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		<title>Flattr: Eine kleine Kalkulation</title>
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		<pubDate>Thu, 23 May 2013 15:15:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer wieder werde ich auf das internetbasierte Zahlungssystem Flattr hingewiesen, lasse mir erklären, welch tolles Angelegenheit dies doch sei und wie schön es sei, Blogger und wen auch immer per Mausklick mit Kleinbeträgen zu bedenken und selbst ebensolche von Lesern der eigenen Elaborate zu erhalten. Die Mehrheit der begeisterten Flattrer gibt an, sich die Einnahmen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Immer wieder werde ich auf das internetbasierte Zahlungssystem Flattr hingewiesen, lasse mir erklären, welch tolles Angelegenheit dies doch sei und wie schön es sei, Blogger und wen auch immer per Mausklick mit Kleinbeträgen zu bedenken und selbst ebensolche von Lesern der eigenen Elaborate zu erhalten.<span id="more-6669"></span> Die Mehrheit der begeisterten Flattrer gibt an, sich die Einnahmen aus dem System gar nicht auszahlen zu lassen, sondern gleich wieder in Flattr – per Klick hier und Klick da – an andere Teilnehmer des Systems weiterzureichen.</p>

<p>Allein, der Charme dieses Systems erschließt sich mir auch nach wiederholtem Überdenken und unter Zuhilfenahme meiner etwas angegrauten Kenntnisse in Betriebswirtschaft und wirtschaftlichem Rechnungswesen noch immer nicht. Gehen wir doch einfach exemplarisch einmal von einem Neu-Flattrer aus, der im Januar eines Jahres mit 25 Euro in das Zahlungssystem einsteigt. Nehmen wir der Einfachheit halber außerdem an, dass unser Flattrer in jedem Monat stets den gleichen Betrag über Flattr einnimmt, den er selbst mit seinen Klicks verflattrt. Die Flattr-Gebühren auf alle Einnahmen betragen 10 %. Daraus ergibt sich folgende Rechnung:</p>

<table>
<thead>
<tr>
  <th>Monat</th>
  <th>verflattrt</th>
  <th>Einn. brutto</th>
  <th>10% Gebühr</th>
  <th>Einn. netto</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
  <td>Januar</td>
  <td>25,00</td>
  <td>25,00</td>
  <td>2,50</td>
  <td>22,50</td>
</tr>
<tr>
  <td>Februar</td>
  <td>22,50</td>
  <td>22,50</td>
  <td>2,25</td>
  <td>20,25</td>
</tr>
<tr>
  <td>März</td>
  <td>20,25</td>
  <td>20,25</td>
  <td>2,03</td>
  <td>18,23</td>
</tr>
<tr>
  <td>April</td>
  <td>18,23</td>
  <td>18,23</td>
  <td>1,82</td>
  <td>16,40</td>
</tr>
<tr>
  <td>Mai</td>
  <td>16,40</td>
  <td>16,40</td>
  <td>1,64</td>
  <td>14,76</td>
</tr>
<tr>
  <td>Juni</td>
  <td>14,76</td>
  <td>14,76</td>
  <td>1,48</td>
  <td>13,29</td>
</tr>
<tr>
  <td>Juli</td>
  <td>13,29</td>
  <td>13,29</td>
  <td>1,33</td>
  <td>11,96</td>
</tr>
<tr>
  <td>August</td>
  <td>11,96</td>
  <td>11,96</td>
  <td>1,20</td>
  <td>10,76</td>
</tr>
<tr>
  <td>September</td>
  <td>10,76</td>
  <td>10,76</td>
  <td>1,08</td>
  <td>9,69</td>
</tr>
<tr>
  <td>Oktober</td>
  <td>9,69</td>
  <td>9,69</td>
  <td>0,97</td>
  <td>8,72</td>
</tr>
<tr>
  <td>November</td>
  <td>8,72</td>
  <td>8,72</td>
  <td>0,87</td>
  <td>7,85</td>
</tr>
<tr>
  <td>Dezember</td>
  <td>7,85</td>
  <td>7,85</td>
  <td>0,78</td>
  <td>7,06</td>
</tr>
</tbody>
</table>

<p>Ende Dezember, also binnen eines Jahres, hat unser Flattrer also von seinen ursprünglichen 25 Euro noch genau 7,06 Euro, und der Rest in Höhe von 17,04 Euro ist nicht etwa bei anderen Teilnehmern des Systems gelandet, sondern wurde bei der Flattr AS in Schweden als Einnahmen verbucht. Und diese Rechnung dürfte für den Großteil der Flattrer noch optimistisch sein, ziehen doch einige Großblogger und -podcaster, die oft mit Flattr-Klicks bedacht werden, hin und wieder noch etwas Geld aus dem System.</p>

<p>Kann mir vor dem Hintergrund dieser Kalkulation jemand erklären, wo mein Denkfehler liegt oder was an diesem System so vorteilhaft für die Nutzer ist?</p>
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		<title>1 % Inspiration</title>
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		<pubDate>Mon, 20 May 2013 12:46:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Getränke]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Spätestens, seit bekannt ist, dass man mit Gummibeerchensaft, der Flügel verleiht, steinreich werden kann, weiß man auch, dass die Österreicher weltweit führend im Bereich der Getränkeinnovationen sind. Klar, dass da alles mithalten will, was Rang und Namen hat. So zum Beispiel die Coca-Cola HBC, die zu diesem Zweck vor zehn Jahren in der Alpenrepublik den [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Spätestens, seit bekannt ist, dass man mit Gummibeerchensaft, der Flügel verleiht, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_Mateschitz">steinreich</a> werden kann, weiß man auch, dass die Österreicher weltweit führend im Bereich der Getränkeinnovationen sind. Klar, dass da alles mithalten will, was Rang und Namen hat.<span id="more-6653"></span> So zum Beispiel die <em>Coca-Cola HBC</em>, die zu diesem Zweck vor zehn Jahren in der Alpenrepublik den Wasserabfüllbetrieb <em>Römerquelle</em> übernommen hat. Unter dieser Dachmarke bringt Coca-Cola heute eine ganze Reihe geschmacklich eingefärbter Mineralwässer in 0,5-Liter-Plastikfläschchen auf den Markt, die unter dem Label <em>emotion</em> firmieren.</p>

<p>Gestern bekam ich die Sorte <em>Brombeere-Limette</em> in die Hand und war überrascht: Das Zeug schmeckte gar nicht so schlecht. Verwunderung kommt allerdings auf, wenn man sich die Aufschriften des Flaschenetiketts etwas genauer zu Gemüte führt. <em>Natürlich 100 % Geschmack</em> <a href="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/05/emotion_vorn.jpg" title="Vorderetikett Römerquelle emotion brombeere | limette">prangt da auf der Vorderseite</a> und besonders beeindruckend: <em>Inspiriert den Geist</em>. Wie das bewerkstelligt werden soll oder wie das eine aus dem anderen folgt, das <a href="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/05/emotion_hinten.jpg" title="Rückenetikett Römerquelle emotion brombeere | limette">erfährt man auf der Rückseite</a>:</p>

<blockquote>
  <p>Die schöne süß-fruchtige Brombeere war bereits zu Hippokrates Zeiten bekannt. Kombiniert mit der erfrischenden Limette sorgt sie für einen köstlichen Geschmack und <strong>inspiriert den Geist</strong>.</p>
</blockquote>

<p>Dass man Brombeeren bereits um 400 v. Chr. kannte, als Hippokrates lebte, ist sicherlich nicht falsch. Was aber genau hat Hippokrates jetzt mit der Brombeere zu tun? Hierzu hat sich schon im Jahr 1824 der Heidelberger Medizinprofessor Dr. Johann Heinrich Dierbach Gedanken gemacht. Er analysierte die überlieferten Schriften des Hippokrates erstmals systematisch und schreibt in seinem Werk <a href="http://books.google.de/books?id=JaI8AAAAcAAJ&amp;pg=PA44&amp;lpg=PA44&amp;dq=hippokrates+Brombeere&amp;source=bl&amp;ots=PhydkKMjkY&amp;sig=agY8ctpX-Qe5vwjekoHg7DTjgJ0&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ei=GFOZUbK_J4bS9gTsu4CACw&amp;ved=0CDgQ6AEwAQ#v=onepage&amp;q=hippokrates%20Brombeere&amp;f=false"><em>Die Arzneimittel des Hippokrates oder Versuch einer systematischen Aufzählung der in allen hippokratischen Aufzeichnungen vorkommenden Medikamenten</em></a>:</p>

<blockquote>
  <p>In den meisten Ländern Europas wachsen mehrere Brombeer-Arten, wovon die gemeinste die große schwarze [Rubus fruticosus L.] ist, die man gewöhnlich versteht, wenn man von Brombeeren ohne weiteren Zusatz spricht. Die Früchte scheinen als Speise von den Griechen wenig geachtet worden zu seyn, indem in diätetischer Hinsicht im Ganzen sehr wenig und in den hippokratischen Büchern gar nichts von ihnen vorkommt.</p>
</blockquote>

<p>Fehlanzeige also, was den Zusammenhang zwischen Hippokrates und der Brombeere betrifft. Aber zu erwähnen, dass die Frucht schon zu Zeiten Hippokrates&#8217; bekannt war, klingt immerhin besser, als wenn man schriebe, dass die Brombeere schon zu Zeiten Neros, Vlad Draculas oder Hitlers bekannt war. All dies ist zwar genauso wahr, hat aber längst nicht einen so schönen Gesundheits-Unterton, als wenn man den in diesem Fall völlig an den Haaren herbeigezogenen Hippokrates erwähnt. Weiter also auf der Rückseite des Getränks in der PET-Flasche, das den Geist inspiriert. Wir lesen:</p>

