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	<description>Meinungen, Gedanken und Aktuelles von Jens Arne Männig</description>
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		<title>Kundengewinnung bei Vodafone</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 11:26:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[München, Riem Arkaden. Ein Einkaufszentrum vor den Toren der Stadt. Die Mitarbeiterin des Vodafone-Vertriebsstands, den man in der Mitte der Shoppingmall aufgebaut hat, stürmt direkt auf mich zu.
»Haben Sie DSL?« ruft sie mir schon aus einigen Schritten Entfernung zu und setzt gleich, ohne meine Antwort abzuwarten, hinterher: »Was zahlen Sie im Monat?«
Ich bin etwas verblüfft. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>München, Riem Arkaden. Ein Einkaufszentrum vor den Toren der Stadt. Die Mitarbeiterin des Vodafone-Vertriebsstands, den man in der Mitte der Shoppingmall aufgebaut hat, stürmt direkt auf mich zu.</p>
<p>»Haben Sie DSL?« ruft sie mir schon aus einigen Schritten Entfernung zu und setzt gleich, ohne meine Antwort abzuwarten, hinterher: »Was zahlen Sie im Monat?«</p>
<p>Ich bin etwas verblüfft. Vielleicht bin ich ja altmodisch, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass weder eine wildfremde Verkäuferin noch die zahlreichen Passanten meine persönliche Telekommunikations-Infrastruktur und meine finanziellen Verhältnisse wirklich etwas angehen.</p>
<p>»Was verdienen Sie im Monat?«, kontere ich, um ihr meinen Missmut über die Ansprache bewusst zu machen und ihre Frage zu konterkarieren.</p>
<p>»Das geht Sie gar nichts an!«, keift die junge Frau zurück, der sich offenbar der Sinn meiner fein ziselierten Gegenfrage nicht sofort vollständig erschlossen hat.</p>
<p>»Eben.«, entgegne ich und gehe weiter.</p>
<p>Einen Moment später ist die Vodafone-Promotorin wieder zu sich gekommen: »Dann bleiben Sie halt bei der Telekom!«, schreit sie mir durch die Mall hinterher, »Und werden Sie dort glücklich!«</p>
<p>Ob man bei Vodafone die Strategien zur Kaltakquise und insbesondere die Gesprächsführung mit potentiellen Kunden vielleicht noch etwas verfeinern könnte?</p>
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		<title>Der Bundestag möge beschließen …</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 22:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Einführung der Online-Petition haben Eingaben von Bürgern an den Bundestag einen geradezu gewaltigen Auftrieb erfahren. Dies zeigt das Interesse der Bürger an aktiver politischer Mitwirkung. Gleichzeitig kann jedoch auch eine Petition mit weit über 130.000 Mitzeichnern im Parlament nicht einmal ein Zucken auslösen. Dies zeigt die Macht der Parteien und deren Unwillen, sich mit den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Einführung der Online-Petition haben Eingaben von Bürgern an den Bundestag einen geradezu gewaltigen Auftrieb erfahren. Dies zeigt das Interesse der Bürger an aktiver politischer Mitwirkung. Gleichzeitig kann jedoch auch eine Petition mit weit über 130.000 Mitzeichnern im Parlament nicht einmal ein Zucken auslösen. Dies zeigt die Macht der Parteien und deren Unwillen, sich mit den Bürgern außerhalb des Wahlkampfs auch nur zu beschäftigen. Nachdem bisherige Petitionen nur selten etwas bewegt haben, habe ich die folgende erst gar nicht auf dem Server des Petitionsausschusses des Bundestags eingestellt. Zumindest noch nicht. Vielmehr möchte ich meinen Vorschlag zunächst einmal hier, quasi in den eigenen vier Wänden, zur Diskussion stellen. Ich freue mich auf interessante Kommentare und Ergänzungen und wünsche viel Spaß beim Lesen!<span id="more-752"></span></p>
<p><a href="http://maennig.de/wp-content/uploads/2010/02/hofnarr_630.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-753" title="hofnarr_630" src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2010/02/hofnarr_630.jpg" alt="" width="630" height="161" /></a></p>
<h2>Text der Petition</h2>
<p>Der Deutsche Bundestag möge beschließen, die <a href="http://bundesrecht.juris.de/gg/BJNR000010949.html#BJNR000010949BJNG000700314">Artikel 62 bis 69 des Grundgesetzes</a> bezüglich der Struktur und Aufgaben der Bundesregierung durch Einfügung eines neuen Artikel 65 b wie folgt zu ergänzen:</p>
<blockquote><p>Der Bundeshofnarr wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Deutschen Volk direkt gewählt. Er hält den Rang eines Bundesministers und ist zu keiner Zeit verpflichtet, sich der Richtlinienkompetenz des Bundeskanzlers gemäß <a href="http://bundesrecht.juris.de/gg/art_65.html">Artikel 65</a> Grundgesetz zu unterwerfen.</p></blockquote>
<p>Gleichzeitig soll <a href="http://bundesrecht.juris.de/gg/art_69.html">Artikel 69</a> Absatz 1 des Grundgesetzes wie folgt abgeändert werden:</p>
<blockquote><p>Der Bundeshofnarr vertritt den Bundeskanzler bei dessen Abwesenheit oder Verhinderung in allen Regierungsangelegenheiten.</p></blockquote>
<p>Entsprechende Regelungen sind in das Gesetz über die Rechtsverhältnisse der Mitglieder der Bundesregierung (BMinG), die Geschäftsordnung der Bundesregierung (GOBReg) und in die Gemeinsame Geschäftsordnung der Bundesministerien (GGO) aufzunehmen.</p>
<h2>Begründung</h2>
<p>Die Tradition der Hofnarren in Europa, insbesondere im ehemaligen Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, reicht bis ins frühe Mittelalter zurück. Sowohl im ritterlichen Gesinde, als auch an Herrscherhöfen waren die Narren fester Bestandteil des Hofstaates. Für die dort tätigen Hofnarren galt stets die Narrenfreiheit, die es ihnen ermöglichte, ungestraft Kritik an bestehenden Verhältnissen zu üben. Auch die Parodierung von Adeligen und Herrschenden war den Hofnarren erlaubt. Dienten sie zunächst in erster Linie der Belustigung der Herrscher, so entwickelten sie sich in der Folgezeit häufig zu deren maßgeblichen und erfahrenen Ratgebern. Nachdem die – im eigentlichen Sinne des Wortes – höflichen Verhaltensregeln untersagten, Kritik an der Obrigkeit zu üben, genossen die Hofnarren mit der Narrenfreiheit das Sonderrecht, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen, ohne bestraft zu werden. Als unabhängige Person ohne festgeschriebene Rolle in der ständischen Ordnung war es ebenfalls Aufgabe der Hofnarren, den Staatsobersten die Meinungen des Volkes und anderes Bedenkenswertes zu übermitteln, ohne dabei von Ratgebern und Hofleuten instrumentalisiert zu werden.</p>
<p>In unserem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Postdemokratie">postdemokratischen Staatssystem</a> des beginnenden dritten Jahrtausends haben sich die Regierungsinstitutionen zunehmend vom Volk entkoppelt. Im gleichen Maße, wie Ministerien ihre Kompetenzen an  Experten, Kommissionen und Wirtschaftsverbände ausgelagert haben, ist das Vertrauen der Bevölkerung in ihre Regierung gesunken. Gleichzeitig werden politische Entscheidungen zunehmend innerhalb von Parteien entsprechend Marketingstrategien und Regeln des Proporzes getroffen. Dem Risiko des Ausscherens einzelner Politiker aus der vorgegebenen Meinung wird per Fraktionszwang erfolgreich ein Riegel vorgeschoben. Nach den verschiedenen demokratischen Intermezzi der letzten 160 Jahre ist das politische System der Bundesrepublik Deutschland damit heute wieder weitgehend gleichgeschaltet und ohne ernsthafte Opposition.</p>
<p>Zeit also für die neuerliche Etablierung des ehrwürdigen Standes der Hofnarren, der sich bereits in über eintausend Jahren Deutscher Geschichte bestens bewährt hat. Unser Staat braucht wieder einen Vertreter innovativer und durchaus auch unbequemer Meinungen in seinem Spitzengremium. Gleichzeitig kann durch den Bundeshofnarren eine wertvolle Identifikationsfigur für alle Teile der Bevölkerung geschaffen werden. Es kann nicht sein, dass, wie in letzter Zeit mehrfach geschehen, immer wieder wechselnde Bundesminister das wichtige Amt des Hofnarren unautorisiert und ohne förmliche Ernennung durch den Bundespräsidenten oder auch nur ausreichende Qualifikation an sich reißen. Die Bestimmung des Hofnarren als dauerhaften Stellvertreter des Bundeskanzlers im neu gefassten Artikel 69 Absatz 1 des Grundgesetzes kann gleichzeitig gewährleisten, dass dieser nicht nur eine bestenfalls geduldete Außenseiterrolle in der Bundesregierung spielt. Seine Direktwahl durch das Deutsche Volk ist darüber hinaus geeignet, das demokratische Gedankengut in der Regierung, in den Parteien sowie beim ganzen Volk nachhaltig zu bestärken.</p>
<p>Freilich kann die Neuschaffung des Amtes des Bundeshofnarren nur ein erster Schritt sein. Bundesländer, Regierungsbezirke, Kreise und Kommunen sollten dem Vorbild des Staates folgen, und ebenso sollte der Bundestag baldmöglichst die Regelungen des Handelsgesetzbuches dahingehend ändern, dass Hofnarren Pflichtmitglieder der Geschäftsführung von Kapitalgesellschaften werden.</p>
<p><strong>Hofnarren jetzt – Für ein besseres Deutschland!</strong></p>
<p>Der Bundestag möge beschließen …</p>
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		<title>Leben ohne Apps: Die Suche</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 16:54:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
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		<category><![CDATA[Suche]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie man sich ohne Apps seinen eigenen Nachrichtenmix für PC und mobile Endgeräte wie das iPhone zusammenstellt, habe ich ja bereits im letzten Beitrag beschrieben. Und gleich kamen von verschiedenen Seiten die Einwände: Klar, zum Lesen von Nachrichten möge das schon so gehen, aber das Suchen mit dem Browser sei doch, besonders vom iPhone aus, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie man sich ohne Apps seinen eigenen Nachrichtenmix für PC und mobile Endgeräte wie das iPhone zusammenstellt, habe ich ja bereits im letzten Beitrag beschrieben. Und gleich kamen von verschiedenen Seiten die Einwände: Klar, zum Lesen von Nachrichten möge das schon so gehen, aber das Suchen mit dem Browser sei doch, besonders vom iPhone aus, viel zu kompliziert, da seien doch Tools wie die Google Mobile App, Das Telefonbuch oder eine der diversen Wikipedia-Apps praktisch unverzichtbar. Wie man aber komfortabel auch völlig ohne besondere Apps und Programme suchen kann, das beschreibe ich in diesem Artikel.<span id="more-608"></span></p>
