es sich um einen Fake handelt habe ich der Emailadresse in dem Bild geschrieben und folgende Antwort bekommen:

    vielen Dank für Deine Mail.

    Ich möchte mit der von mir gestarteten Aktion den rechtmäßigen Eigentümer finden! Es ist zwar sicherlich eine ungewöhnliche Vorgehensweise, aber alle anderen Maßnahmen waren bisher erfolglos.

    Was ich hier tue ist zwar unter Datenschutzgesuchtspunkten sicherlich nicht unbedenklich, aber ich hoffe, der Eigentümer dieser vielen Bilder, sieht mir das nach und freut sich einfach nur.

    Somit ist es kein Fake, sondern eine ernsthafte – vielleicht ungewöhnliche – Suche im WWW.

    Besten Gruß,

    Andreas

    Antworten
    • Jens Arne Männig says:

      @Sven
      Ich habe niemals in Zweifel gezogen, dass Mails an diese E-Mail-Adresse von irgendjemandem gelesen und möglicherweise sogar beantwortet werden. Dennoch würde ich jedem empfehlen, keinerlei persönliche Daten Dritter an diese E-Mail-Adresse zu schicken. Das würde ich nicht einmal dann empfehlen, wenn die Identität der Person oder der Gruppe hinter dieser Adresse vollkommen transparent und eindeutig wäre, was sie aber in keinerlei Weise ist. Der einzig akzeptable Weg, sofern man tatsächlich eine der abgebildeten Personen erkennt, wäre, diese Person auf die unglückselige Aktion hinzuweisen und ihr selbst zu überlassen, wie sie selbst gegenüber »Andreas« vorgehen will.

      Antworten
  47. Abwaschbaer says:

    Und was vielleicht am fragwürdigsten bleibt:
    Wie sich x-beliebige Individuen mit solchen Contra-Argumentationen in den Mittelpunkt stellen und profilieren.
    Herr Männig freut sich bestimmt über die vielen Klicks auf seiner Website. Gratis Werbung!

    Wegen der Email-Adresse:
    Welcher Idiot würde da seine eigene Privatadresse angeben? Jeder, der wenigstens einen Funken Verstand besitzt, erstellt einfach eine neue Mail Adresse, die er nach der Aktion löschen kann.

    Aber wenigstens stellt sich Herr Männig hier selbst ein Armutszeugnis aus. In seiner Biografie ist zumindest nichts von “sozialer Kompetenz” zu finden.

    Ich hoffe man verzeiht mir das Verwenden einer reichlich uninformativen Mail-Adresse sowie eines Nicknames. Wahrscheinlich bin auch ich kein echter Mensch sondern ein intelligenter Internetwurm.

    Antworten
  48. Theo says:

    Ich glaube Herr Männig hat den ganzen Tag viel Spaß mit unseren Kommentaren :-) Ich muss ehrlich zugeben, dass diese ganze Vorstellung auch langsam anfängt mich zu amüsieren :-)
    Nichtsdestotrotz sollte hier unbedingt noch jemand SEO in ins Portfolio aufnehmen…
    Lasst uns Andreas einfach die Daumen drücken, dass der Besitzer sich meldet und wechseln wir das Thema. Ich hätte da ein paar Vorschläge: Wir wär’s mit der Bielefeld-Verschwörung, der “angeblichen” Mondlandung oder 9-11 … war alles auch schon lang kein Thema mehr. Und SEO-technisch bestimmt der Hit :-)
    Ich wünsche euch ein frohes Fest und einen guten Start ins neue Jahr.

    Antworten
  49. JeriC says:

    Mea culpa. Also, das Foto ist NICHT von mir, sondern ich war derjenige, der es bei Twitpic hochlud (also @JeriC ;) ). Mann, ich hätte nicht gedacht, dass es DERMASSEN hohe Wellen schlägt. Ich habe nicht mal drüber nachgedacht, ob es ein Hoax sein könnte, weil es zumindest kein offensichtlicher Hoax war (offensichtlicher Hoax ist für mich sowas wie die alte “Oh, ICQ wird kostenpflichtig!!1″-Sache o.Ä.)…
    ich finde es interessant zu beobachten, wie die Menschen reagieren, obwohl für mich die Sache schon nach dem Hochladen und verbreiten des Fotos abgeschlossen war.

    Antworten
  50. Wuwu says:

    So,jetzt mal an alle Skeptiker,Neurotiker,Schwarzseher,Neider usw.
    Der Besitzer der Kamera wurde gefunden und er hat sich riesig gefreut das er seine für immer verloren geglaubten Urlaubserinnerrungen doch noch wiederbekommt.
    Ich habe diese Information vom Initiator dieser Suchaktion persönlich.
    Und jetzt kann Männig sich ein neues Opfer suchen um diesem dann etwas unlauteres zu unterstellen.
    Gruß an alle die die Aktion unterstützt haben,
    Wuwu

    Antworten
  51. Andreas says:

    Die Suchaktion ist beendet! Erfolgreich beendet!
    Ich sage Dankeschön an all’ die, die mich unterstützt haben!

    Antworten
  52. JK says:

    Abwaschbaer schrieb: “Herr Männig freut sich bestimmt über die vielen Klicks auf seiner Website. Gratis Werbung!”
    Mach dir da mal keine Sorgen. Ich denke, alle die Andreas’ Aktion unterstützt haben, werden diese Seite hier in Zukunft meiden wie der Teufel das Weihwasser.

    Antworten
  53. angela says:

    @maennig Ich habe tatsächlich auch einmal eine Kamera in Neuseeland verloren. Eine Olympus mju, in Hahei (Hallo, Finder…?). Du bringst mich auf den Gedanken, doch noch im Fundbüro nachzufragen – darauf bin ich damals gar nicht gekommen. Ich hätte mich über solch eine Aktion, wenn sie erfolgreich gewesen wäre, zunächst gefreut (trauere den Bildern heute noch nach).
    Andererseits ist mir der Gedanke, dass ein Fremder meine Bilder anschaut, auch unheimlich. (Es war allerdings noch ein Film, den man erst einmal hätte entwickeln lassen müssen.)
    Ich frage mich, ob der Finder es nicht hätte eleganter lösen können, nämlich so: Kamera bei Polizei abgeben und dann zusätzlich per Twitter etc. darauf hinweisen. Die Info hätte doch völlig gereicht. Wer den Menschen auf dem Foto erkennt, der kennt ihn vermutlich gut genug, um zu wissen, dass er gerade in Neuseeland war. Auch so ein Kameraverlust spricht sich unter Freunden/Bekannten schnell herum. Irgendwer hätte dem Verlierer also den goldenen Tipp geben können, welchen Weg seine Kamera genommen hat.
    Erschreckend finde ich, wie grob hier mit dir umgegangen wird. Jesses, du böser Deutscher. Wie kannst du bloß zweifeln? Wie kannst du es wagen, Fragen zu stellen?
    Dein Kommentar Nr. 47 trifft die (vorhandene) Problematik noch genauer.
    (Übrigens hier noch ein verstörender Beitrag zum Thema, das auf Twitter leider an mir vorüber ging: http://partikular.wordpress.com/2010/12/22/wie-anvamo-eine-kamera-in-neuseeland-gefunden-hat/)

    Antworten
  54. angela says:

    PS: Bin müde. Kommt deutlich raus, was ich alternativ vorschlage? – Eine Aktion OHNE Foto, nur mit Beschreibung von Fundort und -zeit, hätte gereicht. Und den Rest dem Fundbüro zu überlassen. So hätte ich das gemacht.

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  55. doppelfish says:

    Ach, das hatten wir doch schonmal.

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