<blockquote>
  <p><strong>Zutaten:</strong> Natürliches Mineralwasser, Fruktosesirup, Brombeersaft aus entfärbtem Brombeersaftkonzentrat (1%), Limettensaft aus Limettensaftkonzentrat (1%), Kohlensäure, Säuerungsmittel Zitronensäure, natürliches Aroma.</p>
</blockquote>

<p>Die inspirierende Brombeere ist also in diesem Getränk zu einem ganzen Hundertstel des Gesamtinhalts vorhanden. Dies noch dazu in einer Form, die nur noch im entferntesten an das Ursprungsprodukt erinnert: Gepresst, eingedickt, entfärbt und schließlich wieder mit Wasser verdünnt. Was also bleibt, ist ein ganzes Prozent der geistigen Inspiration, die dem Käufer auf der Verpackung versprochen wird – das allerdings auch nur dann, wenn man an dieses frei erfundene Versprechen des Coca-Cola-Römerquelle-Werbetexters glauben mag.</p>

<p>Es steht zu vermuten, dass die Werbeagentur des Getränkeherstellers ihre geistige Inspiration selbst aus diesem Getränk bezieht.</p>

<p><div class="hr_invisible"></div>
<em>Headerbild von <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/User:Amada44">Amada44</a> via <a href="http://mnng.de/1kw">Wikimedia Commons</a>, Lizenz <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.en">CC BY</a>.</em></p>
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		<title>Herzlich oder herzlos?</title>
		<link>http://maennig.de/herzlich-herzlos</link>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 12:08:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bundeskanzlerin beehrt am 15. Mai 2013 auf Einladung der CSU ein Festzelt in der bayerischen Landeshauptstadt, wo sie eine Rede hält. Zum Abschied überreicht man ihr als kleine Geste des Dankes ein Lebkuchenherz. Sebastian Gierke berichtet in der Süddeutschen Zeitung: Merkel bekommt ein Lebkuchenherz um den Hals gehängt: &#8220;München grüßt unsere Kanzlerin&#8221;, steht darauf. [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundeskanzlerin beehrt am 15. Mai 2013 auf Einladung der CSU ein Festzelt in der bayerischen Landeshauptstadt, wo sie eine Rede hält. Zum Abschied überreicht man ihr als kleine Geste des Dankes ein Lebkuchenherz.<span id="more-6647"></span></p>

<p>Sebastian Gierke berichtet in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/bayern/bundeskanzlerin-in-trudering-merkels-fehlzuendungen-im-bierzelt-1.1673713">Süddeutschen Zeitung</a>:</p>

<blockquote>
  <p>Merkel bekommt ein Lebkuchenherz um den Hals gehängt: &#8220;München grüßt unsere Kanzlerin&#8221;, steht darauf. Sie schaut jetzt etwas verkniffen-faltig.</p>
</blockquote>

<p>Für den <a href="http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen/ost/kanzlerin-angela-merkel-bierzelt-trudering-mm-2908212.html">Münchner Merkur</a> schreibt Monika Reuter über das Ereignis:</p>

<blockquote>
  <p>Und als sie am Ende ein riesiges Lebkuchenherz mit der Aufschrift „München grüßt unsere Kanzlerin“ erhält, strahlt sie, als habe sie sich genau so ein Souvenir schon immer gewünscht.</p>
</blockquote>

<p>So gibt eine deutsche Kanzlerin der Öffentlichkeit immer wieder Rätsel auf. Zumindest dann, wenn Journalisten in erster Linie nicht den Tatsachen gemäß, sondern den klar definierten, politischen Richtungen ihrer Verleger entsprechend zu schreiben haben.</p>

<p><div class="hr_invisible"></div>
<em>Headerfoto: Armin Linnartz via <a href="http://www.cducsu.de/Titel__dr_angela_merkel/TabID__23/SubTabID__24/AbgLetter__77/BildID__3512/AbgID__14/abgeordnete.aspx">CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag</a>, Lizenz <a href="http://www.cducsu.de/images/general/by-sa80x15.png">CC BY-SA</a></em></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Fahrradkultur</title>
		<link>http://maennig.de/fahrradkultur</link>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 10:23:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Mikael Colville-Andersen auf copenhagenize.com: We don&#8217;t have bicycle culture. We just have vacuum cleaner culture. We all have one, we all have learned to use it, we use it. End of story. We don&#8217;t buy vacuum cleaning clothes at a specialty store, we don&#8217;t wave at other vacuum cleaning enthusiasts on the street, we don&#8217;t [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mikael Colville-Andersen auf <a href="http://www.copenhagenize.com/2013/05/i-vacuum-copenhagen.html">copenhagenize.com</a>:</p>

<blockquote>
  <p>We don&#8217;t have bicycle culture. We just have vacuum cleaner culture. We all have one, we all have learned to use it, we use it. End of story. We don&#8217;t buy vacuum cleaning clothes at a specialty store, we don&#8217;t wave at other vacuum cleaning enthusiasts on the street, we don&#8217;t keep 7 vacuum cleaners polished in our shed. It&#8217;s not a hobby or a fetish or a sub-cultural membership card. Our vacuums, like our bicycles, are just tools that make everyday life easier.<span id="more-6639"></span></p>
</blockquote>

<p>Ob man dieser ebenso begrüßenswerten wie eigentlich banalen Erkenntnis gleich mit einem eigens gestalteten Logo huldigen muss, wie Colville-Andersen dies tut, sei einmal dahingestellt.
<div class="hr_invisible"></div>
<em>Das Headerbild entstammt dem Illustrierten Hauptkatalog 1912 des Versandhauses August Stukenbrok, Einbeck</em></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Green Valley</title>
		<link>http://maennig.de/green-valley</link>
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		<pubDate>Sat, 11 May 2013 21:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Ansiedlung Green Valley liegt im Süden Arizonas, gerade einmal 40 Meilen von der mexikanischen Grenze entfernt. Obwohl formell nicht einmal eine Town oder Gemeinde, wird sie heute von über 23.000 Einwohnern bevölkert. Green Valley verfügt über 35 Restaurants und elf Golfplätze, sieben Kirchen, fünf Hotels und drei Shopping Malls. Kulturelles Highlight ist ein ehemaliger [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ansiedlung <em>Green Valley</em> liegt im Süden Arizonas, gerade einmal 40 Meilen von der mexikanischen Grenze entfernt. Obwohl formell nicht einmal eine <em>Town</em> oder Gemeinde, wird sie heute von über 23.000 Einwohnern bevölkert. Green Valley verfügt über 35 Restaurants und elf Golfplätze, sieben Kirchen, fünf Hotels und drei Shopping Malls.<span id="more-6630"></span> Kulturelles Highlight ist ein ehemaliger Interkontinentalraketen-Silo, der sich heute <em>National Historic Landmark</em> nennen darf. Das Umland ist geprägt von zwei gewaltigen Kupferminen, in denen das Erz im Tagebau abgebaut wird. Mit einem Durchschnittsalter der Bevölkerung von – festhalten – <a href="http://pics.city-data.com/agegraph/929.png" title="Quelle: http://www.city-data.com/housing/houses-Green-Valley-Arizona.html">72 Jahren</a> darf man Green Valley wohl guten Gewissens als <em>retirement community</em>, als Rentnerstadt also, bezeichnen.</p>

<p>Warum mich das interessiert? <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Targeted_Advertising">Targeted Advertising</a></em> heißt das Zauberwort. Als ich mich, schon vor längerer Zeit, bei einer Internetplattform anmeldete, wurde ich auch nach der Postleitzahl meines Wohnorts gefragt. Freilich: Die Webseite ist, zumindest für ihre Basisnutzer, die keine Gebühr entrichten, werbefinanziert, und ihr Betreiber ist ein Unternehmen in den USA. Ein Unternehmen, in dem man offenbar gar nicht auf den Gedanken kommt, dass auch jemand außerhalb Nordamerikas die eigenen Dienste in Anspruch nehmen könnte. Deshalb fragt man Nutzer, die sich neu anmelden, auch gar nicht nach dem Land, in dem sie leben, sondern schlicht nach ihrem <em>ZIP Code</em>, ihrer Postleitzahl also.</p>

<p>Klar, dass ich brav, wie mir geheißen, die Postleitzahl meines oberbayerischen Wohnorts angegeben habe. Aber wie es der Zufall nun einmal will, kennzeichnet die 85622 nicht nur die Gemeinde Feldkirchen bei München, sondern eben auch, man ahnt es schon, den Flecken Green Valley in Arizona. Und so serviert man mir nun schon seit einigen Jahren maßgenau die Werbung, die man für die dort ansässige Zielgruppe für relevant hält. Ob elektrische Golfcarts, Inkontinenzeinlagen, Hörgeräte, Mobiltelefone mit extra großen Tasten, Schuhlöffel mit superlangem Griff oder schicker Rollator: Über Neues und Nützliches für die Zielgruppe der Generation 75+ bin ich stets im Bilde!</p>

<p>Targeted Advertising, der Garant für passgenaues und somit von den Empfängern hoch akzeptiertes Marketing!</p>