<p>Dazu ist es zunächst sinnvoll, sich mit der Funktionalität der Suche mit Schlüsselwörtern (Englisch: <em>key words</em>) im Browser vertraut zu machen. Durch diese Funktionalität wird es möglich, direkt durch Eingabe in die URL-Zeile des Browsers in den verschiedensten Suchmaschinen im Internet zu suchen. Das Schlüsselwort, eine kurze, leicht merkbare Buchstabenkombination oder auch nur ein einzelner Buchstabe, gibt dem Browser dabei vor, in welcher Suchmaschine gesucht werden soll. Suche ich also beispielsweise nach der Bedeutung des Wortes <em>Neozoon</em>, dann brauche ich nicht extra nach <a href="http://de.wikipedia.org">http://de.wikipedia.org</a> zu gehen und den Begriff dort ins Suchfenster einzugeben. Mit der Eingabe von »<em>w neozoon</em>« in die URL-Zeile übergibt mein Browser die Suchanfrage direkt an Wikipedia und ich erhalte die entsprechende Seite sofort und ohne Umweg.</p>
<p>Beim inzwischen verbreitetsten Browser Firefox ist die Funktionalität der Schlüsselwörter schon »ab Werk« vorhanden. Wie man sie einmal für die unterschiedlichen Suchmaschinen einstellt und anschließend nutzt, hat Andreas Borutta <a href="http://borumat.de/firefox-browser-tipps#schluesselwort-such-lesezeichen">auf seiner Webseite gut beschrieben</a> und die <a href="http://borumat.de/firefox-browser-tipps#suchen-bequem-und-schnell">Anleitung für die wichtigsten Suchmaschinen</a> auch gleich mitgeliefert. Bei anderen Browsern wie Apples Safari ist die Suche mit Schlüsselwörtern mit Bordmitteln leider nicht möglich. Eine entsprechende, kostenlose Browsererweiterung wie <a href="http://alexstaubo.github.com/keywurl/">Keywurl</a> oder der Alleskönner <a href="http://www.machangout.com/">Glims</a> muss vielmehr erst installiert werden. Ich ziehe zu diesem Zweck allerdings die Mac-Systemerweiterung <a href="http://glimmerblocker.org/">GlimmerBlocker</a> vor, die neben ihrer Werbeblocker-Funktion auch die Schlüsselwort-Suche in allen auf dem Rechner installierten Browsern erlaubt.</p>
<p>Schwierig bis unmöglich war es nun bisher, die Vorzüge  der komfortablen und schnellen Suche mit Schüsselwörtern auch auf mobilen Endgeräten zu genießen. Grund dafür ist, dass sich bei Mobilbrowsern aufgrund ihrer kompakten Bauart keine Erweiterungen installieren lassen. In diese Bresche springt jetzt <a href="http://quixapp.com/">Quix</a>. Dabei handelt es sich um ein so genanntes <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bookmarklet">Bookmarklet</a>, also ein äußerst kompakter JavaScript-Code, der den Browser um die nötige Funktionen erweitert. Das erforderliche Quix-Lesezeichen wird einfach in der Lesezeichenleiste des Browsers gezogen und öffnet dann per Klick ein Dialogfenster im Browser, in dem wieder ganz einfach per Schlüsselwort gesucht werden kann. Der Autor von Quix, <a href="http://yoast.com/">Joost de Valk</a> erklärt die Funktion des Tools auf der Quix-Webseite <a href="http://quixapp.com/">in einem kurzen Video-Tutorial</a>.</p>
<p>Quix verfügt schon bei der Installation über eine Vielzahl von Suchfunktionen, die <a href="http://quixapp.com/help/">auf der Hilfeseite</a> detailliert aufgelistet sind. Dennoch wird man als routinierter User die eine oder andere Suchmaschine, die man lieb gewonnen hat, vermissen. Dies stellt aber kein Problem dar, lässt sich doch Quix nach Maß erweitern oder verändern. Hierzu lädt man eine Textdatei mit den eigenen Suchfunktionen auf einen beliebigen Webspace, gibt die entsprechende Webadresse <a href="http://quixapp.com/extend/">auf der Erweiterungsseite</a> an und kann sich schon sein maßgeschneidertes neues Quix-Bookmaklet in die Lesezeichenleiste ziehen, das nun alle gewünschten Funktionen erfasst. Die hochgeladene Datei muss freilich einer bestimmten, allerdings sehr simplen Syntax entsprechen, die Joost de Valk auf den Quix-Seiten <a href="http://quixapp.com/help/syntax/">detailliert erläutert</a>. Betrachtet man die <a href="http://quixapp.com/quix.txt">Datei für die Quix-Standardsuche</a> dann wird der erforderliche Aufbau noch leichter nachvollziehbar.</p>
<p>Für mich selbst habe ich die Suche über Quix beispielsweise mit<a href="http://maennig.de/misc/myquix.txt"> meiner persönlichen, kleinen Textdatei</a> um folgenden Schlüsselwörter erweitert, die ich bereits seit einigen Jahren vom Browser zuhause gewöhnt bin:</p>
<p><strong>*</strong> → Google Suche (Suche ohne Schlüsselwort)<br />
<strong>a</strong> → Suche auf Amazon.de<br />
<strong>d</strong> → Doesfollow [Name1]/[Name2]<br />
<strong>e</strong> → Wörterbuch Englisch<br />
<strong>f</strong> → Wörterbuch Französisch<br />
<strong>gi</strong> → Google Images<br />
<strong>gm</strong> → Google Maps<br />
<strong>i</strong> → ICD-10-Suche<br />
<strong>l</strong> → Latein-Wörterbuch<br />
<strong>le</strong> → Leo.org<br />
<strong>m</strong> → Instapaper Mobilizer<br />
<strong>r</strong> → Rechtschreibung<br />
<strong>s</strong> → Synonymwörterbuch<br />
<strong>t</strong> → Wayati Twitterercheck<br />
<strong>ts</strong> → Twitter Suche<br />
<strong>u</strong> → Urban Dictionary<br />
<strong>w</strong> → Wikipedia Deutsch<br />
<strong>we</strong> → Wikipedia Englisch<br />
<strong>wy</strong> → Wiktionary Wörterbuch<br />
<strong>y</strong> → YouTube Suche</p>
<p>Nachdem nun die Suche auf zahlreichen Suchmaschinen ganz einfach mithilfe des bordeigenen Bowsers Mobile Safari auf einem iPhone funktioniert, kann ich mich gleich wieder einiger der suchseiteneigenen Apps entledigen. Und wem das Ganze jetzt doch zu kompliziert war, der kann auch einfach <a href="http://quixapp.com/extend/">auf der Quix-Erweiterungsseite</a> meine Suchdatei mit den oben beschriebenen Funktionen <em>http://maennig.de/misc/myquix.txt</em> angeben und meine Schlüsselwörter ebenso nutzen. Dafür, dass die Funktionen immer gleich bleiben, kann ich natürlich nicht garantieren,. Mit der Eingabe help im Quix-Popup-Fenster erhält man aber stets eine Übersicht über die aktuellen Befehle. Viel Spaß beim Suchen ohne ständigen Wechsel zwischen Apps und ohne lästige und zeitraubende Startbildschirme!</p>
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		<title>Die Invasion der Apps: Alternativen für Nutzer</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 23:42:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Computer]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer bei neuem technischen Spielzeug nicht widerstehen kann und sich deshalb schon frühzeitig ein iPhone angeschafft hat, wird sich vielleicht noch erinnern: Bis in den Sommer 2008 gab es keine Softwareprogramme (»Apps«) für dieses Gerät – außer denen, die beim Kauf mitgeliefert worden waren. Apple setze in der Anfangszeit vollständig auf so genannte WebApps, für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer bei neuem technischen Spielzeug nicht widerstehen kann und sich deshalb schon frühzeitig ein iPhone angeschafft hat, wird sich vielleicht noch erinnern: Bis in den Sommer 2008 gab es keine Softwareprogramme (»Apps«) für dieses Gerät – außer denen, die beim Kauf mitgeliefert worden waren. Apple setze in der Anfangszeit vollständig auf so genannte WebApps, für den kleinen Bildschirm des iPhone optimierte Webseiten, die  mithilfe von Datenbanken auch in gewissem Umfang die Funktion von Programmen ausüben konnten. Mit der Einführung des iPhone 3G wurde jedoch am 11. Juli 2008 auch gleichzeitig der AppStore eröffnet, in dem online weitere Programme erworben werden konnten. Waren anfangs knapp 500 Programme für iPhone und iPod Touch dort vorzufinden, so ist die Zahl bis heute auf weit über 100.000 angestiegen.<span id="more-605"></span></p>
<p><a href="http://maennig.de/wp-content/uploads/2010/02/apps_630.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-756" title="apps_630" src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2010/02/apps_630.jpg" alt="" width="630" height="147" /></a></p>
<p>Art und Funktion der Apps ist dabei höchst unterschiedlich. Ein hoher Prozentsatz führte anfangs tatsächlich eine originäre, mehr oder weniger nützliche Leistung auf dem Endgerät aus. Mehr und mehr geht der Trend jedoch dahin, Apps anzubieten, die nichts anderes tun, als eine in das Programm verpackte Ansicht des Contents einer einzelnen Webseite darzustellen. Vorteil für den Leser oder Nutzer der App: Die Webseite ist auf dem kleinen Touchscreen des iPhone oder iPod Touch leicht lesbar und gut zu navigieren. Für den User ist eine derartige geschlossene App aber auch mit erheblichen Nachteilen verbunden: Der herausragende Vorzug des Lesens im Internet, das Herstellen und Verfolgen von schnellen Querverbindungen zu anderen Informationen zu anderen Informationen im Internet durch Hyperlinks, wird weitgehend unterbunden.</p>
<p>Warum aber sprießen die Apps für das iPhone und mittlerweile ebenso für das Google-eigene Betriebssystem Android quasi wie die Pilze aus dem Boden? Der Grund dafür ist eindeutig im Marketing der jeweiligen Webseitenanbieter zu suchen. Zum einen kann der Leser eben der App nicht so einfach, zumindest nicht ohne das Einverständnis des App-Anbieters, dessen Informationsangebot über einen Hyperlink entkommen. Er hält sich damit länger im entsprechenden Angebot auf und kehrt auch zuverlässiger wieder durch den simplen Klick auf die App dorthin zurück. Darüber hinaus können eventuell vom Nutzer im Browser installierte Werbeblocker innerhalb einer App nichts ausrichten: Der Leser wird die Werbung, die der Informationsanbieter für ihn vorgesehen hat, zwangsläufig innerhalb der App wahrnehmen müssen.</p>
<p>Ein weiterer Grund, auf Apps statt auf Webseiten zu setzen, ist der in letzter Zeit immer stärker werdende Wunsch insbesondere der alt-etablierten Medienhäuser, endlich Geld mit ihren Internetauftritten zu verdienen, wenn die Umsätze im Printbereich schon immer weiter einbrechen. Anders ausgedrückt: Wenn die Einnahmen durch Anzeigen oder Bannerwerbung drastisch sinken, muss eben der Leser endlich in die Tasche greifen. Die neueste Generation von Apps erlaubt genau dies: Ein abonnementartiges Abrechnungsmodell, bei dem dem Nutzer oder Leser für für einen bestimmten Zeitraum jeweils vorab eine festgelegte Gebühr zu entrichten hat. Für Unternehmen wie den Axel Springer Verlag mit Bild und Welt sowie die Süddeutsche Zeitung, die mit als erste auf diesen Zug aufgesprungen sind, ist es ein verzweifeltes Unterfangen: Schon vor einigen Jahren war der Versuch, den Internet-Leser mithilfe des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elektronische_Zeitung">ePaper-Standards</a> für gängige Browser zur Kasse zu bitten, weitgehend gescheitert. Zu träge und leistungsfressend war das Datenformat, es brachte Browser und Rechner gleich reihenweise zum Absturz und die zahlwilligen Leser zur Verzweiflung.</p>
<p>Wer behauptet, die Apps seien aber schlicht die einfachste und komfortabelste Art und Weise, regelmäßig Informationen auf mobilen Endgeräten aufzunehmen, der hat sich offenbar bisher schlicht zu wenig mit der Materie und den Möglichkeiten beschäftigt. Es gibt nämlich weit angenehmere und vor allem selbstbestimmtere Methoden, sich aus der gewaltigen Bandbreite der im Netz bereitstehenden Informationen seinen eigenen, individuellen Newsmix zusammenzustellen, und das zu minimalen, einmaligen Kosten. Das Zauberwort heißt dabei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/RSS">RSS-</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Atom_(Format)">Atom-Feeds</a>. In diesen XML-basierten Formaten bieten mittlerweile fast alle Anbieter von regelmäßig ergänzten und fortgeschriebenen Webseiten deren Inhalt optional und ohne weitere Kosten an. Der Inhalt der Feeds beider Formate lässt sich in einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Feedreader">Feedreader</a> lesen, bei dem es sich entweder um ein eigenes Programm, oder um eine eigens optimierte Webseite für die individuelle Zusammenstellung der Feeds handelt. Auf mobilen Endgeräten wie dem iPhone sind die Feeds ebenso lesbar, ob im Browser oder in einer Feedreader-App, die die Inhalte für den kleinen Bildschirm optimiert.</p>
<p>Als Beispiel einer entsprechenden, leicht nachstellbaren Konfiguration stelle im Folgenden meine eigene Zusammenstellung dar. Dies bedeutet nicht, dass es keine anderen Möglichkeiten gäbe, vielmehr handelt es sich dabei um eine Auswahl von Programmen und Einstellungen, die sich für mich nach zahlreichen Tests als die derzeit praktikabelste, problemloseste und preiswerteste – in der eigentlichen Bedeutung des Wortes – erwiesen hat. Von Lesern, die Mac-Nutzer mit iPhone sind, lässt sie sich auch einfach eins zu eins nachstellen.</p>
<p><strong> 1. Google Reader</strong></p>
<p>Der <a href="http://www.google.com/reader/">Online-Feedreader von Google</a> ist kostenlos und bietet für die meisten Nutzer weit mehr Möglichkeiten, als man sich je wünschen wird. Das Lesen direkt im Browser ist schon recht komfortabel und bietet verschiedenen Einstelloptionen, lässt sich aber mit entsprechenden Kenntnissen beispielsweise durch optimierte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cascading_Style_Sheets">CSS-Stylesheets</a> noch weiter individuell anpassen. Nutzer eines gut justierten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Werbeblocker">Werbeblockers</a> können beim Lesen im Browser obendrein ihre Informationsaufnahme sinnvoll fokussieren. Das Einrichten des eigenen Accounts im Google Reader erfordert einen Google-Account, über den beispielsweise Nutzer von Google Mail ohnehin verfügen.</p>
<p><strong> 2. NetNewsWire</strong></p>
<p><a href="http://www.newsgator.com/INDIVIDUALS/NETNEWSWIRE/">NetNewsWire</a> ist der kostenlose Newsreader für den Mac, der schon seit längerer Zeit die Standards setzt. In seiner aktuellen Version greift er auf die Informationen von Google Reader zu und stellt sie in einer weiter optimierten Oberfläche außerhalb des Browsers dar. Der Nutzer kann die Darstellung individuell mithilfe so genannter Styles weiter an seinen persönlichen Geschmack und seine Lesegewohnheiten anpassen. Einige Styles werden beim Programmdownload gleich mitgeliefert, weitere sind kostenlos downloadbar. Die Schnittstelle zwischen Google Reader und NetNewsWire erlaubt es auch, neue Feeds direkt aus dem Programm oder zu abonnieren, zu sortieren, zu gruppieren oder Abonnements zu beenden, ohne jedes Mal die Webseite des Google Reader besuchen zu müssen.</p>
<p><strong> 3. Reeder</strong></p>
<p><a href="http://reederapp.com/">Reeder</a> ist der derzeit komfortabelste und funktionellste Feedreader, der im AppStore für das iPhone erhältlich ist. Zum Preis von 2,39 Euro erhält man nicht nur eine übersichtlich gestylte und intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche, sondern auch alle Schnittstellen zu anderen Programmen und Webcommunities, die man sich wünschen kann. So lassen sich Artikel in Instapaper oder ReadItLater speichern, an Twitter, Delicious oder Pinboard schicken oder auch klassisch per E-Mail weiterleiten. Einzig gewöhnungsbedürftig ist zunächst die nikotinbraune Gestaltung des Interface, was jedoch durch die beschriebene Funktionalität und Stabilität in den Hintergrund tritt. Ebenso wie NetNewsWire holt sich Reeder alle Daten und Feeds direkt vom Google Reader. Der große Vorteil bei diesem Vorgehen ist die automatische Synchronisierung: Gleich, ob der Nutzer seine Nachrichtenfeeds im Browser, im Feedreader zuhause oder unterwegs auf dem iPhone liest: Es werden stets nur die neuen Meldungen angezeigt, die, gleich mit welchem Gerät, noch nicht vom Google Reader abgerufen wurden – es sei denn, man wählt eine andere Einstellung.</p>
<p><strong> 4. Instapaper pro</strong></p>
<p>Da die Detailanzeige aller Feedreader für das iPhone oft wieder auf die eigentliche Webseite leitet, auf der die Information zur Verfügung steht, ist die Lesbarkeit auf dem 3,5-Zoll-Bildschirm nicht immer optimal. Hier springt <a href="http://www.instapaper.com/">Instapaper</a> ein: Hat man bei diesem Webdienstleister einen kostenlosen Account angelegt, dann kann man sich mit einfachem Klick auf ein einmal installiertes Lesezeichen Webseiten zum späteren Lesen abspeichern. Ruft man sie wieder auf, dann ist es möglich, zwischen der eigentlichen Darstellung wie auf der Webseite oder einer vereinfachten, leseoptimierten Version auszuwählen. Nachdem Reeder den Export von Artikeln nach Instapaper mit zwei Fingertipps anbietet und Instapaper auch auf dem iPhone verfügbar ist, bietet sich damit für das Lesen auf dem Mobilgerät eine Traumkombination. Instapaper kann auch auf dem iPhone direkt im bordeigenen Browser Mobile Safari gelesen werden, entfaltet seinen ganzen Charme aber erst mit einer der Apps, die Entwickler Marco Arment zur Verfügung stellt. Neben einer kostenlosen Version ist für 3,99 Euro die <a href="http://www.instapaper.com/iphone">Hi-End-Version Instapaper pro</a> erhältlich, die auch jeden einzelnen Cent ihres Preises wert ist. Diese App setzt Maßstäbe, was die Lesbarkeit auch längerer Texte auf dem iPhone betrifft. Dank des genialen <a href="http://www.instapaper.com/images/tiltscroll.png">tilt scrolling</a> wird es möglich, selbst ganze Bücher auf dem iPhone zu genießen, wenn deren Kapitel zuvor in Instapaper abgespeichert wurden.</p>
<p>Für den Gesamtpreis von maximal 6,38 Euro – kostenlose Alternativen existieren jedoch für Feedreader wie für Instapaper – ist man also nach kurzem Einrichten Herr über sein eigenes, individuelles Informationsangebot, das ganz nach persönlichen Interessen und Vorlieben zusammenstellbar und immer wieder anpassbar ist. Derzeit lese ich in meinem Feedreader regelmäßig die Nachrichten und Artikel von gut 150 verschiedenen Webseiten und Anbietern. Darunter sind zahlreiche klassische Zeitungs- und Zeitschriftenverlage aus dem In- und Ausland, aber auch eine stetig wachsende Zahl interessanter Blogs zu den unterschiedlichsten Themen und beispielsweise die aktuellen Zu- und Abgänge meiner Twitter-Follower. Gerade die Blogs von professionellen Journalisten haben sich für mich immer mehr zu einer Informations- und Meinungsquelle entwickelt, die der Maschinerie der Verlagshäuser oft weit voraus ist, was Qualität und Geschwindigkeit betrifft, und auf die ich nicht mehr verzichten will. Ich sehe deshalb keinerlei Anlass, mich dem Willen der etablierten Verlage unterzuordnen, die den Geist der der informationellen Selbstbestimmung gern wieder per Apps in die von ihnen leicht beherrschbare Flasche zurückstopfen würden, wie dies <a href="http://drmirror.posterous.com/ipad-ein-paar-erste-gedanken">André Spiegel jüngst so treffend formuliert</a> hat. Es wäre wirklich zu traurig, ja unverantwortlich, würde wir die Freiheit der eigenen Gestaltung unserer Informationskanäle dem Willen der Marketingabteilung einiger Verlage entsprechend wieder aufgeben.</p>