<p><div class="hr_invisible"></div>
<em>Artikelbild aufgenommen in Green Valley von <a href="http://www.flickr.com/photos/sonya/299778024/">sonyaseattle</a>, Lizenz <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA</a></em></p>
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		<title>Geschäftskonzept Nabelschau</title>
		<link>http://maennig.de/nabelschau</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 14:27:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Was bei der Durchsicht der mehr oder weniger bunten Blätter und Onlinepublikationen am heutigen 29. April wieder einmal ganz besonders auffällt: Die deutschsprachigen Medien finden offenbar mehr und mehr gefallen daran, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Drei Beispiele aus den Top-News des Tages: 1. Die Sitzordnung Top-Meldung Nummer 1, zumindest in Bayern: Das Oberlandesgericht [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Was bei der Durchsicht der mehr oder weniger bunten Blätter und Onlinepublikationen am heutigen 29. April wieder einmal ganz besonders auffällt: Die deutschsprachigen Medien finden offenbar mehr und mehr gefallen daran, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Drei Beispiele aus den Top-News des Tages:<span id="more-6618"></span></p>

<h3>1. Die Sitzordnung</h3>

<p>Top-Meldung Nummer 1, zumindest in Bayern: Das Oberlandesgericht München verlost heute die Presse-Sitzplätze für das <em>Strafverfahren gegen Beate Z. u. a. wegen Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung u.a.</em> So lautet zumindest die offizielle Bezeichnung des Verfahrens durch das Gericht. In den Medien hat sich dagegen längst der fragwürdige Begriff <em>NSU-Prozess</em> festgesetzt. Und ebenso ist es längst beschlossene Sache, dass dieses Strafverfahren zum medialen Großereignis aufgebauscht wird. Ein fester, während des gesamten Prozesses garantierter Beobachterplatz ist damit ein klarer, geldwerter Vorteil für jedes Medienunternehmen, erwartet man doch bessere Leser- und Zuschauerzahlen, wenn man endlich eine veritable Gerichtsshow aus dem richtigen Leben liefern kann. Und aus höherer Reichweite resultieren nun einmal höhere Werbeumsätze. Klar, dass da ein deutsches Oberlandesgericht schon einmal ein ganzes Strafverfahren vertagen muss. Das Recht von Presse, Funk und Fernsehen auf ein zünftiges Spektakel hat schließlich Vorrang. Und umso schöner, wenn die Journalisten es verstehen, selbst aus diesen ureigensten Belangen ihrer selbst und ihrer Brötchengeber eine Top-Nachricht zu machen.</p>

<h3>2. Der Korrespondent</h3>

<p>Bereits seit über zwei Jahren tobt in Syrien der Bürgerkrieg. Die Fronten sind selbst Kennern des Landes unklar, und laut schon etwas betagterer Mitteilungen der Vereinten Nationen haben die Kampfhandlungen mittlerweile weit über 60.000 Todesopfer gefordert. Die konkreten Nachrichten aus dem Land im Nahen Osten waren eher spärlich – bis vor einem Monat ein frisch verrenteter Mitarbeiter des deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunks von einer Kugel getroffen wurde. Offenbar wollte der pensionierte Journalist mit einem Dokumentarfilm von der Bürgerkriegsfront seine spärliche Rente aufbessern. Seitdem werden Deutschlands Medienkonsumenten von Journalisten aller Mediengattungen im Stunden- bis Tagesrhythmus über die Genesung ihres Kollegen Jörg Armbruster auf dem Laufenden gehalten. Heute beispielsweise in großer Aufmachung in einem Print-Nachrichtenmagazin, worüber dann dank Pressearbeit der Presse auch wieder einige Tageszeitungen freudig berichten. So eine <em>Personality Story</em>, noch dazu aus der eigenen Branche, ist freilich weit interessanter als gut dreitausend Kilometer entfernte Massenschicksale.</p>

<h3>3. Die Attacke</h3>

<p><em>„Huffington Post“ attackiert deutschen Markt</em>, so titelte heute eine deutsche Tageszeitung, und einige weitere Publikationen formulierten Ähnliches. Die augenblicklich beim Leser auftretende Frage, die Thematik welches deutschen Markts denn im bekannten, US-amerikanischen Politblock so aggressiv aufgegriffen wurde, wurde allerdings anders beantwortet, als die Headline vermuten ließ: Von nichts anderem berichtete nämlich der Tageszeitungsartikel, als dass die Macher des Internetmagazins offenbar planen, eine weitere, diesmal deutschsprachige Internetseite zu publizieren. Diese <em>Neuigkeit</em> pfeifen allerdings schon seit zwei Jahren alle Medienspatzen von den Dächern der Pressehäuser. Aber wenn die Angst vor der Konkurrenz umgeht, dann versteigt sich die Journaille schon einmal zur Kriegsrhetorik. Schließlich soll der Leser wissen, dass es ihm <em>ja</em> nicht einfallen darf, fürderhin auch nur ein vorsichtiges Äuglein auf die Machenschaften des in deutsche Lande einfallenden amerikanischen Feindes zu werfen.
<div class="hr_invisible"></div>
Was allen drei Beispielen gemein ist: Hier werden an prominenter Stelle Themen behandelt, die die Medienmacher selbst interessieren – nicht aber ihre Leser. Und selbst, wenn die Branche inzwischen schon den Berufszweig des <em>Medienjournalisten</em> zur Pflege der eigenen Befindlichkeiten in der Öffentlichkeit erfunden hat: Ob man mit dieser Art der medial-journalistischen Nabelschau wirklich seine Leser und Zuschauer zu begeistern vermag, ist mehr als fraglich. Und Gleiches werden sich Verleger und Intendanten auch mehr und mehr von ihren Werbekunden fragen lassen müssen. Unbehelligt von solcherlei Erwägungen können einzig und allein die Öffentlich-Rechtlichen agieren, kassiert doch der <em>Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio</em> de lege lata auch dann satte Gebühren von den Bürgern, wenn diese mit dem Programm beim besten Willen nichts anfangen können.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Antikorruptionsbekämpferin</title>
		<link>http://maennig.de/antikorruptionsbekaempferin</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 14:58:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Online]]></category>
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		<description><![CDATA[Jeder, der hin und wieder etwas ins Netz schreibt, kennt das: Man ringt sich mehr oder weniger komplexe Gedanken aus den Gehirnwindungen, tippt sie in die Tastatur, liest das Geschriebene auf dem Bildschirm und korrigiert, verbessert und redigiert es wieder und wieder. Und irgendwann sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und veröffentlicht [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder, der hin und wieder etwas ins Netz schreibt, kennt das: Man ringt sich mehr oder weniger komplexe Gedanken aus den Gehirnwindungen, tippt sie in die Tastatur, liest das Geschriebene auf dem Bildschirm und korrigiert, verbessert und redigiert es wieder und wieder. Und irgendwann sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und veröffentlicht den Text mit groben oder auch nur belustigenden Fehlern, die man dann erst mit einer oder zwei Stunden Distanz beim nochmaligen Lesen des Elaborats auf der eigenen Webseite entdeckt.<span id="more-6601"></span></p>

<p>Da freut man sich natürlich, dass es selbst ausgebufften Profis genauso geht. Den großen Verlagen wie der <em>Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH</em> beispielsweise, den Mediengiganten also, die nicht nur über professionelle Journalisten, sondern auch über Redaktionsassistentinnen, Chefs vom Dienst, Lektoren und einen Riesentross weiterer Mitarbeiter verfügen, die sicher stellen, dass sie fortwährend hundertprozentig zuverlässigen Qualitätscontent liefern, der sogar den Anspruch auf ein eigenes Leistungsschutzrecht zu rechtfertigen vermag. Und doch spülte der Zufall heute folgendes Fundstück in die Feedreader:</p>

<p><img src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/faz1.jpg" alt="Anti-Korruptions-Bekämpferin" /></p>

<p>Anti-Korruptions-Bekämpferin? Sylvia Schenk, Mitglied des Vorstandes der deutschen Abteilung von Transparency International und sogar einige Jahre dessen Vorsitzende, bekämpft also die Korruptionsgegner? Nanu! Grund genug, sich den Artikel einmal im Detail anzuschauen. Und siehe:</p>

<p><img src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/faz2.jpg" alt="Anti-Korruptions-Kämpferin" /></p>

<p>Schon vier Stunden später ist aus der Kämpferin gegen die Korruptionsgegner eine Kämpferin gegen die Korruption geworden. Es steht zu vermuten, dass sich Frau Schenk mit dieser Bezeichnung schon viel wohler fühlt. Und wir freuen uns, dass auch bei den Großen wie der FAZ nur mit Wasser gekocht wird und auch dort ähnlich alberne Fehler passieren wie bei uns, die erst korrigiert werden, wenn das Ding längst live gegangen ist.</p>
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		<title>Lieblingssachen: Die Kakaodose</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 08:10:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
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		<description><![CDATA[Der junge Johann Friedrich Böttger lehnt sich weit aus dem Fenster: Im Jahre 1701 demonstriert der Apothekerlehrling und begeisterte Alchimist der Berliner Öffentlichkeit, wie man Silbermünzen in goldene umwandelt. Der begnadete Taschenspielertrick bringt dem zu diesem Zeitpunkt gerade einmal Neunzehnjährigen nicht nur eine Menge Prestige ein, sondern weckt auch die Begehrlichkeiten der preußischen und sächsischen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der junge Johann Friedrich Böttger lehnt sich weit aus dem Fenster: Im Jahre 1701 demonstriert der  Apothekerlehrling und begeisterte Alchimist der Berliner Öffentlichkeit, wie man Silbermünzen in goldene umwandelt. Der begnadete Taschenspielertrick bringt dem zu diesem Zeitpunkt gerade einmal Neunzehnjährigen nicht nur eine Menge Prestige ein, sondern weckt auch die Begehrlichkeiten der preußischen und sächsischen Monarchen, die beide hoffen, mit den Künsten Böttchers ihre chronisch knappen Staatskassen auffüllen zu können.<span id="more-6575"></span> Dem sächsischen König August dem Starken gelingt es schließlich, den jungen Alchimisten in sein Herrschaftsgebiet bringen zu lassen, wo er, wenn auch mit einigen Privilegien ausgestattet, als Gefangener der Krone die Kunst der Goldmacherei voranbringen soll.</p>