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		<title>Auch beim Kaffee: Less is more</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 14:39:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstorganisation]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich mag ja keinen Filterkaffee. Früher, als es hier, im mitteleuropäischen Raum, mit Ausnahme des kultivierten Österreich kaum was anderes gab, habe ich eben das Teetrinken zelebriert. Aber irgendwann, vor gut 20 Jahren, schwappte die Espressomode von Süden her über die Alpen. Dieses Zeug hatte mir schon in Italienurlauben geschmeckt, und so ließ ich mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mag ja keinen Filterkaffee. Früher, als es hier, im mitteleuropäischen Raum, mit Ausnahme des kultivierten Österreich kaum was anderes gab, habe ich eben das Teetrinken zelebriert. Aber irgendwann, vor gut 20 Jahren, schwappte die Espressomode von Süden her über die Alpen. Dieses Zeug hatte mir schon in Italienurlauben geschmeckt, und so ließ ich mich gern anstecken.<span id="more-601"></span></p>
<p>Die erste Espressomaschine in meinem Junggesellenhaushalt war eine von Krups. Ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siebträger#Siebtr.C3.A4germaschinen">Siebträgergerät</a>, das eher gut gemeint als gut konstruiert war und das an der Krankheit der meisten billigen Maschinen dieser Art litt: Es war einfach zu leicht. Beim Fixieren oder Lösen des Siebträgers musste stets mit der anderen Hand das Gehäuse festgehalten werden, damit man die Maschine nicht durch die ganze Küche wirbelte.</p>
<p>Da dies auf Dauer nicht befriedigend war, musste etwas Neues her. Mein Auge fiel auf das, was damals vermeintlich das Feinste auf dem Markt war, auf das damalige Spitzenmodell der Schweizer Jura Elektroapparate AG, die Impressa Ultra. Und tatsächlich: Der blitzende Vollautomat mit grünleuchtendem Display und Tasten für die Produktauswahl produzierte nach einigen Tagen Einstellarbeit wirklich brauchbaren Espresso.</p>
<p>Was sich als mühsamer erwies, war die Handhabung des Autocappuccinatore genannten Milchschaumbereiters. Der mochte nämlich nicht mit jeder Milchsorte, die man ihm vorsetzte, zurechtkommen, spuckte bei manchen statt luftigem Schaum nur lauwarme Milch aus und war ohnehin sehr pflegeintensiv. Stunden über Stunden brachte ich mit dem Zerlegen und Reinigen dieses Zusatzgeräts mit Bürstchen und Holzzahnstochern zu.</p>
<p>Der Kaffeetrakt der Maschine forderte in der Zwischenzeit seine regelmäßigen Reinigungsläufe und Entkalkungsvorgänge, natürlich stets mit besonderen chemischen Mitteln, die vom Hersteller der Maschine freigegeben und nicht ganz billig waren. Zwar waren diese Prozeduren teilautomatisiert, erforderten aber dennoch die ständige Präsenz des Besitzers, an den die Maschine per Befehl im Display die weiteren Aufgaben delegierte.</p>
<p>Eines Tages jedoch geschah, was wohl fast jeder Besitzer einer Jura kennt: Der Kaffee landete nicht mehr in der in das Gerät gestellten Tasse, sondern in der Tropfschale darunter. Die Ursache des Problems war mithilfe eines Internetforums bald gefunden. Offenbar hatte ein Dichtungsring am Brühwerk einen Dienst nach etwa 2.000 Tassen Kaffee aufgegeben. Die Lösung: Maschine zum Händler, der sie in die Werkstatt schickt. Von Fachhändler avisierter Zeitraum für die Reparatur: Zwei Wochen.</p>
<p>Nein, so lange wollte ich nicht ohne Kaffee sein, also beschloss ich, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Dass dies nicht im Sinne des Herstellers der Maschinen war, wurde mir schnell klar. Das Gehäuse war mit exotischen Ovalkopf-Schrauben verschlossen, um den Gedanken an Selbsthilfe gar nicht erst aufkommen zu lassen. Als alter Bastler lässt man sich von so etwas natürlich nicht abschrecken. Und so drang ich, unter begleitendem Genuss einiger Gläser Weißbier, denn Kaffee gab es ja nun nicht mehr, allmählich zum Corpus Delicti vor.</p>
<p>Mit einem kaputten Gummiring in der Hand sprach ich am folgenden Tag bei der Kaffemaschinenwerkstatt am anderen Ende der Stadt vor. Nein, erklärte man mir, separat könne man diese Dichtungsringe nicht erwerben, lediglich die komplette Brüheinheit sei komplett zu kaufen, und überdies im Austausch. So führte also der Weg zunächst wieder nach Hause, um tags darauf abermals mit der vollständigen Brühgruppe der Maschine in der Werkstatt zu stehen.</p>
<p>Für einen fürstlichen Betrag durfte ich diesmal das Plastikinnenleben meiner Jura gegen ein identisches mit nicht defektem Gummiring eintauschen, und zwei Stunden Schraubarbeit und drei Weißbier später funktionierte die Kaffeemaschine wieder wie am ersten Tag. Doch dabei sollte es nicht dauerhaft bleiben. Mal war es die Dichtung des Wassertanks, mal der Schlauch des Milchschaumbereiters, mal die Kontakte der Tresterschublade und immer wieder die Brüheinheit, die intensiver Wartung und Pflege bedurften. Der Kaffeekonsum wurde immer überschaubarer, der des bei den Reparaturen getrunkenen Weißbiers immer exzessiver.</p>
<p>Schließlich verabschiedete sich auch noch, Schritt für Schritt, das bis dahin grün blinkende Display der Maschine. Zunächst waren es einzelne Pixel, die ausfielen, dann ganze Buchstaben, und schließlich konnte man die einzelnen Punkte, die leuchteten, bestenfalls noch für einen seltenen klingonischen Dialekt halten. Als dann noch von einem Tag auf den anderen die Heizung der Milchschäumeinheit ausfiel, hatte ich die Nase endgültig voll.</p>
<p>Ich erinnerte mich an die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bialetti">Bialetti-Espressokanne</a>, die seit einem lange zurückliegenden Italienurlaub noch im Keller lag, füllte sie mit Leitungswasser und gemahlenem Espresso und genoss schon wenige Minuten später einen köstlichen Kaffee. Nanu, konnte das etwa so einfach sein? Aber wenn man mal einen Cappuccino wollte? Ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Milchaufschäumer">batteriebetriebener Milchaufschäumer</a> war schnell besorgt.</p>
<p>Und siehe da: Fürderhin brauchte ich für meine Kaffeeleidenschaft nur noch ein Drittel bis die Hälfte der bisherigen Zeit. Keine Aufheizzeiten für die Maschine, keine langwierige Pflege, einfach das gute alte Aluminium-Espressokännchen auf den Herd und fertig. Auf der Herdplatte findet neben der Bialetti-Kanne fallweise noch ein kleiner Milchtopf Platz, so das die ganze Prozedur ruckzuck und gleichzeitig stattfindet.</p>
<p>Wo war jetzt nochmal der Vorteil eines Kaffee-Vollautomaten? Mit der klassischen Methode mit dem Espressokännchen wird weniger Zeit und weniger Strom verbraucht, und deutlich preiswerter ist sie ohnehin. Vom ursprünglichen Plan, mir wieder eine Siebträgermaschine zuzulegen, diesmal allerdings eine solidere, bin ich deshalb längst abgekommen. Ich werde bei der simplen Espressokanne bleiben. Wie sagte doch mal einer meiner Lehrer so richtig zu mir: »Da haben Sie jetzt lange und hart arbeiten müssen, bis alles so einfach geworden ist.«</p>
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		<title>Ein unerwartetes Erbe</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 14:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Zugegeben, es überrascht einen schon etwas, wenn man von einer bislang völlig unbekannten Person mitgeteilt bekommt, man sei schon vor einiger Zeit bei einem Unfall in der Volksrepublik China verstorben. Allerdings beruhigt es einen dann auch gleich wieder, dass der Bankmitarbeiter aus Hongkong, der einem von dieser schrecklichen Verlust kündet, einen gleichzeitig wissen lässt, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zugegeben, es überrascht einen schon etwas, wenn man von einer bislang völlig unbekannten Person mitgeteilt bekommt, man sei schon vor einiger Zeit bei einem Unfall in der Volksrepublik China verstorben. Allerdings beruhigt es einen dann auch gleich wieder, dass der Bankmitarbeiter aus Hongkong, der einem von dieser schrecklichen Verlust kündet, einen gleichzeitig wissen lässt, dass man als Erbe für das eigene Vermögen vorgesehen sei.<span id="more-575"></span></p>
<p>Ja, ich habe schon viel dummen Spam erhalten. Aber was am heutigen Nikolaustag hier eintraf, hat alles bislang Erhaltene übertroffen. Interessant ist, dass die Spammer über meine komplette Anschrift verfügen – wen auch über eine seit einigen Jahren nicht mehr aktuelle Geschäftsadresse. Dass ich in der wunderbar verbastelten Geschichte aber gleichzeitig ein Verstorbener bin, der ein nicht unerhebliches Erbe in China hinterlässt, wie auch der – O wundersame Namensähnlichkeit – auserwählte <em>Empfänger dieser Gelder</em>, gibt dem Plot schon eine besondere Spannung.</p>
<p>Wer diese Geschichte sicherlich mit allergrößtem Interesse lesen wird, ist die Fachanwältin für Familienrecht meiner Immer-noch-Ehefrau, fragt sie mich doch schon seit sechs Jahren, wie ich mein ihrer Meinung nach ehemals gewaltiges Vermögen beiseite gebracht habe, ohne ihre Mandantin daran partizipieren zu lassen. Hier haben Sie&#8217;s nun endlich schriftlich, verehrte Frau Rechtsanwältin: Die Kohle liegt in China, und das ist die gute Nachricht. Die noch bessere: Ich bin tot, so dass meiner Witwe nun endlich das ihr schon lange zustehende Vermögen zufallen kann. Vielleicht sprechen Sie einfach mal bei Suu Hong von der Nanyang Bank vor?</p>
<p>Genug der Vorrede! Für alle Connaisseure gediegenen Spams kommt sie hier nun in voller Länge, die wunderbare Mail aus Hongkong. Viel Spaß!</p>
<p style="margin: 0.0px 0.0px 0.0px 178.0px; text-indent: -178.0px; font: 13.0px Helvetica;"><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Von:  suuhong@mail2hongkong.com</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Betreff:  Compliments of the season!</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Datum:  6. Dezember 2009 00:53:20 MEZ</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">An:  xxxxxx@xxxxxxx.xxx</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">From The Desk of Suu Hong</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Email: suu_hong01@yahoo.com.hk</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Maennig Jens Arne</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Industriestrasse 29 D-82194 Groebenzell &#8211; DE</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Ich bin Suu Hong, Principal Assurance Manager für die Nanyang Bank in</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">China. Ich bin in Kontakt mit Ihnen über das Gut von Maennig Jens</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Arne und Investitionen im Rahmen unserer Banken Verwaltung gestellt</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">einigen Jahren ago.I würde höflich ersuchen, dass Sie die Inhalte</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">dieser Meldung vertraulich zu behandeln und die Achtung der</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Integrität der Informationen Sie kommen mit dem als Ergebnis dieser</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Mail. Ich Sie unabhängig und niemand ist dieser Mitteilung informiert.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Im Jahr 2003, den Gegenstand; Maennig Jens Arne kam zu unserer Bank,</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">im Geschäft zu Gesprächen mit unseren Private-Banking-Sparte zu</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">engagieren. Er teilte uns mit, dass er ein Finanz-Portfolio von zwölf</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Millionen Vierhundert hatte tausend Euro, die er haben wollte uns in</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">seinem Namen zu investieren.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Basierend auf meinen Rat, wir das Geld drehte sich um verschiedene</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Möglichkeiten und machte attraktive Margen für unsere ersten Monaten</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">seines Bestehens stand die aufgelaufenen Gewinn-und Interesse an</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">dieser Stelle über 17 Millionen Euro. Mitte 2004 beauftragte er, dass</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">die Hauptforderung (12,4 Mio. Euro) liquidiert werden, weil er</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">notwendig sind, um eine dringende Investitionen erforderlich sind</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Barzahlungen in Hongkong und China. Wir haben in Verbindung mit einer</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Spezialbank in China, die Guangdong Development Bank (GDB), die</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">vereinbart, dieses Geld für eine Gebühr zu empfangen und zu Geld für</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">unsere Kunden. Allerdings Guangdong Development Bank nahm Kontakt mit</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">uns im vergangenen Jahr, dass dieses Geld hat nicht geltend gemacht</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">worden ist. Bei der weiteren Ermittlungen fanden wir heraus, dass er</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">bei einem Unfall auf dem chinesischen Festland, das heißt, er starb</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Testament beteiligt war. Er hat keine nächsten Angehörigen und der</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Grund, warum ich wende mich an Sie, weil Sie Namensträgern sind.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Was ich vorschlage, ist, dass seit ich einen exklusiven Zugang zu</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">seinem Dossier erhalten, sehen Sie machte die Empfänger dieser Gelder</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">werden. Meine Bank setzen uns mit Ihnen darüber informiert, dass Geld</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">für Sie gewollt. On-Überprüfung, die die Einzelheiten, die ich zur</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Verfügung stellen, meine Bank ist, wird meine Bank GDB anweisen,</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Zahlungen an Sie zu machen. Sie haben ihn nicht gekannt zu haben. Ich</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">weiß, das könnte ein bisschen schwer für dich, aber bitte glauben Sie</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">mir zu diesem Thema. Für alle Ihre Sorgen Ich schlage vor, dass wir</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">das Geld in zwei Hälften gespalten. Im Banken-Kreis in diesem Fall</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">jeder Zeit. Die andere Option ist, dass das Geld zurück an den Staat</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">zurückfallen wird. Nobody is getting hurt, das ist ein Leben lang</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Gelegenheit für uns. Ich halte den Schlüssel zu diesen Fonds, und als</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">ein Chinese National wir so viel Geld und die Mittel wieder neu</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">zugeordnet täglich. Ich möchte, dass uns die Kommunikation jetzt</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">streng nach den oben genannten Telefon-und Faxnummern zu halten.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Bitte wieder stelle ich bin ein Familienmensch, ich habe Frau und</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Kinder. Ich schicke Ihnen diese nicht ohne ein gewisses Maß an Angst-</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Mail über die Folgen t, aber ich weiß, dass nichts in mir ist nichts</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">gewagt und gewonnen, dass der Erfolg und Reichtum niemals einfach</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">oder auf einer Platte von Gold. Dies ist die eine Wahrheit, die ich</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">von meinem Private-Banking-Kunden gelernt. Verrate nicht mein</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Vertrauen. Wenn wir einmütig werden kann, sollten wir rasch auf</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">dieses Gesetz. Bitte entschuldigen Sie meine Schreibfehler. Please</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">get back to me umgehend per E-Mail-Adresse siehe oben.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Ich warte auf Ihre Antwort.</div>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 129px; width: 1px; height: 1px; overflow-x: hidden; overflow-y: hidden;">Suu Hong</div>
<blockquote><p><span style="font-weight: normal;">Von:  suuhong@mail2hongkong.com<br />
Betreff:  Compliments of the season!<br />
Datum:  6. Dezember 2009 00:53:20 MEZ<br />
An:  xxxxxx@xxxxxxx.xxx</span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">From The Desk of Suu Hong<br />
Email: suu_hong01@yahoo.com.hk</span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Maennig Jens Arne<br />
Industriestrasse 29 D-82194 Groebenzell &#8211; DE</span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Ich bin Suu Hong, Principal Assurance Manager für die Nanyang Bank in China. Ich bin in Kontakt mit Ihnen über das Gut von Maennig Jens Arne und Investitionen im Rahmen unserer Banken Verwaltung gestellt einigen Jahren ago. I würde höflich ersuchen, dass Sie die Inhalte dieser Meldung vertraulich zu behandeln und die Achtung der Integrität der Informationen Sie kommen mit dem als Ergebnis dieser Mail. Ich Sie unabhängig und niemand ist dieser Mitteilung informiert. Im Jahr 2003, den Gegenstand; Maennig Jens Arne kam zu unserer Bank, im Geschäft zu Gesprächen mit unseren Private-Banking-Sparte zu engagieren. Er teilte uns mit, dass er ein Finanz-Portfolio von zwölf Millionen Vierhundert hatte tausend Euro, die er haben wollte uns in seinem Namen zu investieren.</span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Basierend auf meinen Rat, wir das Geld drehte sich um verschiedene Möglichkeiten und machte attraktive Margen für unsere ersten Monaten seines Bestehens stand die aufgelaufenen Gewinn-und Interesse an dieser Stelle über 17 Millionen Euro. Mitte 2004 beauftragte er, dass die Hauptforderung (12,4 Mio. Euro) liquidiert werden, weil er notwendig sind, um eine dringende Investitionen erforderlich sind Barzahlungen in Hongkong und China. Wir haben in Verbindung mit einer Spezialbank in China, die Guangdong Development Bank (GDB), die vereinbart, dieses Geld für eine Gebühr zu empfangen und zu Geld für unsere Kunden. Allerdings Guangdong Development Bank nahm Kontakt mit uns im vergangenen Jahr, dass dieses Geld hat nicht geltend gemacht worden ist. Bei der weiteren Ermittlungen fanden wir heraus, dass er bei einem Unfall auf dem chinesischen Festland, das heißt, er starb Testament beteiligt war. Er hat keine nächsten Angehörigen und der Grund, warum ich wende mich an Sie, weil Sie Namensträgern sind.</span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Was ich vorschlage, ist, dass seit ich einen exklusiven Zugang zu seinem Dossier erhalten, sehen Sie machte die Empfänger dieser Gelder werden. Meine Bank setzen uns mit Ihnen darüber informiert, dass Geld für Sie gewollt. On-Überprüfung, die die Einzelheiten, die ich zur Verfügung stellen, meine Bank ist, wird meine Bank GDB anweisen, Zahlungen an Sie zu machen. Sie haben ihn nicht gekannt zu haben. Ich weiß, das könnte ein bisschen schwer für dich, aber bitte glauben Sie mir zu diesem Thema. Für alle Ihre Sorgen Ich schlage vor, dass wir das Geld in zwei Hälften gespalten. Im Banken-Kreis in diesem Fall jeder Zeit. Die andere Option ist, dass das Geld zurück an den Staat zurückfallen wird. Nobody is getting hurt, das ist ein Leben lang Gelegenheit für uns. Ich halte den Schlüssel zu diesen Fonds, und als ein Chinese National wir so viel Geld und die Mittel wieder neu zugeordnet täglich. Ich möchte, dass uns die Kommunikation jetzt streng nach den oben genannten Telefon-und Faxnummern zu halten.</span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Bitte wieder stelle ich bin ein Familienmensch, ich habe Frau und Kinder. Ich schicke Ihnen diese nicht ohne ein gewisses Maß an Angst-Mail über die Folgen t, aber ich weiß, dass nichts in mir ist nichts gewagt und gewonnen, dass der Erfolg und Reichtum niemals einfach oder auf einer Platte von Gold. Dies ist die eine Wahrheit, die ich von meinem Private-Banking-Kunden gelernt. Verrate nicht mein Vertrauen. Wenn wir einmütig werden kann, sollten wir rasch auf dieses Gesetz. Bitte entschuldigen Sie meine Schreibfehler. Please get back to me umgehend per E-Mail-Adresse siehe oben.</span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Ich warte auf Ihre Antwort.</span></p>