<p>Böttgers Haft in der Hand der sächsischen Krone wird 13 Jahre lang andauern, und jeder weiß, dass er den <em>Stein der Weisen</em>, den man seinerzeit für die Grundlage der alchimistischen Golderzeugung hält, in dieser Zeit nicht findet. Was er aber im Jahre 1708 erstmals schafft, ist für den sächsischen König kaum weniger wert als Gold: Weißes Porzellan nämlich, das bis zu diesem Zeitpunkt ausschließlich in China hergestellt wurde. Zwei Jahre später  erfolgt die Gründung der ersten europäischen Porzellanmanufaktur in Meißen, und Böttger, noch immer in Haft, wird ihr erster Geschäftsführer.</p>

<p>Nur wenige Jahre nach Böttgers frühem Tod – die Experimente mit giftigen Substanzen hatten wohl stark an seiner Gesundheit gezehrt – entwickelt man in Meißen das <em>Zwiebelmuster</em>, eine Nachahmung fernöstlicher, handgemalter Porzellandekore. Einige Jahrzehnte findet es nur wenig Beachtung, doch schließlich, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wird es zum Verkaufsschlager. Jeder Haushalt, der auf sich hält und der es sich leisten kann, hat nun ein Porzellanservice mit dem begehrten, kobaltblauen  Pflanzendekor in seiner Anrichte. <em>Sieben Dutzend Tassen mit Tellern</em>, so werden zeitgenössische Quellen zitiert, seien das Mindeste, was an Zwiebelmuster-Geschirr in eine ordentliche Aussteuer gehöre.</p>

<p>Ob die 19-jährige Ilse Hahn, die im Sommer 1908 den 27 Jahre älteren August Tasche ehelicht, tatsächlich diese Menge an Porzellan in den gemeinsamen Haushalt einbringt, ist nicht bekannt. Sicher ist allerdings, dass zum Hausrat des <a href="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/ehepaar_tasche.jpg" title="Ilse und August Tasche, Sommer 1912">jungen Glücks</a> zu einem gewissen Zeitpunkt auch eine Meißner Bonboniere mit Zwiebelmuster gehört. Die Porzellandose, die zur Aufbewahrung von Gebäck oder Pralinen gedacht ist, hat bei ungefähr 12 Zentimetern Durchmesser eine Höhe von gut 15 Zentimetern. Den oberen Abschluss des weißblauen Porzellangefäßes bildet ein Messingring mit einem klappbaren, halbkreisförmigen Henkel. In den Ring fügt sich passgenau ein Deckel, der ebenso aus Messing gefertigt ist und der von einem kleinen Zinnknauf als Handgriff gekrönt ist.</p>

<p>
<a href='http://maennig.de/kakaodose/dose_vorn' title='Ansicht von vorn'><img width="80" height="80" src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/dose_vorn-e1366444173101-80x80.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Ansicht von vorn" /></a>
<a href='http://maennig.de/kakaodose/dose_rechts' title='Ansicht von rechts'><img width="80" height="80" src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/dose_rechts-e1366444210678-80x80.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Ansicht von rechts" /></a>
<a href='http://maennig.de/kakaodose/dose_hinten' title='Ansicht von hinten'><img width="80" height="80" src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/dose_hinten-e1366444226357-80x80.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Ansicht von hinten" /></a>
<a href='http://maennig.de/kakaodose/dose_links' title='Ansicht von links'><img width="80" height="80" src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/dose_links-e1366444238508-80x80.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Ansicht von links" /></a>
<a href='http://maennig.de/kakaodose/dose_deckel' title='Messingdeckel mit Zinnknauf und Henkel'><img width="80" height="80" src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/dose_deckel-e1366444254691-80x80.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Messingdeckel mit Zinnknauf und Henkel" /></a>
<a href='http://maennig.de/kakaodose/dose_boden' title='Das Teichert-Markenzeichen am Boden'><img width="80" height="80" src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/dose_boden-e1366444269887-80x80.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Das Teichert-Markenzeichen am Boden" /></a>

<div class="hr_invisible"></div>
Die recht aufwändig verarbeitete und handbemalte Dose entstammt jedoch nicht der zu diesem Zeitpunkt schon <em>Staatlich Sächsischen Porzellanmanufaktur</em>. Schon ab 1879 stellt nämlich ein weiteres Unternehmen, die <em>Meißner Ofen- und Porzellanfabrik (vorm. C. Teichert)</em> ähnliche Produkte unter Lizenz her. Während die Produkte der Staatsmanufaktur die berühmten gekreuzten Schwerter als Markenzeichen am Boden tragen, verzieren die fast 500 Mitarbeiter des Teichert-Imperiums die dort produzierten Waren bis zum Jahr 1930 mit dem Schriftzug <em>MEISSEN</em> im Oval mit Stern. In Sammlerkreisen und unter Antiquitätenhändlern werden diese Porzellanwaren heute auch als <em>Bürgerlich Meißen</em> bezeichnet.</p>

<p>Womit die handliche Bonbonniere wohl in den ersten Jahrzehnten befüllt wurde? Ich weiß es nicht. Irgendwann in den Sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts jedoch, vermutlich nach dem Tod der Erstbesitzerin Ilse Tasche, gelangt die hübsche Porzellandose in den Haushalt ihrer Enkelin. Und diese Enkelin – niemand anderes als meine Mutter – bewahrt fürderhin stets das von ihrem kleinen Sohn für unverzichtbar gehaltene Kakaogetränkepulver <a href="http://www.memoreal.de/mus/node/370"><em>Suchard Express</em></a> in der Dose mit dem Messingdeckel auf. Auch, als er schon größer wird, greift er daher immer wieder gern zu dieser Henkeldose und wegen des stets gleichbleibenden Inhalts etabliert sich die eigentlich nicht ganz richtige Bezeichnung <em>die Kakaodose</em> für den Haushaltsgegenstand.</p>

<p>Seit einigen Jahren ist das gute Stück nun schon ein ganz besonders geschätzter Teil meines eigenen Wohnungs- und Kücheninventars. Noch immer wird es regelmäßig mit dem Getränkepulver aufgefüllt, das freilich aus unerfindlichen Marketinggründen längst vom Hersteller auf den Namen <em>Kakao Express</em> umgetauft wurde. Und wenn sie nicht eines Tages herunterfällt, dann wird die Bonboniere aus Meißen vielleicht auch noch für einige, <a href="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/ilse_jens.jpg" title="Ilse Tasche mit Urenkel Jens Arne Männig, Sommer 1963">weitere Generationen</a>  gute Dienste tun.</p>
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		<title>Subliminal</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 21:35:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Als subliminale oder unterschwellige Botschaften werden in der Psychologie Reize bezeichnet, die vom Rezipienten zwar wahrgenommen werden, die jedoch die Schwelle des menschlichen Bewusstseins nicht überschreiten. Das, was wahrgenommen wurde, bleibt also im Unterbewussten, was jedoch nicht zwangsläufig bedeutet, dass es in der Psyche des betroffenen Menschen keine Wirkung entfaltet. Fast jeder ist in Medien [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als subliminale oder unterschwellige Botschaften werden in der Psychologie Reize bezeichnet, die vom Rezipienten zwar wahrgenommen werden, die jedoch die Schwelle des menschlichen Bewusstseins nicht überschreiten. Das, was wahrgenommen wurde, bleibt also im Unterbewussten, was jedoch nicht zwangsläufig bedeutet, dass es in der Psyche des betroffenen Menschen keine Wirkung entfaltet.<span id="more-6560"></span> Fast jeder ist in Medien oder Literatur bereits auf Berichte über Studien oder Experimente gestoßen, die sich mit der Wirksamkeit subliminaler Botschaften <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unterschwellige_Werbung">in der Werbung</a> beschäftigen – was jedoch nichts daran ändert, dass diese Studien, soweit überhaupt nachvollziehbar, gar nicht stattgefunden haben und dass die Wirksamkeit subliminaler Botschaften bis heute niemals bewiesen wurde.</p>

<p>Das hindert jedoch Verschwörungstheoretiker aus aller Herren Länder nicht daran, <a href="http://www.google.de/search?q=subliminal&amp;hl=de&amp;tbo=d&amp;source=lnms&amp;tbm=isch">immer wieder neue Fälle</a> aufzudecken, in denen den Betrachtern scheinbar mit Bildmotiven oder Texten auf den ersten Blick unsichtbare Informationen untergeschoben wurden, die eine Verhaltensänderung hervorrufen sollen. Und natürlich hat auch die Self-Improvement-Branche längst entdeckt, welche <a href="http://togetbalance.com/shop/article_3000104/Nie-mehr-Verdauungsprobleme---Subliminal-mp3.html">Wunderwirkungen</a> subliminale Botschaften haben können – oder woran zumindest die Käufer von Kursen und <em>Mentalcoachings</em> auf Tonträgern gern zu glauben bereit sind.</p>