<p><span style="font-weight: normal;">Suu Hong</span></p></blockquote>
<p></strong></p>
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		<title>Rauchverbot: Ein demokratischer Stolperstein</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 13:58:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit vielen Jahren ist in der Lebensmittelverarbeitung das Rauchen aufgrund verschiedener Vorschriften und Verordnungen untersagt. Dies wird auch von einem Großteil der Tabakabhängigen, die in Deutschland immerhin noch fast ein Viertel der Gesamtbevölkerung stellen, für gut und richtig empfunden. Ebenso bestimmt die Arbeitsstättenverordnung, dass Arbeiter und Angestellte wirksam vor den Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch geschützt werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit vielen Jahren ist in der Lebensmittelverarbeitung das Rauchen aufgrund verschiedener Vorschriften und Verordnungen untersagt. Dies wird auch von einem Großteil der Tabakabhängigen, die in Deutschland immerhin noch fast ein Viertel der Gesamtbevölkerung stellen, für gut und richtig empfunden. Ebenso bestimmt die Arbeitsstättenverordnung, dass Arbeiter und Angestellte wirksam vor den Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch geschützt werden müssen. Auch dies wird von Rauchern, die vielleicht an ihren Arbeitsstätten gern selbst rauchen würden, noch akzeptiert, wenn auch bisweilen mit einigem Zähneknirschen.<span id="more-566"></span></p>
<p>Umso mehr erstaunt es, dass die Diskussion um Rauchverbote in der Gastronomie kein Ende nehmen will. In der Lebensmittelverarbeitung und am Arbeitsplatz wird eine rauchfreie Umgebung als selbstverständlich akzeptiert, aber wo Lebensmittel konsumiert werden und Menschen an der Theke und im Service ihrer Arbeit nachgehen, soll Tabakkonsum plötzlich unabdingbar, ja Teil der unverzichtbaren abendländischen Kultur sein?</p>
<p>Die Regierung des Freistaats Bayern bewies in dieser Sache nicht die vielzitierte <em>Liberalitas Bavariae</em>, sondern schlicht unfassbare Orientierungslosigkeit: Das zum 1. Januar 2008 in Kraft getretene strenge Rauchverbot wurde zunächst – von Politik und Ordnungsbehörden geduldet – mit Hilfe so genannter Raucherclubs massiv ausgehebelt, im August 2009 sogar weitgehend wieder außer Kraft gesetzt. Die Lobbyinteressen der Tabakindustrie und verschiedener dubioser Vereine hatten vorerst gesiegt.</p>
<p>Nun also das Volksbegehren, mit dem nach Wunsch der Initiatoren die ursprüngliche Rechtslage wieder hergestellt werden soll. Dass ausgerechnet eine Randgruppenpartei wie die ÖDP es schafft, 13,9 % der Wahlberechtigten zu mobilisieren, ist mehr als aussagekräftig. Schließlich hatte diese Partei bei der Bundestagswahl vor wenigen Wochen gerade mal 1,1 % der bayerischen Stimmen für sich verbuchen können. Der seit über 50 Jahren staatstragenden CSU und ihrem frisch gebackenen Koalitionspartner FDP bläst nicht nur der Wind der Basis, sondern auch der Wunsch nach guter Luft ganz gehörig ins Gesicht.</p>
<p>Die Regierenden geben sich jedoch bis jetzt desinteressiert oder bedeckt. Während der bayerische Innenminister Joachim Herrmann sich im Rundfunk dagegen ausspricht, den Gesetzesvorschlag des Volksbegehrens im Landtag zu übernehmen, lässt ein FDP-Vertreter nur lapidar wissen, man nehme zur Kenntnis, dass das Volksbegehren die Hürde der Mindestbeteiligung überschritten habe.</p>
<p>Wie geht‘s also weiter? Stimmt der Landtag dem vom Volksbegehren vorgeschlagenen Gesetzesentwurf nicht zu, so kommt es zu einem Volksentscheid, bei dem mit einfacher Mehrheit entschieden würde. Vor dem Hintergrund, dass nun aber einmal drei Viertel der Bayern Nichtraucher sind, sich eine rauchfreie Umgebung wünschen und dies bei einer freien und geheimen Wahl auch zu Ausdruck bringen werden, können Landtag und Staatsregierung bei einer basisdemokratischen Entscheidung nur verlieren.</p>
<p>Neben der Tatsache, dass sich durch einen Volksentscheid offenbaren würde, dass die Volksvertreter nicht im Sinne des Volkes zu entscheiden in der Lage sind, entstünden weitere, hohe Kosten für die Durchführung des Volksentscheids selbst. Regierung und Parlament wären also gut beraten, jetzt zurückzurudern, ihren Fehler zuzugeben und im Sinne der Bevölkerung zu entscheiden, bevor die Volksseele wirklich hochkocht und ihre demokratischen Vertreter ernsthaft in Frage stellt. Den eigenen Stolz jetzt zu überwinden, wäre sicher für die Regierungsparteien CSU und FDP das kleinere Übel.</p>
<p><em>Ganz bewusst habe ich mich in diesem Beitrag nicht mit der Argumentation beschäftigt, mit der die Debatte über Rauchverbote jetzt, wie auch seit vielen Jahren geführt wird. Wer sich dafür interessiert, findet eine große Zahl an fundierten Materialien und Informationen beim </em><a href="http://www.tabakkontrolle.de/"><em>WHO-Kollaborationszentrum Tabakkontrolle</em></a><em>.</em></p>
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		<title>Keine Freunde: Herr Männig und die GEZ</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 19:45:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunk]]></category>

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		<description><![CDATA[Fürs öffentlich-rechtliche Entertainment sind ja gemäß Staatsauftrag eigentlich die entsprechenden Rundfunkanstalten da. Nachdem diesen aber im achtundzwanzigsten Jahr von Wetten dass..? und im dreiundfünfzigsten des Eurovision Song Contests die Ideen auszugehen scheinen, muss die Unterhaltung des Rundfunkteilnehmers offenbar immer mehr deren Gebühreneinzugszentrale, kurz GEZ, übernehmen.

1. Akt
Seit vielen Jahren bin ich braver Gebührenzahler und fand auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fürs öffentlich-rechtliche Entertainment sind ja gemäß Staatsauftrag eigentlich die entsprechenden Rundfunkanstalten da. Nachdem diesen aber im achtundzwanzigsten Jahr von <em>Wetten dass..?</em> und im dreiundfünfzigsten des <em>Eurovision Song Contests</em> die Ideen auszugehen scheinen, muss die Unterhaltung des Rundfunkteilnehmers offenbar immer mehr deren Gebühreneinzugszentrale, kurz GEZ, übernehmen.<br />
<span id="more-549"></span></p>
<p><strong>1. Akt</strong></p>
<p>Seit vielen Jahren bin ich braver Gebührenzahler und fand auch die regelmäßigen Schreiben der öffentlich-rechtlichen Verwaltungsgemeinschaft der hoheitlichen Radio- und Fernsehversorger bislang eher lustig. Als langjährig Selbständiger ist man da ja einiges gewöhnt: Kaum ist ein Unternehmen gegründet, also beim zuständigen Gewerbeamt angemeldet, hagelt es Drohbriefe von der GEZ, weil sich die dortigen Amtsschimmel natürlich überhaupt nicht vorstellen können, dass die umfangreiche Ausstattung mit Rundfunkempfangsgeräten nicht das erste ist, was man bei der Gründung mit voller Energie angeht.</p>
<p>Als ich – als Privatperson – der GEZ vor einigen Jahren mitteilte, dass ich keinen Fernseher mehr besäße und daher nur noch die Rundfunkgebühren für ein Radiogerät zu entrichten gedachte, kam man diesem Wunsch auch unverzüglich und ohne Umschweife entgegen. Zugegeben: Die von mir angegebenen Gründe waren stichhaltig, gab ich doch an, meine Ehefrau habe sich von mir getrennt und beim Auszug den Fernseher gleich mitgenommen, was überdies den Tatsachen entsprach. Seit dieser Zeit zahlte ich also nur noch für das Radio, und den Fernseher habe ich auch nie vermisst.</p>
<p>Einige Zeit und einige der bekannten, eskalierenden Drei-Stufen-Mailings der GEZ an meine damals zwei Unternehmen gingen ins Land. Natürlich blieben die Mailings der GEZ stets unbeantwortet, verfügten die Unternehmen doch über keine Rundfunkgeräte und waren aus diesem Grunde nicht auskunftspflichtig im Sinne des Rundfunkgebührenstaatsvertrags. Denn merke: Nur wer Empfangsgeräte bereithält, muss der GEZ Auskünfte erteilen. Hat man keine, so schweigt man auf alle Anfragen – selbstverständlich völlig den rechtlichen Regelungen entsprechend – wie ein Grab.</p>
<p>Irgendwann rief dann aber tatsächlich eine Dame von der GEZ bei mir an. Keiner der berüchtigten Außendienstmitarbeiter, sondern wirklich eine Mitarbeiterin der GEZ-Zentrale, erkennbar an der übermittelten Kölner Rufnummer im Display meines Telefons. Es könne doch nicht sein, warf mir die Sachbearbeiterin vor, dass eine GmbH keine Rundfunkempfangsgeräte bereithalte. Ich bestätigte ihr, dass dies aber genau so sei, woraufhin sie sofort verschiedene andere Möglichkeiten auslotete, um an Einnahmen für die Rundfunkanstalten zu gelangen.</p>
<p>Schließlich fragte sie mich, ob ich nicht in meiner Tätigkeit als GmbH-Geschäftsführer hin und wieder mit einem Auto unterwegs sei, was ich bejahte. »Dann muss ihr Unternehmen«, jubelte die GEZ-Dame, »für das Radio in diesem Auto Gebühren zahlen!« Ich erwiderte ihr, das es das nicht müsse, da es sich um mein Privatauto handle, für das ich als Privatperson Rundfunkgebühren entrichte, und gemäß <a href="http://www.gez.de/e160/e161/e392/Staatsvertrag.pdf">Rundfunkgebührenstaatsvertrag</a> sei schließlich die doppelte Gebührenerhebung für ein einziges Empfangsgerät ausgeschlossen.</p>