<p><a href="http://www.ceryx.de/extra/subliminale_werbung.htm">Alles Blödsinn</a>? Na klar, denkt sich zumindest der aufgeklärte, wissenschaftsgläubige Mensch des frühen dritten Jahrtausends – bis er dann eines Tages eine verträumte <a href="http://www.naturverlag.ch/produkt/doppelkarten/regentropfen_an_halmen/171/">Grußkarte aus dem Schweizer <em>Natur Verlag</em></a> in den Händen hält. Versonnen betrachtet man die hübsche Aufnahme von Regentropfen an Grashalmen auf der Vorderseite und verspürt plötzlich und völlig überraschend das dringende Bedürfnis, sich ein neues Auto zu kaufen. Nanu? Wie denn das? Die genaue Untersuchung des Bildmotivs bringt das <a href="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/detail.jpg" title="Stark vergrößertes und gedrehtes Detail der Grußkarte Nr. 270 der Natur Verlag AG, CH-8645 Jona, © Brigitte Umberg">Geheimnis schließlich zum Vorschein</a>: Listig, wie er nun einmal ist, der Schweizer, hat er <em>ganz subliminal</em> in jeden einzelnen Wassertropfen des nur auf den ersten Blick ganz harmlosen Fotos ein schickes Auto eingebaut.</p>

<p>Vermutlich gedenkt man auf diese Weise die weltweit führende Position der international renommierten Schweizer Automobilindustrie auch weiterhin zu behaupten. Oder sollte wirklich nur Fotografin und Verlag dieser kleine Fauxpas durch die Lappen gegangen sein?</p>
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		<title>Wetterapps: Detail- und Vorhersagequalität</title>
		<link>http://maennig.de/wetterapps-qualitaet</link>
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		<pubDate>Sun, 14 Apr 2013 15:18:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jens Arne Männig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Apps]]></category>
		<category><![CDATA[iOS]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[Wetter]]></category>

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		<description><![CDATA[Wohl kaum eine andere Gruppe von Apps ist im iOS-Appstore zahlreicher vertreten, als kleine Programme, die das Wetter vorhersagen. Wer sich intensiver mit dem weiten Feld der Meteorologie beschäftigt, merkt allerdings schnell, dass bei vielen dieser Apps eher eine originelle oder geschliffene Optik als die Datenqualität im Vordergrund steht. Das ist kein Wunder, denn so, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wohl kaum eine andere Gruppe von Apps ist im iOS-Appstore zahlreicher vertreten, als kleine Programme, die das Wetter vorhersagen. Wer sich intensiver mit dem weiten Feld der Meteorologie beschäftigt, merkt allerdings schnell, dass bei vielen dieser Apps eher eine originelle oder geschliffene Optik als die Datenqualität im Vordergrund steht.<span id="more-6509"></span> Das ist kein Wunder, denn so, wie 14-jährige App-Entwickler stolz ihr erstes Taschenlampenprogramm im App Store abliefern, gehört es scheinbar inzwischen für junge Designer zum Pflichtprogramm, als Semesterprojekt eine Wetterapp zu gestalten. Zeit also, sich einmal mit der Datenqualität einiger angebotener Wetterapps zu beschäftigen. Auf der Grundlage eines <a href="http://maennig.de/wetterapps">älteren Artikels</a> habe ich einige Programme über mehrere Beobachtungszyklen hinweg miteinander verglichen. Dabei habe ich in jedem Zyklus die Vorhersagedaten für einen bestimmten Tag während des gesamten Vorhersagezeitraums der App tabellarisch aufgezeichnet. Diese vorhergesagten Werte wurden schließlich dem tatsächlichen Wetter am Zieltag gegenübergestellt.</p>

<p>Es fällt natürlich sofort auf, dass sich allein die Art und die Anzahl der vorausgesagten Einzelwerte von App zu App stark unterscheiden. Während ein Programm wie die jüngst erschienene Designer-App <em>Solar</em> mit Minimal-, Maximaltemperatur und einem Wettersymbol gerade einmal drei Werte liefert, protzt beispielsweise <em>Agrar Wetter</em> mit gleich 23 verschiedenen Einzeldaten in seinen Prognosen. Es muss freilich jeder selbst entscheiden, was er aus dem reichen Prognoseangebot der getesteten Apps wirklich braucht oder einfach nur haben will. Denn übersichtlicher werden Apps mit einer zunehmenden Anzahl von Einzelwerten natürlich nicht. In ihrer Gesamtheit stellen die getesteten Apps folgende Werte in ihren Prognosen zur Verfügung:</p>

<ul>
<li>Vorhersagezeitraum</li>
<li>Wetter: Symbol, Beschreibung, Warnungen</li>
<li>Temperatur: maximal, minimal, Durchschnitt, gefühlt, als Farbwerte</li>
<li>Sonnenschein: Dauer, Anteil, UV-Index</li>
<li>Bewölkung: Art, Dichte</li>
<li>Niederschlag: Wahrscheinlichkeit, Menge, Art</li>
<li>Wind: Stärke/Geschwindigkeit, Stärke Böen, Richtung</li>
<li>Luftdruck: Wert, Tendenz</li>
<li>Luftfeuchtigkeit</li>
<li>Agrarwerte: Taubildung, Verdunstung, Bodenfrost</li>
<li>Astrodaten: Sonnenauf-/-untergang, Mondauf-/-untergang, Dämmerung</li>
<li>Details: Kurzintervalle, Verlaufsgrafiken</li>
</ul>

<p>Schon die bei jedem iPhone oder iPad mitgelieferte App <em>Wetter</em> – im Folgenden zur besseren Unterscheidung <em>iOS Wetter</em> genannt – bietet neben den Basisinformationen in Form eines Wettersymbols, des Minimal- und Maximalwerts eine stündliche Vorhersage für den jeweils bevorstehenden halben Tag. Auf eine Gesamtprognose für den <em>aktuellen</em> Tag muss man dafür verzichten. Fahrradfahrer oder Segler wünschen sich daneben mindestens noch eine Vorhersage der Windstärke und Windrichtung, Strandurlauber Werte für die Sonnenscheindauer und Landwirte Informationen über Niederschlagsmengen und Bodenfrost. Bei der Betrachtung der Vorhersagequalität habe ich den Schwerpunkt auf die von allen Apps gelieferten, vergleichbaren Basisinformationen gelegt, nämlich Wetterlage (meist dargestellt durch ein Symbol, manchmal aber auch in Worten), Minimal- und Maximaltemperatur. Es zeigt sich, was schon zu vermuten war: Gerade beim derzeitigen Aprilwetter mit dichter Bewölkung, Sonne und Regen in kurzer Abfolge tun sich die Apps nicht immer ganz leicht.</p>

<p>Dies zeigt sich auch bei den <em>Istwerten</em> für den momentanen Zeitpunkt, die alle getesteten Apps ebenfalls liefern. Wer lieber aufs iPhone-Display schaut als aus dem Fenster, sollte darauf achten, dass seine Wetterapp auch hier realitätsnahe Daten liefert. Einigen Programme mit recht brauchbaren Prognosen konnten in der Disziplin der Istwerte herzlich wenig überzeugen. Für Nutzer, die auf zuverlässige und korrekte momentane Wetterdaten Wert legen, sind nach den Detailbeschreibungen der einzelnen Programme noch einige, weitere Tipps angehängt. Natürlich stellt sich auch die Frage, wie weit man denn wettertechnisch in die Zukunft schauen möchte. Während einige Apps nur für die bevorstehenden vier Tage prognostizieren möchten und unter Umständen am Morgen eines Tages für diesen selbst überhaupt keine Vorhersage, sondern nur noch Istwerte abgeben, wagt <em>WeatherPro</em> in seiner nicht ganz billigen Premiumversion ganze 14 Prognosetage. Man sollte sich dabei jedoch bewusst sein, dass die Vorhersagequalität zwei Wochen im Voraus bereits deutlich niedriger liegt. Im Vergleich habe ich mich daher auf maximal sieben Vorhersagetage beschränkt.
<div class="hr_invisible"></div></p>

<h2>WeatherPro</h2>

<h3>Prognosedaten</h3>

<ul>
<li>Vorhersagezeitraum: 7 Tage, mit kostenpflichtigem Premiumabo 14 Tage</li>
<li>Wetter: Symbol, Warnungen (Dauerregen, Sturm, Gewitter, Hitze, Schneefall, Kälte – individuell wählbar)</li>
<li>Temperatur: maximal, minimal, gefühlt (°C, °F)</li>
<li>Sonnenschein: Dauer (Zeit in Stunden und Stundenanteilen dezimal), UV-Index</li>
<li>Niederschlag: Wahrscheinlichkeit (%), Menge (mm)</li>
<li>Wind: Stärke/Geschwindigkeit (Beaufort, Knoten, km/h, m/s, mph), Stärke Böen (Beaufort, Knoten, km/h, m/s, mph), Richtung (Windrosensymbol)</li>
<li>Luftdruck: Wert (hPa, inHg, Torr)</li>
<li>Luftfeuchtigkeit (% rF)</li>
<li>Astrodaten: Sonnenauf-/-untergang</li>
<li>Details: Kurzintervalle (Dreistündlich für alle Prognosetage, mit Premiumabo stündlich), Verlaufsgrafiken (Temperatur, Niederschlag, Sonnenschein, Wind, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit)</li>
</ul>

<h3>Info zur App</h3>

<ul>
<li>Anbieter: <a href="http://www.meteogroup.de/">MeteoGroup Deutschland GmbH</a></li>
<li>Datenquelle: <a href="http://www.meteogroup.de/">MeteoGroup Deutschland GmbH</a></li>
<li>Preis: 3,59 Euro <a href="https://itunes.apple.com/de/app/weatherpro/id294631159?mt=8">für iPhone</a>, 4,49 Euro <a href="https://itunes.apple.com/de/app/weatherpro-for-ipad/id373515261?mt=8">für iPad</a>, Premium-Abo 3 Monate 1,79 Euro, Premium-Abo 1 Jahr 5,49 Euro</li>
</ul>

<h3>Bewertung</h3>

<p>WeatherPro zeichnet sich durch einen sehr hohen Leistungsumfang aus, was prognostizierte und Istwerte der aktuellen Wetterdaten betrifft. Die vielen Details machen die App teilweise schon fast etwas unübersichtlich, was allerdings von den übersichtlichen und intuitiv verständlichen Verlaufsgrafiken wieder mehr als wett gemacht wird. Auch ohne Premiumaccount ist die App Spitzenklasse. Die Vorhersagegenauigkeit ist sehr gut, insbesondere bei den Temperaturwerten setzt sich WeatherPro klar an die Spitze des Wettbewerberfelds. Animierte Niederschlags- und Bewölkungskarten gehören ebenfalls zum Basisumfang. Umfangreiche und realitätsnahe aktuelle Wetterwerte runden das stimmige Bild ab.</p>

<p><img src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/WeatherPro.png" alt="WeatherPro" /></p>

<p><em>Erläuterung der Grafik: Die schwarzen Linien zeigen die Minimal- und Maximal-Temperaturwerte an, die an einem bestimmten Tag tatsächlich gemessen wurden. Die roten Linien geben die Werte wieder, die im Vorfeld von der App für den entsprechenden Tag vorausgesagt wurden. Unter Tag 0 ist der Wert zu finden, der am Morgen des Messtags prognostiziert wurde, unter Tag -1 bis -6 die Prognose für den gleichen Tag an den entsprechenden Vortagen. Die weiße Fläche stellt die Überschneidung von Prognose und Istwert dar. Je größer die weiße Fläche ist, desto präziser ist also die Vorhersage. Je geradliniger die roten Linien verlaufen, desto stabiler und zuverlässiger ist die Vorhersage über den Vorhersagezeitraum.</em>
<div class="hr_invisible"></div></p>

<h2>Agrar Wetter</h2>

<h3>Prognosedaten</h3>

<ul>
<li>Vorhersagezeitraum: 5 Tage als Grobübersicht auf dem Startscreen, 6 Tage auf einzelnen Detailseiten</li>
<li>Wetter: Symbol, Beschreibung (jeweils kurzes Stichwort)</li>
<li>Temperatur: maximal, minimal, gefühlt (°C)</li>
<li>Sonnenschein: Anteil (%)</li>
<li>Niederschlag: Wahrscheinlichkeit (%), Menge (mm), Art (Symbol, in Worten)</li>
<li>Wind: Stärke/Geschwindigkeit, Stärke Böen (km/h, m/s), Richtung (Windrosensymbol, Kürzel)</li>
<li>Luftfeuchtigkeit (% rF)</li>
<li>Agrarwerte: Taubildung, Verdunstung, Bodenfrost</li>
<li>Astrodaten: Sonnenauf-/-untergang, Mondauf-/-untergang, Dämmerung</li>
<li>Details: Kurzintervalle (3-stündlich im gesamten Vorhersagezeitraum)</li>
</ul>

<h3>Info zur App</h3>

<ul>
<li>Anbieter: <a href="http://agrar.bayer.de/">Bayer CropScience Deutschland GmbH</a></li>
<li>Datenquelle: <a href="http://www.qmet.de/">Q.met GmbH</a></li>
<li>Preis: Kostenlos <a href="https://itunes.apple.com/de/app/agrar-wetter/id373041892?mt=8">für iPhone</a> und <a href="https://itunes.apple.com/de/app/agrar-wetter-hd/id527919860?mt=8">für iPad</a></li>
</ul>

<h3>Bewertung</h3>

<p>Während <em>Agrar Wetter</em> optisch nur wenig begeistern kann, überzeugt es doch durch seine Fülle unterschiedlicher Prognosedaten. Da sich die Startseite recht spartanisch gibt, muss man jedoch stets erst zur Detail-Vorhersageseite für einen bestimmten Tag navigieren, um mehr Informationen zu erhalten. Zahlreiche weitere Wetterkarten und -filme verstecken sich im <em>Mehr</em>-Menü. Die Vorhersagegenauigkeit ist, was Temperaturen und Wetterwerte betrifft, gut. Mit aktuellen Istwerten hält sich <em>Agrar Wetter</em> sparsam zurück. Möchte man für eine Wetterapp kein Geld ausgeben, dann erhält man hier mehr als irgendwo sonst.</p>

<p><img src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/AgrarWetter.png" alt="AgrarWetter" />
<div class="hr_invisible"></div></p>

<h2>Check the Weather (Wetter)</h2>

<h3>Prognosedaten</h3>

<ul>
<li>Vorhersagezeitraum: 3 Tage auf dem Startbildschirm, 8 Tage im Drawer</li>
<li>Wetter: Symbol</li>
<li>Temperatur: maximal, minimal (°C, °F)</li>
<li>Niederschlag: Wahrscheinlichkeit (%)</li>
<li>Wind: Stärke/Geschwindigkeit (km/h, mph), Richtung (Kürzel)</li>
<li>Details: Kurzintervalle (Stündlich für die jeweils bevorstehenden 15 Stunden), Verlaufsgrafiken (Temperatur für die jeweils bevorstehenden 24 Stunden)</li>
</ul>

<h3>Info zur App</h3>

<ul>
<li>Anbieter: David Smith, <a href="http://checktheweather.co/">Cross Forward Consulting, LLC</a></li>
<li>Datenquelle: <a href="http://forecast.io/">Forecast.io</a></li>
<li>Preis: 89 Cent als <a href="https://itunes.apple.com/de/app/check-the-weather/id557872119?mt=8">Universalapp</a> für alle iOS-Geräte</li>
</ul>

<h3>Bewertung</h3>

<p>Die Gestaltung der App ist relativ schlicht, die Nutzung der beiden <em>Drawer</em> mit der Vorschau auf die kommenden Tage und Stunden erschließt sich nicht sofort intuitiv. Ihre besonderen Qualitäten in Form von Wetterwarnungen, Dopplerradar und den Regenvorhersagen von Dark Sky kann <em>Check the Weather</em> in Europa aufgrund fehlender Daten nicht ausspielen. Während des Testzeitraums hat mit einem Versionsupdate der Lieferant der Wetterdaten gewechselt. Diese werden nun von Forecast.io bereitgestellt, was die Vorhersagewerte stabiler, aber nicht wesentlich zuverlässiger als zuvor macht. Die Prognosequalität ist insgesamt noch gut. Bei aktuellen Istwerten, insbesondere was Temperatur und Wind betrifft, liegt <em>Check the Weather</em> dagegen öfter daneben.</p>

<p><img src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/CheckTheWeather.png" alt="Check the Weather" />
<div class="hr_invisible"></div></p>

<h2>iOS Wetter (Wetter)</h2>

<h3>Prognosedaten</h3>

<ul>
<li>Vorhersagezeitraum: 6 Tage, keine Tagesprognose für den aktuellen Tag</li>
<li>Wetter: Symbol</li>
<li>Temperatur: maximal, minimal (°C, °F)</li>
<li>Details: Kurzintervalle (Stündlich für die jeweils bevorstehenden  12 Stunden, darüber hinaus keine Prognose für den aktuellen Tag)</li>
</ul>

<h3>Info zur App</h3>

<ul>
<li>Anbieter: <a href="http://www.apple.com/de/">Apple Inc.</a></li>
<li>Datenquelle: <a href="http://www.yahoo.com/">Yahoo! Inc.</a></li>
<li>Preis: Im Lieferumfang von iOS-Geräten enthalten</li>
</ul>

<h3>Bewertung</h3>

<p>Apples serienmäßige Wetter-App ist hübsch gestaltet, stellt jedoch für andere Angebote des Sektors in Sachen Leistungsfähigkeit keine wirkliche Konkurrenz dar. Wer keine  größeren Ansprüche hat, mag sich vielleicht sogar mit dem Standardtool zufrieden geben. Der Prognosezeitraum erscheint etwas knapp, die wenigen, vorhergesagten Daten gehören jedoch immer noch in die Spitzengruppe des Mitbewerberfelds. Bei den aktuellen Isttemperaturen zeigt sich <em>iOS Wetter</em> realitätsnah, gibt jedoch öfter Regen an, wenn sich vor dem Fenster beim besten Willen kein Niederschlag feststellen lässt.</p>

<p><img src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/iOSWetter.png" alt="iOS Wetter" />
<div class="hr_invisible"></div></p>

<h2>Haze</h2>

<h3>Prognosedaten</h3>

<ul>
<li>Vorhersagezeitraum: 5 Tage</li>
<li>Temperatur: maximal (°C, °F), als Farbwerte (je nach gewähltem Theme)</li>
<li>Sonnenschein: Dauer (Stunden)</li>
<li>Niederschlag: Wahrscheinlichkeit (%)</li>
</ul>

<h3>Info zur App</h3>

<ul>
<li>Anbieter: <a href="http://robocatapps.com/">Robocat</a></li>
<li>Datenquelle: <a href="http://www.weathertrends360.com/">wt360</a></li>
<li>Preis: 2,69 Euro <a href="https://itunes.apple.com/de/app/haze/id594476963?mt=8">für iPhone</a></li>
</ul>