<p>Nach kurzer Stille, offensichtlich hatte ich sie ins Grübeln gebracht, rief sie aus, dass ich ja dann meine Anmeldung des Autoradios völlig falsch getätigt hätte. Nicht ich als Privatperson, sondern die GmbH hätte die Rundfunkgebühren zu entrichten. Das könne aber nicht sein, erwiderte ich, denn laut Rundfunkgebührenstaatsvertrag sei stets der Halter eines Kraftfahrzeugs für ein darin eingebautes Empfangsgerät rundfunkgebührenpflichtig.</p>
<p>Nein, ließ mich meine neue Freundin wissen, in diesem Fall sei das eine Ausnahme, das stände nur im Staatsvertrag nicht so drin, aber das müsse da dringend geändert werden. Nachdem mir bestätigt worden war, dass die Gebühren – ob privat oder geschäftlich – die gleichen seien, wurde also der entsprechende Staatsakt getätigt: In zwei getrennten Schreiben, die ich wenige Tage später von der GEZ erhielt, wurde mir mitgeteilt, dass die Privatperson Jens Arne Männig von nun kein kein Rundfunkgebührenpflichtiger mehr sei (weitere Radiogeräte besaß ich damals nicht), dafür jedoch die GmbH, deren Geschäftsführer ich war. Das eine Rundfunkgebührenkonto wurde geschlossen, ein neues, mit neuer Rundfunkteilnehmernummer eröffnet.</p>
<p>So weit, so gut wäre es damit gewesen, hätte ich nicht kurze Zeit später mein Auto verkauft, weil ich festgestellt hatte, dass mich die Bahn und dann und wann ein Mietwagen in aller Regel schneller und stressfreier zum Ziel brachten. Da ich ein pflichtbewusster Staatsbürger bin, hatte ich mir gleichzeitig wieder ein tragbares Radio angeschafft. Unsere Katastrophenschutz- und Ordnungsbehörden empfehlen ja so etwas, für den Fall hin und wieder auftretender Krisensituationen.</p>
<p>Ich teilte also der GEZ ordnungsgemäß und entsprechend Rundfunkgebührenstaatsvertrag mit, dass ich nun nicht mehr als GmbH-Geschäftsführer Autoradio hören könne, daher die Gebührenpflicht der GmbH erloschen sei, ich jedoch mittlerweile wieder ein Empfangsgerät im trauten Heim besäße. Die Reaktion kam prompt und wiederum in zwei getrennten Schreiben: Die Rundfunkgebührenpflicht der GmbH wurde aufgehoben, gleichzeitig mir als Privatperson wieder meine alte Rundfunkteilnehmer zugeteilt, Rest- und neue Forderungen hin- und hergebucht, zurücküberwiesen und neu eingefordert.</p>
<p>Und alles war gut.</p>
<p><strong>2. Akt</strong></p>
<p>Zumindest war so lange alles gut, bis ich vor einiger Zeit beschloss, mit meiner Freundin zusammen zu ziehen. Die wundervollste Frau des Planeten ist ebenfalls eine gesetzestreue und verantwortungsvolle Staatsbürgerin und entrichtet daher selbstverständlich auch ihre Rundfunkgebühren vollständig und regelmäßig. Sogar für einen Fernseher, den sie besitzt, der aber in der Ecke verstaubt, weil ihr das gebotene Programm ebenso wenig wie mir zusagt, so dass er, so konnte rekonstruiert werden, im Herbst 2007 zuletzt benutzt wurde.</p>
<p>Aus zwei Haushalten wurde also einer, mit, soweit das Interesse der GEZ tangiert wurde, einem Fernsehgerät, zwei Radiogeräten und einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neuartige_Rundfunkempfangsgeräte">neuartigen Rundfunkempfangsgerät</a>, vulgo Computer. Alles gemeinsam genutzt und in gemeinsam genutzten Räumen. Da meine Liebste weiterhin ihre Rundfunkgebühren brav zu entrichten gedachte, meldete ich mein bis dahin vorhandenes Radio ordnungsgemäß bei der GEZ ab. Denn wir erinnern uns: Gemäß Rundfunkgebührenstaatsvertrag können für ein Gerät nur einmal Gebühren erhoben werden. Mit gleichem Schreiben teilte ich der GEZ meine neue Anschrift mit.</p>
<p>Schon vier Wochen später traf eine Antwort der Gebühreneinzugszentrale ein. Mit etwas Verspätung, denn man hatte sie an meine <em>alte</em> Anschrift geschickt, nicht an die neue, die im Schreiben, auf das die GEZ Bezug nahm, mehrfach angegeben war. Es handelte sich um einen Formbrief, der keinerlei Reaktion auf die Abmeldung meiner Rundfunkgeräte, oder besser, meines Rundfunkgeräts darstellte, sondern die eine Auflistung meiner Rechte und Pflichten als <em>Rundfunkgebührenzahler in einer eheähnlichen Gemeinschaft</em> darstellte. Angehängt an dieses Schreiben war ein zweiseitiger Fragebogen, mit dem ich insbesondere zu einer ganzen Reihe persönlicher Daten meiner Lebensgefährtin Angaben machen sollte:</p>
<blockquote><p>Die Teilnehmernummer meiner Lebensgefährtin lautet: ________<br />
Name, Vorname: ____________________Geburtsdatum: ________<br />
Straße, Haus-Nr.: ______________________________________<br />
PLZ, Ort: ____________________________________________</p></blockquote>
<p>Über diese Ansinnen etwas erstaunt, teilte ich der GEZ am folgenden Tag, dem 2009-09-30, mit:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>mit Formularschreiben vom 2009-09-03 habe ich meine Geräte abgemeldet, da ich umgezogen bin und nun mit meiner Lebenspartnerin eine eheähnliche Gemeinschaft bilde, in der ausschließlich gemeinsam genutzte Geräte vorhanden sind, für die meine Lebenspartnerin bereits die Gebührenpflicht erfüllt. Gleichzeitig habe ich ihnen in diesem Formularschreiben meine neue Anschrift mitgeteilt.</p>
<p>Gestern erreichte mich auf dem Weg eines Nachsendeantrags mit einigen Tagen Verzögerung Ihr aus unerfindlichen Gründen noch an meine alte Wohnadresse gerichtetes Schreiben. Darin klären Sie mich über einige rechtliche Grundlagen auf, die mir, wie Sie ja aus der Begründung meiner Abmeldung vom 2009-09-03 ersehen können, längst bekannt waren.</p>
<p>Gleichzeitig fordern Sie verschiedene weitere Daten und Angaben an, „um den Sachverhalt abschließend bearbeiten zu können“. Diese Anforderung weiterer Informationen entbehrt jedoch jeglicher rechtlicher Grundlage. Gemäß § 3 Abs. 1 Rundfunkgebührenstaatsvertrag (RGebStV) besteht keinerlei Anzeigepflicht für Zweitgeräte entsprechend § 5 Abs. 1 und neuartige Rundfunkempfangsgeräte entsprechend § 5 Abs. 3 RGebStV. Vorhandene Erstgeräte sind, wie ich Ihnen ja bereits mitgeteilt hatte, bereits vor einigen Jahren von meiner Lebenspartnerin angemeldet worden und werden bei Ihrem Unternehmen seither entsprechend geführt.</p>
<p>Mit Erstaunen habe ich insbesondere auch Ihren Wunsch zur Kenntnis genommen, die Teilnehmernummer und weitere persönliche Daten meiner Lebenspartnerin von mir genannt zu bekommen. Wie Ihnen sicherlich bekannt ist, sind persönliche Daten gemäß § 4 Abs. 2 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) personenbezogene Daten beim Betroffenen zu erheben. Auch die Regelungen des RGebStV sehen keine Ausnahme von dieser Datenschutzbestimmung vor. Bitte haben Sie also Verständnis, dass ich Ihrem Wunsch nach Offenlegung der persönlichen Daten Dritter nicht nachkommen kann.</p>
<p>An dieser Stelle mache ich unter Hinweis auf §§ 19, 34 BDSG folgende Auskunftsansprüche geltend:</p>
<p>- Über welche gespeicherten Daten zu meiner Person verfügen Sie? Woher stammen diese Daten?<br />
- An welche Empfänger oder sonstige Stellen wurden bzw. werden diese Daten weiter gegeben?<br />
- Zu welchem Zweck erfolgt die Speicherung?</p>
<p>Abschließend möchte ich noch einmal betonen, dass ich nicht, wie Sie in Ihrem Schreiben vom 2009-09-21 erwähnen, meine Rundfunkgeräte abmelden möchte, sondern dass ich meine Rundfunkgeräte bereits mit Schreiben vom 2009-09-03 rechtsgültig abgemeldet habe. Daher bitte ich Sie nunmehr dringend, mir diese Abmeldung schriftlich zu bestätigen und das entsprechende Teilnehmerkonto zu löschen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
&#8230;</p></blockquote>
<p>Dass die Mühlen der Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland trefflich fein, jedoch langsam mahlen, war mir ja schon bekannt, und so erreichte mich schon gute sieben Wochen später eine Antwort der <em>nicht rechtsfähigen Verwaltungsgemeinschaft</em> GEZ. Und diesmal kein Formbrief, sondern ein individuelles Schreiben mit grünem GEZ-Logo und persönlicher Unterschrift eines Sachbearbeiters. Alle Insignien also, die beweisen, dass man es nun wirklich in den Olymp der Rundfunkgebührenzahler geschafft hat. Der unterzeichnende Mitarbeiter der Datenschutzbeauftragten der GEZ entschuldigt sich auch sogleich:</p>
<blockquote><p>Wegen zeitweise erhöhten Posteingangs und einiger Bearbeitungsengpässe in dem Bereich der Sachbearbeitung ist der Vorgang leider erst vor kurzem eingegangen. Für die deswegen verzögerte Stellungnahme bitten wir um Nachsicht.</p></blockquote>
<p>Bearbeitungsengpässe im Bereich der Sachbearbeitung? Da zuckt der Staatsbürger natürlich zusammen, sagt es doch nichts anderes aus, als dass die GEZ demnächst ihr Personal aufzustocken gedenkt, wodurch sich die Verwaltungskosten und in Folge auch die Rundfunkgebühren erhöhen werden. Der Sachbearbeiter entschuldigt sich sogar noch für die den Versand des vorigen Schreibens an die falsche Adresse, da »die neue Anschrift noch nicht zum Teilnehmerkonto vermerkt« gewesen sei (Ja, wann machen die das denn normalerweise?), dann geht es munter mit Textbausteinen weiter. Kopieren und Einsetzen ist aber nun mal nicht jedermanns Sache, und so muss man schon auch mal auf ganze Satzteile verzichten:</p>
<blockquote><p>§ 4 Abs. 5 RGebStV auszugsweise Folgendes: &#8220;Die zuständige Rundfunkanstalt kann vom Rundfunkteilnehmer &#8230;.. Auskunft über diejenigen Tatsachen verlangen, die Grund, Höhe und Zeitraum seiner Gebührenpflicht betreffen. Die Auskunft kann auch von Personen verlangt werden, die mit den in Satz 1 genannten Personen in häuslicher Gemeinschaft leben.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ja, dieser Passus des Rundfunkgebührenstaatsvertrags war mir bekannt, und ich glaubte auch, ihn verstanden zu haben. Dennoch wird er mir noch einmal erläutert, oder besser, seine Interpretation durch die GEZ-Sachbearbeitung:</p>
<blockquote><p>Nach dem Rundfunkgebührenstaatsvertrag besteht folglich nicht nur ein Auskunftsanspruch gegenüber dem Rundfunkteilnehmer, sondern auch gegenüber jedem Haushaltsangehörigen, auch wenn dieser selbst nicht Eigentümer der Rundfunkgeräte ist. Dieser Auskunftsanspruch bezieht sich u. a. darauf, durch wen in einem bestehenden Haushalt, in dem Rundfunkgeräte zum Empfang bereitgehalten werden, die Rundfunkgebühren entrichtet werden. Selbstverständlich kann eine Geräteabmeldung mit Hinweis darauf, dass ein anderer Haushaltsangehöriger die Rundfunkgebühren entrichtet, nur vorgenommen werden, wenn uns zumindest die entsprechende Teilnehmernummer genannt wird.</p>