<h3>Bewertung</h3>

<p><em>Haze</em> verfolgt einen anderen Ansatz als andere Wetterapps. Offenbar steht für seine Entwickler das Spieltrieb der Nutzer im Vordergrund. Dafür hält sich die App mit Prognosewerten sehr bescheiden zurück: Lediglich ein einziger Temperaturwert, der vermutlich den Tageshöchstwert darstellen soll, die Sonnenscheindauer in Stunden und die Regenwahrscheinlichkeit werden für die bevorstehenden Tage prognostiziert – dies jedoch auf drei unterschiedlichen Screens innerhalb der App. Die Qualität der vorhergesagten Daten ist noch akzeptabel. Mit aktuellen Istwerten ist <em>Haze</em> etwas freigebiger, aber auch hier hat die App ihre Eigenheiten: So ist eine Prozentangabe der Regenwahrscheinlichkeit als Istwert schlicht als unsinnig zu bezeichnen, will man doch einfach wissen, ob es gerade regnet oder nicht.</p>

<p><img src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/Haze.png" alt="Haze" />
<div class="hr_invisible"></div></p>

<h2>Partly Cloudy</h2>

<p>Das eigenwillige Bedienprinzip von <a href="https://itunes.apple.com/de/app/partly-cloudy/id545627378?mt=8"><em>Partly Cloudy</em></a>, wie auch die fragwürdige Prognosequalität der vom norwegischen <em>Meteorologisk institutt</em> bezogenen Daten hatte ich ja bereits früher kommentiert. Der Anbieter hat inzwischen zumindest auf den letztgenannten Punkt reagiert und bietet nun alternativ die Wetterdaten von <a href="http://openweathermap.org/"><em>OpenWeatherMap</em></a> an. Der Nutzer kann sich nun also erstmals in den Einstellungen einer einzelnen Wetterapp aussuchen, welches Wetter er gerade am liebsten vorhergesagt bekommen möchte. Was sich allerdings im jüngsten Test auch zeigte: Es ist schlicht sehr mühsam,  die Höchst- und Mindesttemperaturen für einen einzelnen Tag herauszulesen, da ja systembedingt immer nur eine Momentaufnahme dargestellt wird. Der bunte Farbring, der Wärme und Kälte symbolisieren soll, hilft da auch nur sehr eingeschränkt. Noch unangenehmer ist es, die einzelnen Millimeter-Angaben eines Tages zusammenzurechnen, um auf einen Gesamt-Niederschlagswert für einen Tag zu kommen. Ich habe daher schon nach wenigen Tagen die Vorhersagedaten von <em>Partly Cloudy</em> nicht weiter dokumentiert. Soweit man <em>OpenWeatherMap</em> als Datengrundlage wählt, sollte die Prognosequalität jedoch mit der weiter unten zu dieser Plattform beschriebenen Werten übereinstimmen.
<div class="hr_invisible"></div></p>

<h2>Vycloud</h2>

<h3>Prognosedaten</h3>

<ul>
<li>Vorhersagezeitraum: 8 Tage</li>
<li>Wetter: Symbol</li>
<li>Temperatur: maximal, minimal (°C, °F)</li>
<li>Details: Verlaufsgrafiken (Temperatur und Wind für die bevorstehenden 24 Stunden)</li>
</ul>

<h3>Info zur App</h3>

<ul>
<li>Anbieter: Enclave Studios, LLC</li>
<li>Datenquelle: unbekannt</li>
<li>Preis: 89 Cent <a href="https://itunes.apple.com/de/app/vycloud/id576215750?mt=8">für iPhone</a></li>
</ul>

<h3>Bewertung</h3>

<p><em>Vycloud</em> verfügt über eine eigenwillige Optik, die vermutlich eher Menschen anspricht, die ihr Wohnzimmer mit dem Bild eines röhrenden Hirschen dekorieren. Die App stürzte jedoch im Test immer wieder schon beim Start ab und konnte bisweilen auch keine Wetterdaten laden. Die Prognosegenauigkeit ist mäßig, bei den angezeigten Istwerten machen sich oft deutliche Unterschiede zur Realität bemerkbar.</p>

<p><img src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/Vycloud.png" alt="Vycloud" />
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<h2>Weathercube</h2>

<h3>Prognosedaten</h3>

<ul>
<li>Vorhersagezeitraum: 6 Tage in der Übersicht, 4 Tage detaillierter auf Einzelseiten</li>
<li>Wetter: Symbol</li>
<li>Temperatur: maximal, minimal (°C, °F)</li>
<li>Bewölkung: Dichte (%)</li>
<li>Niederschlag: Menge (mm)</li>
<li>Wind: Stärke/Geschwindigkeit (Beaufort, Knoten, km/h, mph), Richtung (Windrosensymbol)</li>
<li>Luftdruck: Wert, Tendenz</li>
<li>Luftfeuchtigkeit (% rF)</li>
</ul>

<h3>Info zur App</h3>

<ul>
<li>Anbieter: <a href="http://appsuperb.com/">Appsuperb</a></li>
<li>Datenquelle: unbekannt</li>
<li>Preis: 89 Cent als <a href="https://itunes.apple.com/de/app/weathercube-revolutionary/id555306679?mt=8">Universalapp</a> für iPhone und iPad</li>
</ul>

<h3>Bewertung</h3>

<p><em>Weathercube</em> reizt aufgrund seines einzigartigen Aufbaus zu Spielen, vermeldet allerdings des Öfteren Verbindungsfehler und kann dann keine Prognose- und Istdaten laden. Auch wenn Daten geladen werden, bleibt die Anzeige für die Windgeschwindigkeit oft bei Null stehen. Die Vorhersagedaten robben sich näher an die Realität, je näher der Prognosetag rückt. Sie sind insgesamt noch akzeptabel. Dafür beschert <em>Weathercube</em> häufiger Ausreißer bei den gelieferten Istwerten.</p>

<p><img src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/Weathercube.png" alt="Weathercube" />
<div class="hr_invisible"></div></p>

<h2>ClearWeather</h2>

<h3>Prognosedaten</h3>

<ul>
<li>Vorhersagezeitraum: 4 Tage</li>
<li>Wetter: Symbol</li>
<li>Temperatur: maximal, minimal (°C, °F)</li>
</ul>

<h3>Info zur App</h3>

<ul>
<li>Anbieter: <a href="http://davidolmos.com/">David Olmos</a></li>
<li>Datenquelle: <a href="http://www.worldweatheronline.com/">World Weather Online</a></li>
<li>Preis: 89 Cent als <a href="https://itunes.apple.com/de/app/clearweather/id547915918?mt=8">Universalapp</a> für iPhone und iPad</li>
</ul>

<h3>Bewertung</h3>

<p><em>Clear Weather</em> verfügt über ein ebenso schlichtes wie übersichtliches Interface, lässt aber echte Vorteile gegenüber kostenlosen Programmen missen. Die Vorhersagequalität liegt eher unter dem Durchschnitt, dann und wann kann die App keine Verbindung zu ihrer Datenquelle herstellen.</p>

<p><img src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/ClearWeather.png" alt="Clear Weather" />
<div class="hr_invisible"></div></p>

<h2>Solar</h2>

<h3>Prognosedaten</h3>

<ul>
<li>Vorhersagezeitraum: 4 Tage, jedoch nicht für aktuellen Tag</li>
<li>Wetter: Beschreibung, Animation</li>
<li>Temperatur: maximal, minimal (°C, °F)</li>
</ul>

<h3>Info zur App</h3>

<ul>
<li>Anbieter: <a href="http://hollr.tv/">Hollr, Inc.</a></li>
<li>Datenquelle: <a href="http://www.wunderground.com/">Weather Underground, Inc.</a></li>
<li>Preis: kostenlos <a href="https://itunes.apple.com/de/app/solar-weather-has-never-been/id542875991?ls=1&amp;mt=8">für iPhone</a></li>
</ul>

<h3>Bewertung</h3>

<p><em>Solar</em> will in erster Linie schick sein. Eine angekündigte Kurzfrist-Prognose durch Schieben des Fingers auf dem Touchscreen funktionierte im Test nur sporadisch. Hübsch ist die Darstellung von vier Orten auf einem einzigen Bildschirm, wobei dort außer den vier Isttemperaturen nichts geboten wird. Die Vorhersage für die drei zur Verfügung stehenden Tage ist spärlich, bewegt sich jedoch im realitätsnahen Rahmen.</p>

<p><img src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/Solar.png" alt="Solar" />
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<h2>Forecast.io</h2>

<h3>Prognosedaten</h3>

<ul>
<li>Vorhersagezeitraum: 7 Tage</li>
<li>Wetter: Symbol, Beschreibung</li>
<li>Temperatur: maximal, minimal (°C, °F)</li>
<li>Details: Verlaufsgrafiken (tageweise für alle Prognosetage, als Scrollbar mit Beschriftung)</li>
</ul>

<h3>Info zur App</h3>

<ul>
<li>Anbieter: <a href="http://forecast.io/">Dark Sky Company, LLC</a></li>
<li>Datenquelle: eigene Aggregation <a href="http://forecast.io/raw/">verschiedener Datenquellen</a></li>
<li>Preis: kostenlose, werbeunterstützte Webapp</li>
</ul>

<h3>Bewertung</h3>

<p>Mit <em>Forecast.io</em> kam vor wenigen Wochen seit längerem wieder einmal eine bemerkenswerte Webapp auf den Markt. Das Angebot lässt sich im Browser eines Desktopgeräts oder Notebooks ganz normal aufrufen, will jedoch auf Mobilgeräten zunächst zum Homescreen hinzugefügt werden. Das Erscheinungsbild ist gelungen, die Prognosen sind bereits jetzt akzeptabel, jedoch kaum als gut zu bezeichnen. Die Ursache dafür dürfte darin liegen, dass <em>Forecast.io</em> für seinen ganz eigenen Datenmix auf keine mitteleuropäischen Datenquellen zurückgreifen kann. Die für die Webapp typischen, kurzen Wettervorhersagen in einem Satz liegen häufiger genau daneben: Auf die Ansage »Mostly cloudy starting in the afternoon« folgt beispielsweise ein bedeckter Vormittag und ein sonniger Nachmittag. Die Istwerte weichen sehr häufig von dem ab, was sich nachweisbar gerade draußen abspielt, der Wert für die Sichtweite fehlte im Testzeitraum meist ganz. <em>Forecast.io</em> liefert als einzige Datenquelle den Luftdruck auf das tatsächlichen Höhe über Normalnull, während andere Apps stets den Wert auf Meereshöhe umgerechnet angeben. Das irritiert zunächst etwas, wenn man die Daten verschiedener Anbieter vergleichen möchte. Dennoch steht zu erwarten, dass an diesem Webangebot kräftig weiter entwickelt wird.</p>

<p><img src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/Forecast.png" alt="Forecast.io" />
<div class="hr_invisible"></div></p>

<h2>OpenWeatherMap</h2>

<h3>Prognosedaten</h3>

<ul>
<li>Vorhersagezeitraum: 7 Tage</li>
<li>Wetter: Symbol, Beschreibung</li>
<li>Temperatur: maximal, minimal (°C)</li>
<li>Bewölkung: Dichte (%)</li>
<li>Wind: Stärke/Geschwindigkeit (m/s)</li>
<li>Luftdruck: Wert (hPa)</li>
</ul>

<h3>Info zur App</h3>

<ul>
<li>Anbieter: <a href="http://openweathermap.org/about">Extreme Electronics Ltd.</a></li>
<li>Datenquelle: eigene Aggregation <a href="http://openweathermap.org/about">verschiedener Datenquellen</a></li>
<li>Preis: kostenlose <a href="http://openweathermap.org/about">Webapp</a></li>
</ul>

<h3>Bewertung</h3>

<p><em>OpenWeatherMap</em> ist ein interessantes Projekt, in das auch interessierte Hobbymeteorologen die Wetterdaten ihrer eigenen Messstationen einspeisen können. Die Prognose- und Istwerte sind derzeit in ihrer Qualität noch stark schwankend. Insbesondere erstaunt, dass zum gleichen Zeitpunkt vom Desktoprechner und vom Smartphone unterschiedliche Werte ausgeworfen werden. Auch wenn derzeit die Daten von <em>OpenWeatherMap</em> noch nicht alltagstauglich scheinen, könnte es dennoch interessant sein, das Projekt weiter zu beobachten.</p>

<p><img src="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/OpenWeatherMap.png" alt="OpenWeatherMap" />
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<h2>Fazit und Empfehlung</h2>

<p><em>WeatherPro</em> hat sich in diesem kleinen Vergleichstest klar an die Spitze des Wettbewerberfelds setzen können – sowohl, was die Bandbreite der angebotenen Informationen, als auch, was die Zuverlässigkeit der Vorhersagen betrifft. Dahinter rangiert das kostenlose Programm <em>Agrar Wetter</em>, das wie in der Prognosequalität auch in der Optik um einiges zurücksteht. Beobachtenswert erscheint auch die Webapp <em>Forecast.io</em>, wenn auch im Moment noch zuverlässige Datenquellen für Mitteleuropa fehlen und die Wetterseite bis jetzt ausschließlich in englischer Sprache angeboten wird.
<div class="hr_invisible"></div></p>

<h2>Weitere Tipps</h2>

<p>Wer sich für die Wettertendenzen in sehr kurzen, bevorstehenden Zeiträumen interessiert, dem seinen noch zwei  weitere iOS-Apps empfohlen:</p>

<ul>
<li><p><a href="https://itunes.apple.com/de/app/regenvorschau/id327754661?mt=8"><strong>Regen Vorschau</strong></a> liefert erstaunlich präzise Voraussagen zu Niederschlägen innerhalb der nächsten zwei Stunden. Hierzu werden auf einfachste Weise Niederschlagsradar, Windrichtung und Windgeschwindigkeit ausgewertet.</p></li>
<li><p><a href="https://itunes.apple.com/de/app/aeroweather-lite/id288286079?mt=8"><strong>AeroWeather</strong></a> dekodiert die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/METAR">METAR</a>- und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Terminal_Aerodrome_Forecast">TAF</a>-Daten nahe liegender Flughäfen, stellt sie gut lesbar dar und ist in der brauchbaren Basisversion überdies kostenlos.</p></li>
</ul>

<p>Zum Abgleich der Istwerte habe ich mich bei meinem Appvergleich unter anderem der folgenden beiden Webangebote bedient, die für Wetterinteressierte im Großraum München interessant sind:</p>

<ul>
<li><p><a href="http://www.mingaweda.de/"><strong>MingaWeda</strong></a> wird von einer privaten Wetterstation mit professionellem Anspruch bedient. Die aktuellen Werte sind gut, die Wettercams interessant und die Tagescharts beeindruckend.</p></li>
<li><p>Das <a href="http://www.meteo.physik.uni-muenchen.de/dokuwiki/doku.php?id=wetter:stadt:messung"><strong>Metereologische Institut</strong></a> der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität liefert ebenfalls ständig aktuelle, zuverlässige Wetterdaten ins Netz und stellt darüber hinaus historische Klimawerte und Zeitreihen bereit.
<div class="hr_invisible"></div></p></li>
</ul>

<h2>Prognosen auf Desktop und Notebook</h2>

<p>Auch wenn man gerade an einem <em>richtigen Rechner</em> sitzt, mag man bisweilen schnellen Zugriff zu brauchbaren Wetterprognosen haben. Hier hat sich für mich der Service von <a href="http://www.wetter24.de/">Wetter 24</a> bewährt, hinter dem auch wieder der WeatherPro-Anbieter MeteoGroup steckt. Mit dem passenden Link, der aus der URL-Zeile ausgelesen werden kann, ist es möglich, den eigenen Wohn- oder Zielort auch direkt anzusteuern. Mit individuellen CSS-Einstellungen für die Seite lässt sich mit einem einzigen Tastenkürzel eine klare, schlanke und <a href="http://maennig.de/wp-content/uploads/2013/04/Wetter24.jpg">übersichtliche Wetterübersicht</a> für die nächsten sieben Tage abrufen. Ist man bereit, sich mit einem kostenlosen Account einzuloggen, dann werden sogar 14 Tage vorhergesagt.</p>

<p>Aber auch die Daten von Agrar Wetter lassen sich direkt im <a href="http://agrar.bayer.de/wetter.cms">Webangebot von Bayer CropScience</a> abrufen. In etwas anderer Form – aber gleicher Qualität – sind entsprechende Werte aber auch direkt beim Lieferanten Q.met unter der Adresse <a href="http://www.wetter.net/">wetter.net</a> erreichbar. Auch hier gibt es URLs, mit denen man den Ort der gewünschten Wetterdaten direkt ansteuern kann. Die Spezialität von wetter.net sind in gefälligen Worten ausformulierte Wettervorhersagen, wie man sie beispielsweise aus dem Radio kennt. Unter <a href="http://m.wetter.net/">m.wetter.net</a> gibt es auch ein für Mobilgeräte optimiertes Angebot, das allerdings etwas altbacken wirkt. Q.mets eigene Wetterapp für iOS scheint übrigens gleichfalls etwas in ihrer Entwicklung stecken geblieben zu sein.</p>

<p>Für Wetterinteressierte mit Spieltrieb ist ein längerer Blick auf den vollwertigen Webauftritt von <a href="http://openweathermap.org/">OpenWeatherMap</a> sehr interessant. Hier lassen sich selbst die einzelnen zuliefernden Wetterstationen und ihre Werte einzeln aufrufen, so dass man konkret nachverfolgen kann, warum die Qualität der Prognosen des Dienstes gerade wieder einmal so stark schwankt.</p>

<p>Puristen mögen die METAR-Daten aller Flughäfen und Verkehrslandeplätze, die die amerikanische <a href="http://www.noaa.gov/">NOAA</a> alle 20 Minuten aktuell ins Netz stellt. Für den Flughafen München sind diese Daten beispielsweise unter  <a href="http://weather.noaa.gov/pub/data/observations/metar/stations/EDDM.TXT">http://weather.noaa.gov/pub/data/observations/metar/stations/EDDM.TXT</a> abrufbar. Für andere Flughäfen, Verkehrslandeplätze oder Militärflugplätze ersetzt man das Kürzel <em>EDDM</em> in der URL einfach durch den <a href="http://www.richy-schley.de/icao/index.php?Deutschland">ICAO-Code der gewünschten Einrichtung</a>. Zugegeben: Es ist nicht jedermanns Sache, einen kompakten aber zuverlässigen Wetterbericht wie</p>

<blockquote>
  <p><code>EDDM 140750Z 15003KT CAVOK 11/06 Q1027 NOSIG</code></p>
</blockquote>

<p>zu <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/METAR">entschlüsseln</a>. Hat man sich aber erst einmal an die Kürzel des Codes gewöhnt, dann gibt es keine schnellere Art, das aktuelle Wetter abzurufen.</p>

<p>Der Vollständigkeit halber sei abschließend auch noch einmal <a href="http://forecast.io">Forecast.io</a> erwähnt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://maennig.de/wetterapps-qualitaet/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
	</channel>
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