<p>Im Übrigen bitten wir zu bedenken, dass Sie uns mit der Nennung der Teilnehmernummer oder des Namens Ihrer Lebensgefährtin keine gänzlich neuen Daten übermitteln, denn offensichtlich ist Ihre Lebensgefährtin ja ordnungsgemäß als Rundfunkteilnehmerin bei uns gemeldet.</p></blockquote>
<p>Der Schluss »Wir kennen ja Ihre Lebensgefährtin ohnehin schon, also übermitteln Sie uns ja keine (neuen) Daten« erschließt sich mir aber einmal mehr nur höchst unvollständig. Wenn die GEZ die Daten meiner Lebensgefährtin kennt, warum besteht sie dann mit solcher Inbrunst darauf, ihre Teilnehmernummer, Name, Vorname und vollständige Anschrift von mir noch einmal zu erfahren? Gewisse intellektuelle Fähigkeiten vorausgesetzt, ließe sich zumindest aus meiner Anschrift und der Tatsache, dass wir in einer gemeinsamen Wohnung leben, die Adresse meiner Lebensgefährtin rückschließen.</p>
<p>Dass ich selbst auskunftspflichtig bin, ist mir wohl bekannt. Genau deshalb habe ich der GEZ ja mitgeteilt, dass ich selbst keine eigenen Geräte mehr besitze, sondern nur noch Geräte im gemeinsamen Haushalt nutze, für die bereits von anderer Seite Rundfunkgebühren gezahlt werden. Auf welcher Grundlage ich selbst die persönlichen Daten Dritter bei der GEZ zu melden haben sollte, kann ich auch nach nochmaliger Lektüre von Rundfunkgebührenstaatsvertrag und Bundesdatenschutzgesetz noch immer nicht nachvollziehen.</p>
<p>Nun bin ich ja, als zwar interessierter Staatsbürger aber dennoch juristischer Laie, von steten Selbstzweifeln geplagt, und daher ist es für mich schon ungemein tröstlich, dass auch wirkliche Fachleute den Sachverhalt ähnlich einschätzen wie ich. Auf den Internetseiten des renommierten <a href="https://www.datenschutzzentrum.de/faq/gez.htm#7">Unabhängigen Datenschutzzentrums Schleswig-Holstein</a> heißt es beispielsweise:</p>
<blockquote><p>Datenschutzrechtlich problematisch ist dabei vor allem die Art und Weise, in welcher die GEZ versucht, bei der Abmeldung die Daten dritter Personen, mit denen der Gebührenpflichtige zusammenzieht oder an die er seine Geräte weitergegeben hat, zu erheben. Durch die Gestaltung und Formulierungen in den entsprechenden Fragebögen werden die Betroffenen geradezu gedrängt, Daten Dritter preiszugeben. Tatsächlich besteht dazu aber keinerlei rechtliche Verpflichtung; vielmehr ist die Erhebung der Daten hinter dem Rücken der betroffenen Personen datenschutzrechtlich in der Regel unzulässig. Es muss also nicht mitgeteilt werden, mit wem man zusammenzieht oder an wen man das Radio verschenkt hat.</p></blockquote>
<p>Umgehend werde ich also meinem mittlerweile vorhandenen persönlichen Ansprechpartner bei der Gebühreneinzugszentrale mitteilen, dass seine Ausführungen meine Bedenken leider nicht vollumfänglich ausräumen konnten, und dass man mich doch bitte wissen lassen möge, auf welcher konkreten, rechtlichen Grundlage man denn nun wirklich diese Auskünfte, die einen Dritten betreffen, einfordert. Dieses Schreiben wird die GEZ wie stets per einschreiben mit Rückschein erhalten, da ansonsten die Chance einer Antwort erfahrungsgemäß wesentlich geringer ausfällt. Und weil es oft wesentlich schwieriger ist, Geld zurückholen als es gleich zu behalten, habe ich die Einzugsermächtigung, die ich der GEZ vor langer Zeit in meinem staatsbürgerlichen Wohlwollen erteilt hatte, natürlich längst widerrufen.</p>
<p>Was ich jedem, der sich bis hierher durchgequält hat, nur empfehlen kann, ist die Abfrage seiner bei der Gebühreneinzugszentrale gespeicherten Daten. Neben seinen Namen (!) und Adressen der letzten 10 Jahre findet man dort nämlich einen Posten mit der Bezeichnung »Seit Beginn der Bestandsführung bei der GEZ aufgelaufene Gebühren«. Diesen Betrag möge man in Relation zum entsprechenden Zeitraum setzen und sich dann fragen, ob es das wert war. Falls nicht, läge es nahe, entsprechende Schritte im Rahmen unseres demokratischen Systems anzuregen, die zu einer Verbesserung der Struktur der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und deren Finanzierung führen könnten.</p>
<p><em>Ihr habt auch Erfahrungen mit der GEZ gemacht? Ich bin gespannt und freue mich auf einen Austausch. Und soviel sei schon angedroht: Meine Berichterstattung hier wird  mit dem 3. Akt fortgesetzt, sobald es etwas Neues gibt.</em></p>
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		<title>Vor 20 Jahren</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 08:27:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Abend des 9. November 1989 komme ich erst spät zurück in das kleine Hotel in Antibes an der der Côte d&#8217;Azur, in dem ich mich für einige Tage eingemietet habe.
»Und, was halten Sie als Deutscher davon?«, fragt mich der Nachtportier, als ich meinen Zimmerschlüssel entgegennehme.
»Halte ich wovon?«, frage ich zurück.
»Na, dass die Mauer weg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Abend des 9. November 1989 komme ich erst spät zurück in das kleine Hotel in Antibes an der der Côte d&#8217;Azur, in dem ich mich für einige Tage eingemietet habe.<br />
»Und, was halten Sie als Deutscher davon?«, fragt mich der Nachtportier, als ich meinen Zimmerschlüssel entgegennehme.<br />
»Halte ich wovon?«, frage ich zurück.<br />
»Na, dass die Mauer weg ist.«<br />
»Ist doch gut so.«, murmle ich und denke für mich, dass dieser Mensch wohl etwas völlig falsch verstanden haben muss.<br />
Zwei Tage später, wieder in Deutschland, sehe ich zwischen Lindau und München immer wieder defekte Wartburgs und Trabants am Straßenrand und überlege mir, ob hier nicht doch etwas Wundersames passiert ist.</p>
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		<title>Lesen. Mit Kindern.</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 16:52:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die hängen doch sowieso nur die ganze Zeit vor dem Fernseher oder vor dem Computer rum. Klar, wie sollen sie auch anders, wenn sie bei ihren Freunden, aber auch und vor allem bei ihren Eltern nichts anderes sehen. Die Empfehlung Nimm dir doch ein gutes Buch nützt herzlich wenig, wenn sie nicht vorgelebt wird. Noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die hängen doch sowieso nur die ganze Zeit vor dem Fernseher oder vor dem Computer rum.</em> Klar, wie sollen sie auch anders, wenn sie bei ihren Freunden, aber auch und vor allem bei ihren Eltern nichts anderes sehen. Die Empfehlung <em>Nimm dir doch ein gutes Buch</em> nützt herzlich wenig, wenn sie nicht vorgelebt wird. Noch besser: Man kann es auch gemeinsam tun, auch wenn der Nachwuchs selbst schon im lesefähigen Alter ist.</p>
<p><span id="more-528"></span> Ein Buch, das mich selbst sehr begeistert hat und das mich über mehr als 30 Jahre immer wieder begleitet, ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_M._Pirsig">Robert M. Pirsigs</a> <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Zen_and_the_Art_of_Motorcycle_Maintenance:_An_Inquiry_into_Values">Zen and the Art of Motorcycle Maintainance</a> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zen_und_die_Kunst_ein_Motorrad_zu_warten">Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten</a>). Im Alter von sechzehn Jahren hörte ich im Radio davon, bekam es zum siebzehnten Geburtstag geschenkt, las es und verstand – zunächst einmal fast nichts. Mit jedem Lesen aber etwas mehr. Und selbst heute entdecke ich immer wieder etwas Neues darin.</p>
<p>Theoretisches und Philosophisches, aber auch ganz handfeste Dinge fürs tägliche Leben. Beispielsweise beschreibt Pirsig sehr detailliert seine Packliste für die gemeinsame Motorradreise mit seinem damals elfjährigen Sohn Chris. Und dabei streift er nur kurz die Art und Weise, wie er mit seinem Kind zusammen liest und und lernt. Ein Lernen nicht nur fürs Kind:</p>
<blockquote><p>A copy of <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Henry_David_Thoreau">Thoreau</a>&#8217;s <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Walden">Walden</a> which Chris has never heard and which can be read a hundred times without exhaustion.  I try always to pick a book far over his head and read it as a basis for questions and answers, rather than without interruption.  I read a sentence or two, wait for him to come up with his usual barrage of questions, answer them, then read another sentence or two.  Classics read well this way.  They must be written this way.  Sometimes we have spent a whole evening reading and talking and discovered we have only covered two or three pages.  It&#8217;s a form of reading done a century ago when <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chautauqua">Chautauquas</a> were popular. Unless you&#8217;ve tried it you can&#8217;t imagine how pleasant it is to do it this way.</p></blockquote>
<p>Früher fand ich das interessant. Seit ich selbst Kinder habe, versuche ich, es auch so zu praktizieren. Und in der Tat: Es funktioniert und es liefert einem auch als Erwachsenen viele neue Einblicke und Eindrücke, die durch die Kinder an einen herangetragen werden. Thoreaus Walden zu lesen, ist sicherlich ein exzellenter Ansatz. Funktionieren tut das ganze aber auch mit aktuelleren Sachbüchern, wie ich gerade heute gemeinsam mit meinem zwölfjährigen Sohn anhand der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Grenzen_des_Wachstums#2004:_Das_30-Jahre-Update">Grenzen des Wachstums – das 30-Jahre-Update</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dennis_L._Meadows">Meadows</a> et al. festgestellt habe.</p>
<p>Viel Spaß beim Nachmachen!</p>
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